FREIWILLIGENTAG: Landfrauen säuberten den Hofheimer Rundwanderweg
Jede Menge Müll auf 7,5 Kilometern
Regine Hindel, Yvonne Ohl, Stefanie Bär und Charlotte Laible-Bär (v.l.) gehörten zu der Gruppe, die beim Freiwilligentag der Metropolregion auf dem Hofheimer Rundwanderweg unterwegs waren und Müll sammelten. Zigarettenkippen waren dabei ein besonderes Ärgernis. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – „Wir wollen was für Hofheim machen“, sagten sich die Geopark-vor-Ort-Begleiterinnen Charlotte Laible-Bär und Yvonne Ohl aus Hofheim und meldeten beim 7. Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar das Projekt „Pflege des Rundwanderwegs Hofheim“ an. Am Samstag haben dann fünf fleißige Damen auf der 7,5 Kilometer langen Strecke Müll gelsammelt und die Infotafeln gereinigt.
Lampertheim samt seinen Stadtteilen war mit 31 Aktionen am Start, davon seien „extrem viele Projekte draußen“, ließ Erster Stadtrat Jens Klingler wissen, der mit Silke Reis morgens zur Lagebesprechung ans Bürgerhaus gekommen war. Im Gepäck: die blauen T-Shirts mit der Aufschrift „Wir schaffen was“, und als Dankeschön für jeden Helfer einen Thermobecher. „Die diesjährigen Teilnehmer haben sich den Corona-Bedingungen angepasst, machen etwas an den Vereinsheimen oder säubern Stolpersteine wie beispielsweise der Jugendbeirat“, so Klingler. Frische Luft und Sonnenschein, das war so richtig nach dem Geschmack der Helferinnen, die allesamt dem Landfrauenverein Hofheim angehören. Für die Tour durch die Gemarkung waren sie mit festem Schuhwerk, Arbeitshandschuhen, Müllsäcken, Eimern und Wischtüchern ausgestattet. Auch Ortsvorsteher Alexander Scholl dankte für das ehrenamtliche Engagement und bat um Bericht über den Zustand der Infopunkte.
Seit Mai 2019 erläutern Hinweistafeln die verschiedenen Flurnamen und informieren über historische Hintergründe rund um den Stadtteil. Ein Team lief die Stationen Dieulouardpark, Historisches Rathaus, Im Keileck und den vor zwei Wochen eingeweihten Geopunkt „Frohndhof“ ab, das andere schaute am Bibliser Weg, In der Steinlache und an der Balthasar-Neumann-Kirche nach dem Rechten. Charlotte Laible-Bär kontrollierte „Die Marau“ in der Nordheimer Straße. Nach zwei Stunden waren vier volle Eimer Müll zusammengekommen, Zigarettenkippen führten die Liste ganz klar an. Aber auch Papiertaschentücher, Kronkorken, Glasflaschen, Einwegbecher, Plastikverpackungen und ein Sonnenschirmständer waren in der Natur gelandet. Als besonders verschmutzt fielen die Infopunkte „Renaturierung Mühlgraben“ und „In den Rheinlüssen“ im Ereigniswald in der verlängerten Karlsbader Straße auf, wo die Gruppe abschließend zusammenkam und sich die von Lampertheimer Geschäften gespendeten Fleischkäsebrötchen schmecken ließ.
Mit Blick auf das Brandloch im dort befindlichen Schild waren sich die Frauen einig, dass bei Stationen mit Bank ein Aschenbecher von Vorteil wäre. Brennende Kippen im trockenen Gras oder in Abfalleimern erhöhten zudem die Brandgefahr. Ein Vorschlag, den man an die Stadt weitergeben wolle, ebenso die Meldung, dass nahe der ehemaligen Rübeabladestation eine größere Menge Sperrmüll abgeladen wurde. Beim nächsten Freiwilligentag 2022 möchte das Geopark-vor-Ort-Team auf alle Fälle wieder teilnehmen und mit noch mehr Helfern am Start sein. Denn wolle man sich neben dem Rundwanderweg auch um die Spielplätze im Ort kümmern. Petra Gahabka
Termine
Geopark-vor-Ort-Begleiterin Yvonne Ohl bietet in der Stadtbücherei Lampertheim Steinzeittreffen für Kinder von sechs bis acht Jahren an. Der erste Termin „Alltag in der Steinzeit“ ist bereits ausgebucht und hat eine Warteliste. Für Mittwoch, 28. Oktober, zum Thema „Kunst in der Steinzeit“ und Mittwoch, 25. November, (Schwerpunkt Essen) jeweils von 15 bis 16.30 Uhr sind noch Plätze frei. Anmeldungen an Yvonne Ohl,E-Mail Steinzeit.lampertheim@yahoo.com. Der Unkostenbeitrag beträgt 2,50 Euro pro Kind.