1. Carneval-Club Rot-Weiß feierte Inthronisierung von Janine Graber
Janine I. hat das Zepter in der Hand
Janine Graber übernimmt als Janine I. die Regentschaft in der närrischen 5. Jahreszeit und lädt alle Narren ein Spaß zu haben. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – In der Zehntscheune rief der 1. Carneval-Club Rot-Weiß (1. CC Rot-Weiß) am Samstagabend im voll besetzten Saal die 5. Jahreszeit aus, ein Neubeginn mit neuer Stadtprinzessin nach feierlicher Verabschiedung von Amtsvorgängerin Jennifer I. im weißen Festkleid, die ihr Zepter in die Hände des Vereinsvorsitzenden Freddy Herweck legte. „Ich hatte eine tolle Zeit mit vielen schönen Erinnerungen“, teilte sie dem Publikum mit. Ihr Dank galt dem Verein und ihrer Familie, besonders ihrem „Schatz“, dem sie von der Bühne ein berührendes „ich liebe dich“ zurief. Wer aber wirdin der Kampagne 2018/19 die närrische Regentschaft über Lampertheim übernehmen? Über Wochen existierte nur ein Schattenbild von der Auserwählten, nur vage und magere Andeutungen füllten einen veröffentlichten Steckbrief. Doch ein wenig Geduld war auch am Samstagabend noch gefragt, bis das Geheimnis gelüftet war. Sitzungspräsident Markus Gutschalk begrüßte alle Ehrengäste und die „Zwoa Spitzbuam“ Michael und Volker brachten musikalischen Schwung in den Saal, verbunden mit der Einladung auf der Bühne zu tanzen. Eindeutig siegte jedoch die Freude am Tischgespräch. Die Zuschauer lernten Elferratanwärter Benny Baumann-Schlappner kennen und erlebten die Taufe mit reichlich Konfetti und das Umlegen des Ornats, wodurch Thomas Blanck in den Stand des vollwertigen Elferratmitglieds erhoben wurde. Einen ansehnlichen närrischen Werdegang hat er bereits hinter sich, nun fehlte nur noch der Eid auf die Narretei der neuen Kampagne. Tanzmariechen Sophia Karb wirbelte über die Bühne, dann leitete Vizepräsident Holger Braun zum Höhepunkt über. Beim Einzug der designierten, noch unbekannten Stadtprinzessin durfte weiter gerätselt werden, den Schildern des Begleitpersonals aus den Tanzgruppen waren allerlei Hinweise zu entnehmen. Das Gesicht der neuen Stadtprinzessin war durch ein Schild verhüllt, in roter Festrobe schritt sie auf die Bühne. Dann der Jubel und die Begeisterung ihrer Begleitmannschaft – es war geschafft, Janine Graber strahlte. Das Zepter als Zeichen ihrer närrischen Macht überreichte ihr der Vereinsvorsitzende feierlich. Im Motto der Stadtprinzessin heißt es: „Als Janine I. habe ich das Zepter in der Hand, eine Kampagne lang außer Rand und Band“. Die Party kann beginnen. Dank ihrer 11 närrischen Paragrafen wissen alle Narren, was auf sie zukommt. In Paragraf 8 verkündete Janine I., dass die Politessen Bier- und Sektgutscheine statt Strafzettel an die Windschutzscheibe hängen, der Paragraf 9 legt die tägliche Arbeitszeit auf drei Stunden fest.
Im Saal der Zehntscheune feierte eine muntere närrische Gesellschaft die Inthronisierung der neuen Stadtprinzessin Janine I. und die Kampagneneröffnung. Foto: Foto: Hannelore Nowacki
Die 21-jährige Stadtprinzessin, zurzeit in Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, ist schon seit der Jahrtausendwende im 1. CC Rot-Weiß närrisch aktiv und tanzt auch weiterhin in der Funkengarde. Wenig später hatte sie ihr Festkleid abgelegt und trat in Gardeuniform mit der Funkengarde auf. Mutter Steffi wird sie in der Kampagne offiziell begleiten. Ehrenpräsidentin Margit Selb verkündete zwei besondere Ehrungen. Angelo Accascio, 1. Vorsitzender der Azzurri Lampertheim, erhielt zum 40-jährigen Vereinsjubiläum eine Präsenttüte. In seiner Ansprache gab er zu verstehen, dass man bei den Fußballspielen weniger lacht. Rolf Hecher, Leiter des Fachbereichs Bildung, Kultur und Ehrenamt bei der Stadt Lampertheim, wurde nach Vorstandsbeschluss zum Senator ernannt. Die Medaille am rot-weißen Band legte ihm die 2. Vorsitzende Jesina Litters um. Margit Selb bescheinigte ihm, dass er immer ein offenes Ohr für den 1. CC Rot-Weiß habe. Auch die Freunde des belgischen Partnervereins T’Folkloorke Adegem aus der Lampertheimer Partnerstadt Maldegem nahmen an der Kampagneneröffnung teil. Seit 40 Jahren werden freundschaftliche Beziehungen gepflegt. Die Kampagne 2018/19 verheißt unter dem Motto „Lampertheim goes Wild West“ mit Cowboys und Indianern turbulente Zeiten. Hannelore Nowacki