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  • Fr., 04. Mai 2018, 10:20 Uhr
    „Anstrengung und Erfolg macht stolz“

    Interessierte Schüler bei Berufsinformationsbörse in der Erich-Kästner-Schule

     

    Interessantes hörten die Jugendlichen über die Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeit beim Finanzamt Bensheim. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Die Chancen der Firmen, Behörden und sozialen Einrichtungen schienen bei der Berufsinformationsbörse am Donnerstagvormittag in der Erich-Kästner-Schule (EKS) auffallend ungleich verteilt – eine große Schar interessierter Schüler umlagerte den Informationsstand des Autoherstellers mit dem Stern und bei der BASF, die in Lampertheim ein Werk betreibt, versammelten sich ebenfalls große Schülergruppen. Auch bei der Deutschen Post und der Deutschen Bahn drängten sich die Schüler mehr als bei denen, die weniger im öffentlichen Rampenlicht stehen. Viele kleinere Gruppen wandten sich an die Technologiefirmen aus der Region, Hersteller, das örtliche Handwerk und verschiedene Behörden wie die Stadtverwaltung Bürstadt, Zoll und Finanzamt. Vereinzelt begehrten vor allem Mädchen Auskunft von sozialen Einrichtungen wie beim Kindergarten St. Peter, am Stand des Altenheims St. Elisabeth und bei der Nieder-Ramstädter Diakonie. Dennoch: Zufriedene Firmen und Einrichtungen kommen immer wieder, für sie lohnt sich die Teilnahme an dieser kleinen und familiären Berufsinformationsbörse in der Erich-Kästner-Schule (EKS). Die meisten gehören sogar zum „Stamm“ wie Sven Dehoust, Lehrer für Arbeitslehre und Organisator der Veranstaltung, im Gespräch mit dem TIP berichtete. Und für die Schüler gehört die Teilnahme zum Unterricht - etwa 250 Schüler machten sich auf den Weg zur Berufsorientierung. Mit 21 Anbietern war eine Rekordzahl erreicht, unter ihnen nahmen mehrere Firmen zum ersten Mal teil. Etwa fünfzig Ansprechpartner standen den Schülern insgesamt an den Ständen zur Verfügung, darunter Firmeninhaber und Führungskräfte, Mitarbeiter aus verschiedenen Betriebsabteilungen und auch einige Auszubildende, die zuvor in der Erich-Kästner-Schule ihren Abschluss gemacht hatten. Ausbildungsleiterin Angelika Lauterbach vom Finanzamt Bensheim und ihr Team konnten interessierten Schülergruppen beste Zukunftsaussichten signalisieren. Wer die Ausbildung besteht, werde garantiert übernommen und schon recht früh kann man Beamter auf Lebenszeit werden. Ob man auch in anderen Bundesländern arbeiten könne, war eine Schülerfrage. Dazu brauche man einen Tauschpartner und müsse es beantragen, klärte Dominik Leinthaler die Jugendlichen auf. In Hessen gebe es immerhin 35 Finanzämter. Bei Dachdeckermeister Wolfgang Hofmann von Stadtmüller Bedachungen probierten zwei Jugendliche mit dem Hammer große Nägel in den Holzbalken zu schlagen – doch das ist gar nicht so einfach. Der Fachmanns riet: „Immer stetig aus dem Handgelenk schlagen, Stück für Stück“. Ob Dachdecker, Spengler oder Zimmerer, das berufliche Spektrum sei vielseitig und jeder Tag sehe anders aus. Das schien Christian und Lars, beide 15 Jahre alt, zu gefallen. In Sekundenschnelle ist eine Trillerpfeife aus einem Streifen Blech geformt, mit dieser Vorführung verblüffte Mirko Siegler die Jugendlichen, die sich mit Fragen auch an Azubi Kyrlint Melich wenden konnten. Der Chef von SIMA-BAU Siegler erklärte, dass seine Firma am liebsten mit selbst ausgebildeten Fachkräften arbeite. Auf die Frage „was verdient man nach der Ausbildung?“ war die Antwort, das richte sich nach dem Arbeitsgebiet. Sein Leitbild: „Anstrengung und Erfolg macht stolz“. Furniture Bürstadt mit 300 Mitarbeitern sei zum ersten Mal dabei, erklärte Personalleiterin Cindy-Melanie Schmehl. Schätzungsweise 40 Jugendliche hatten sich schon in der ersten Runde am Stand nach Ausbildungen und Praktikumsplätzen erkundigt, ein gutes Ergebnis, wie sie fand. Azubi Tobias Grein, im dritten Lehrjahr und vorher EKS-Schüler, präsentierte am Stand die eindrucksvolle technische Apparatur. Der straff durchorganisierte Zeitplan begann für die Anbieter um 7.30 Uhr mit dem Aufbau, dann die offizielle Begrüßung, bis um 8.35 Uhr vier 8. und 9. Klassen aus Realschul- und Gymnasialzweig in die Turnhalle strömten. Gut eine Stunde später besuchten zwei Hauptschulklassen und eine achte Klasse der Realschule die Börse. Nach einer Pause waren die nächsten drei 8. und 9. Realschulklassen an der Reihe. Auf ihrem Laufzettel trugen die Schüler ihre Bewertungen ein, konnten Kommentare, Wünsche und Anregungen aufschreiben. Hannelore Nowacki

     

    Viele Ausbildungen führen im Dachdeckerhandwerk zum Erfolg, zeigte Wolfgang Hermann am Stand von Stadtmüller Bedachungen den Jugendlichen. Foto: Hannelore Nowacki


     




     

     

     

     

     

     

     

     

     


     

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