3. Ökumenischer Jugendkreuzweg in der Fastenzeit 2018 in Lampertheim mit Stationen aus der Alltagswelt junger Menschen
„Jesus ist mitten unter uns“
Viele Jugendliche nahmen am diesjährigen Jugendkreuzweg durch Lampertheim teil, der in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt wurde. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Dass sich auch viele Jugendliche mit der Ostergeschichte auseinandersetzen, bewies die zahlreiche Teilnahme am Jugendkreuzweg in Lampertheim am vergangenen Freitag. Dieser wurde nun bereits zum dritten Mal in Lampertheim durchgeführt. Federführend waren hiefür Birgit Ruoff, Gemeindepädagogin der Lukasgemeinde, und Martina Kron, Gemeindereferentin Maria Verkündigung, als Organisatoren tätig - gemeinsam mit vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern.
Der diesjährige Kreuzweg der Jugend unter dem Titel „#beimir“ stellte Jesus unmittelbar in den Fokus. Die sieben Bilder der einzelnen Stationen zeigten Jesus mitten in der Alltagswelt junger Menschen – beinahe abgestellt vor einer U-Bahn-Station oder vor einem belegten Café. Jugendgerecht war die Kreuzigung hier interpretiert worden.
„Der Kreuzweg „#beimir“ legt Zeugnis ab, dass Gott in Jesus überall dort ist, wo Menschen suchen, zweifeln oder leiden. Das fordert uns persönlich heraus, ihn in unser Leben zu lassen, uns für ihn zu entscheiden und danach zu handeln“ - so lauteten im Vorfeld die Worte des Geschäftsführers und Redaktionsleiters des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend. Damit bietet der Jugendkreuzweg viele Berührungspunkte zwischen den konkreten Lebensfragen der Jugendlichen und den vorbereiteten Stationen.
Die Route begann in der Kirche Maria Verkündigung, die am Abend gut gefüllt war mit Konfirmanden der Lukasgemeinde, aber auch aus dem Stadtteil Hüttenfeld, sowie Firmlingen von Maria Verkündigung und aus der Nachbarstadt Bürstadt. Auf der Leinwand im vorderen Altarraum war ein Jesusbild zu sehen – auf moderne Art und Weise vor dem Hintergrund einer Graffiti-Mauer. Unter Klavierbegleitung von Andrea Hintz-Rettenmaier wurde gesungen und anschließend gemeinsam gebetet. Drei Firmlinge übernahmen das Wort und erklärten, dass der Kreuzweg eine Versprechung von Jesus Christus wiedergebe – „Jesus geht mit uns durch diese Welt“ ergänzten sie. Sie merkten an, das Hashtags in den sozialen Netzwerken zu finden sind und das Doppelkreuz bei „#beimir“ für den Weg Jesus stehe. Die Bilder der folgenden Kreuzwegstationen waren in großen Städten aufgenommen und Geschichten dazu aufgeschrieben worden. „Stell' dir vor, Jesus taucht in deiner Stadt auf“, teilten die Jugendlichen mit – „der Kreuzweg findet hier statt, Jesus ist bei dir“ führten sie fort. Anschließend wurde die Erzählung des Kreuzwegs Jesu vorgetragen. „Wir gehen einen Weg mitten durch unser Leben – bitte sei bei uns auf diesem Weg“, beteten die Anwesenden. Jeder Teilnehmer erhielt am Kirchenausgang eine brennende Kerze mit auf den Weg, verteilt von den Teamern der Lukasgemeinde.
Die erste Station befand sich auf dem Rasenplatz direkt neben der Kirche. Die Geschichte zu dem Bild wurde erzählt – über Mikrofon und Lautsprecher konnten alle gut mithören. Von dort aus führte die Route der Kreuzigungsgruppe zur nächsten Station an der Goetheschule, wo ebenfalls wieder nach der Geschichte gemeinsam „Bless The Lord“ gesungen wurde, unter Akkordeonbegleitung von Bruno Ehret aus Hüttenfeld.
Später ging es weiter zum Krankenhaus über den Schillerplatz zur Domkirche. Die vorletzte Station in St. Andreas führte als Abschluss zur Lukasgemeinde. Gegen Ende fand ein kleiner gemeinsamer „Fastenumtrunk“ im Konfiraum der Notkirche statt.
Eine rundum gelungene Veranstaltung mit christlichen jungen Menschen, die sich auf ihre eigene Art und Weise mit eigenen Interpretationen auf das bevorstehende Osterfest vorbereiten. Sigrid Samson