BILDUNG: Lindenhofschule wird für 10,5 Millionen Euro generalsaniert und erweitert / Rohbau soll Ende 2021 fertig sein
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Die Kinder in Groß-Rohrheim werden in etwa drei Jahren ihre Schullaufbahn in der generalsanierten Lindenhofschule mit barrierefreiem Erweiterungsbau beginnen können. Im Bild (von links): Claudia Schüller, Schulleiterin Christiane Ritzert, Landrat Christian Engelhardt, Bürgermeister Rainer Bersch und Tatjana Wilson. Foto: Hannelore Nowacki
GROSS-ROHRHEIM – Frischer Schnee verzauberte den Schulhof der Lindenhofschule am Dienstagvormittag, doch die Kinder der Grundschule sind bekanntlich schon vor Monaten in das Schüco-Gebäude im Gewerbegebiet umgezogen und haben sich mittlerweile dort eingelebt. Das berichtetenSchulleiterin Christiane Ritzert und die beiden Elternvertreterinnen Claudia Schüller und Tatjana Wilson, die mit Bürgermeister Rainer Bersch der Einladung von Landrat Christian Engelhardt zum offiziellen Baubeginn gefolgt waren. Auch der kaufmännische Betriebsleiter Andreas Kaldschmidt von der kreiseigenen Gebäudewirtschaft war gekommen. Nach der Generalsanierung des 60 Jahre alten Schulgebäudes, auch Schuster-Bau genannt, und der Fertigstellung des Erweiterungsbaus in Verbindung mit dem historischen Schulhaus aus dem Jahr 1893 werden die Schulkinder in eine Schule auf dem neuesten Stand einziehen. Landrat und Schuldezernent Engelhardt stellte bei dem Treffen in Aussicht, dass der Rohbau Ende 2021 fertiggestellt sein werde. Für das gesamte Bauprojekt seien drei Jahre geplant – mit Gesamtkosten von 10,5 Millionen Euro. Kosten- und Zeitrahmen mögen einzuhalten sein, hofft Engelhardt für dieses Projekt, das schon lange geplant war. Das Konzept sei gemeinsam mit der Schulgemeinschaft erarbeitet worden, betonte Engelhardt. Der Umzug ins Schüco-Gebäude sei keine leichte Aufgabe gewesen, blickte Schulleiterin Ritzert zurück und dankte besonders für die Unterstützung durch Astrid Hartmann, Projektleiterin und Bauherrenvertretung der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße, sowie durch Daniela Vogel von der Stabstelle für Bildung und Pädagogik beim Landrat. Eine knifflige Sache sei die Kommunikation im Ort gewesen, erinnerte sich der Landrat. In diesen Fällen habe der Schulelternbeirat hilfreich zur Seite gestanden. „Wir alle sind sehr zufrieden“, meinte Bürgermeister Bersch, der mit der Lindenhofschule eigene Kindheitserinnerungen verbindet, auch seine Tochter sei hier Schülerin gewesen. Schon vor dem offiziellen Baubeginn ist einiges im Schuster-Bau passiert, wie bei der Begehung der Baustelle im Anschluss an das Gespräch unter freiem Himmel deutlich wurde. Die orientierenden Arbeiten zur Schadstofffeststellung seien abgeschlossen, erklärte Engelhardt. Vor 60 Jahren seien Baustoffe verbaut worden, die nicht mehr heutigem Standard entsprechen, aber nicht in der Luft vorhanden gewesen seien. Eine Mitteilung zur nachträglichen Beruhigung. DemErweiterungsbau muss der Anbau noch weichen, der mit dem Bagger abgerissen werde. Im barrierefreien Neubau mit Aufzug werden die Mensa mit Küche, die Bibliothek, sanitäre Anlagen und Mehrzweckräume Platz haben, im bisherigen Schuster-Bau werde es auf den beiden Etagen jeweils vier Klassenzimmer geben, davor kleine „Differenzierungsräume“ für die Schulsozialarbeit und anderes, was zum heutigen Schulbetrieb gehört, erläuterte Engelhardt. Die alte Aula werde in zwei Klassenräume aufgeteilt. „Wir freuen uns alle“, sagte Schulleiterin Ritzert, „und sind dankbar dafür“. Hannelore Nowacki