Gemeinsam am Freiwilligentag der Metropolregion etwas zu schaffen stärkt das „Wir-Gefühl“
Jeder kann seine Talente einbringen
Bereits 20 Projekte sind in Lampertheim am Start. Wer ebenfalls Teil des Freiwilligentags sein möchte, kann sich als Helfer anmelden oder selbst ein Projekt auf die Beine stellen. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM- Bereits am Mittwoch stellte der Fachdienst 40 die ersten Projekte zum diesjährigen Freiwilligentag vor. Es seien zwar deutlich weniger als in 2018, doch über die bisher angemeldeten Projekte herrscht große Freude. „Durch die Corona Pandemie fallen die ganzen Kindergärten weg“, erklärte Silke Reis, Mitarbeiterin im FD 40 und Ansprechpartnerin für alle, die sich am 19. September engagieren wollen. Auch bei den Lampertheimer Schulen herrscht noch Zurückhaltung. Lediglich das Litauische Gymnasium in Hüttenfeld hat bisher ein Projekt angemeldet. „Wir hoffen aber, es kommen noch weitere Schulen dazu“, meinte Fachdienstleiter Dirk Eichenauer, der ebenfalls Ansprechpartner für alle Teilnehmer des Freiwilligentags ist und der beim zweiten Termin zur Vorstellung der Projekte alle Teilnehmer im Sitzungsaal begrüßte. Weitere zehn Projekte gehen am Freiwilligentag zu den bereits vorgestelltenan den Start. Bisher sind insgesamt 20 Projekte auf der SeiteHYPERLINK "http://www.wir-schaffen-was.de/"www.wir-schaffen-was.de für die Spargelstadt gelistet - es wird geturnt, gepinselt, geschrubbt und gewerkelt. „Viele sind Wiederholungstäter, aber es sind auch wieder ganz neue dabei“, erläuterte Eichenauer. Kurzfristig sei neben dem Geopark vor Ort-Team in Hofheim auch noch die Musiker Initiative Lampertheim (MIL) dazugekommen. Das Geopark vor Ort-Team in Hofheim will den Hofheimer Rundwanderweg pflegen. „Der Zustand der Erklär-Tafeln entlang des Rundwegs ist nicht mehr so schön“, berichtete dieGeopark vor Ort-Begleiterin Yvonne Ohl. Diese Tafeln werden im Zuge des Freiwilligentags gereinigt und gegebenenfalls repariert. Die MIL läutet die nächste Runde des Projekts „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ ein. Gemeinsames Musizieren steht dann bei der Jam-Session auf dem Domplatz auf dem Programm. „Wir werden von circa 11 bis 15 Uhr eine kleine Musikanlage installieren und bitten die Bevölkerung zu kommen und mitzumachen“, erläuterte Helmut Wehe. Ob mit Gitarre, Trompete, Schlagwerk oder Stimme, Anfänger oder Profi, jeder kann mit musizieren. „An die Pinsel und los“ heißt es wiederum bei den Naturfreuden Lampertheim im Sandtorfer Weg. Hier nehmen sich die Freiwilligen das Dach der Kinderspielhütte vor, die repariert werden muss. Außerdem bekommen die Grillhütte und die Parkbänke einen neuen Anstrich. Die Pinsel holt auch die Tischtennisabteilung der SG Hüttenfeld raus: Der Materialraum soll wieder in weiß erstrahlen. „Dabei wird auch der ganze Raum sauber gemacht, alles wird geputzt“, berichtete Patrizia Kohl von der SG Hüttenfeld. Auch beim TV Lampertheim werden in großem Stil Malerarbeiten durchgeführt. Hier soll der Anbau in dem sich die Umkleiden und Kabinen befinden von außen neu gestrichen werden. „Mit der Dachsanierung sind wir soweit fertig, jetzt soll auch die Halle neu gestrichen werden“, berichtete der stellvertretende Vorsitzende des TV Lutz Strubel. Piktogramme der einzelnen Abteilungen sollen später ebenfalls noch angebracht werden, um das Sportangebot des TV Lampertheim für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. „Der Samstag wird da zwar nicht reichen, aber der Anfang ist gemacht“, meinte Strubel. Der TV Lampertheim freut sich übrigens über Sponsoren, die den Verein mit weißer Farbe unterstützen würden. Sportlich wird es dann beim Projekt „Bewegung ist Leben - wir bewegen Lampertheim“. Zu jeder vollen Stunde ab 10 Uhr findet im Stadtpark bis 15 Uhr ein anderes Sportangebot statt. Ob beim Liebscher & Bracht Schmerzfrei Kurs oder beim Body Workout oder Nordic Walking - die Teilnehmer erleben einen lebendigen Tag mit Heidi Eichennauer und Susan Galbacs. „Die Leute müssen nur ihre eigene Matte mitbringen oder die Walking Stöcke für das Nordic Walking“, erklärte Heidi Eichenauer. Gerade für Mamas sei das Projekt ideal: „Die Mamas können am Kurs teilnehmen, wahrend die Kinder spielen“. Mitmachen kann jeder, das Angebot ist für jede Altersklasse gedacht. Wieder gestalterisch wird es bei der SDP Lampertheim. Hier sollen besondere Orte in Lampertheim und in den Stadtteilen richtig in Szene gesetzt werden. An sehenswerten Punkten sollen Holzrahmen den Blick für die Schönheit der Spargelstadt schärfen und ein tolles Fotomotiv entstehen lassen. „Es gibt viele schöne Ecken in Lampertheim, die jemand, der sich nicht auskennt, nicht so sieht“, erklärte Silke Lüderwald die Idee. Fünf dieser großen Rahmen werden am Freiwilligentag von der SPD hergestellt. Wer Vorschläge für Standorte hat, kann sich im Vorfeld unter spd.lampertheim@gmail.com melden. Viel zu tun gibt es auch beim Kanu-Club. Derzeit baut der Verein das Bootshaus barrierefrei um. Im Zuge des Freiwilligentags soll nun auch der Jugendraum schöner gemacht werden, da dort der barrierefreie Zugang für Menschen mit Beeinträchtigungen entsteht. Konkret stehen am 19. September Abrissarbeiten an. Die Neugestaltung des Spielplatz im Sandtorfer Weg durch die technischen Betriebsdienste wird an diesem Tag durch den Odenwaldklub unterstützt. „Wir helfen an diesem Tag und arbeiten an den Blumenbeeten und schrauben den neuen Sandkasten zusammen“, berichtete OWK-Vorsitzender Marius Schmidt, der mit den Helfern etwas für Kinder schaffen möchte. Schließlich packen am Freiwilligentag auch die Jusos Ried mit an. Damit Kinder den sicheren Weg zur Grundschule finden, sollen gelbe Fuße auf Schulwegen geeignete Übergänge über die Straßen markieren. Eva Wiegand
Info: Noch bis zum 31. August sind weitere Projektanmeldungen möglich. Informationen gibt es unterwww.wir-schaffen-was.de. Auch alle, die sich zum Helfen anmelden wollen, finden dort Informationen zu den bereits angemeldeten Projekten.