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  • Mo., 21. September 2020, 12:57 Uhr
    Einweihung des Wanderwegs „LA 1 mittendrin“ bei schönstem Spazierwetter

    Jetzt geht es rund in Lampertheim

    Am Bahnhof beginnt der neue Wanderweg „LA 1 mittendrin“ oder einfach auch mittendrin. Zur Einweihung sprachen Dr. Jutta Weber, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald (von links), 2. Vorsitzender des Odenwaldklubs Lampertheim Marius Schmidt und Bürgermeister Gottfried Störmer. Foto:  Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Loslaufen und schauen, was Lampertheim in Stadt und Natur zu bieten hat – dazu lädt der markierte Wanderweg „LA 1 mittendrin“ auf einer Länge von 8,6 Kilometern ein. Wanderschuhe braucht man nicht, denn die Wege sind meist komfortabel asphaltiert und ohne wesentliche Höhenunterschiede. Der aufmerksame Blick auf Laternenpfähle und an Straßenschildern erkennt die Aufkleber mit weißer Schrift auf dunklem Grund, die den Weg weisen. Der Wanderweg führt mitten hinein in das städtische Leben mit Sehenswürdigkeiten, Gelegenheiten zu pausieren und sich in einer der zahlreichen Einkehrmöglichkeiten zu stärken. Freunde der Heimatgeschichte und Naturliebhaber kommen gleichermaßen auf ihre Kosten, versprechen die Organisatoren. Zur Einweihung mit Enthüllung der Infotafel am Bahnhofsvorplatz hatten die Kooperationspartner gemeinsam eingeladen. Die Stadt Lampertheim war durch Bürgermeister Gottfried Störmer und Alexandra Adam vom Stadtmarketing vertreten, für den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald sprach Geschäftsführerin Dr. Jutta Weber und für den Odenwaldklub Lampertheim waren der 1. Vorsitzende Horst Schmidt und der 2. Vorsitzende Marius Schmidt gekommen, der alle Wanderlustigen anschließend zu einer ersten Erkundung des neuen Wanderweges mitnahm. Zum Abschluss waren für die hungrigen Teilnehmer Plätze im „Fährhaus“ reserviert. Bürgermeister Störmer begrüßte die Runde am Startpunkt „zu einem weiteren Höhepunkt in Lampertheim“ mit dem Potenzial für vier Wanderwege des Geo-Naturparks.

    Im belebten Stadtpark angekommen – Station 1 des neuen Wanderweges „LA 1 mittendrin“. Foto:  Hannelore Nowacki


    Die Heimat zu erkunden sei der richtige Weg, wenn in Zeiten der Corona-Krise der Fernurlaub nicht so im Vordergrund stehe. Selbst als „Lômbader Bub“ habe er manches nicht gewusst und erst bei Führungen erfahren. Ute Striebinger vom Geopark-Team, die auch zur Einweihung gekommen war, ist eine dieser Führerinnen durch Lampertheim und Landschaft. Geo-Naturpark-Geschäftsführerin Weber wünschte dem Wanderweg viele Besucher, die das gute Ergebnis der Zusammenarbeit genießen können. Besonders dankte sie den engagierten Vorsitzenden des Odenwaldklubs Horst Schmidt und Marius Schmidt. Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald mit 102 Städten und Gemeinden reiche von Miltenberg und Buchen bis nach Darmstadt und Heidelberg. Es gehe darum die Landschaften bewahren zu können, „auch für die, die nach uns kommen“, betonte Weber. Marius Schmidt erinnerte an den einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung über einen Rundweg durch Lampertheim. Zu viele Wege führten bislang an Lampertheim vorbei oder von der Stadt weg, meinte der passionierte Wanderführer, der den Weg gemeinsam mit seinem Opa und Ersten Vorsitzenden der Ortsgruppe Lampertheim des Odenwaldklubs Horst Schmidt geplant habe - und das „mit Herz und Leidenschaft“. Sein Dank galt den Kooperationspartnern und dem Hauptwegewart, der die Markierungen angebracht habe, und auch dem Kreisbeigeordneten Karsten Krug, der sich als Aufsichtsratsmitglied der Raiffeisenbank Ried für eine Spende aus dem Gewinnsparen für die Markierungsschilder eingesetzt habe. Belohnt wurden Kooperationspartner und Spender von Schmidt mit einer Tüte voller Köstlichkeiten aus der Lampertheimer Landwirtschaft. Bei Sekt, Saft, Wasser und Gesprächen blieben einige Teilnehmer der Einweihungsfeier am Bahnhof zurück, während die Wandergruppe unter Führung von Marius Schmidt Kurs auf den Stadtpark nahm. Nach einem Blick auf den jüdischen Friedhof ging es mit flotten Schritten weiter Richtung Innenstadt. Nach dem Amtsgericht, der Domkirche, dem Heimatmuseum und weiteren historischen Fachwerkhäusern führt der Weg zum Europaplatz mit Altem Rathaus und der St.-Andreas-Kirche. In die Landschaft hinaus geht es über die Römerstraße mit den landwirtschaftlichen Betrieben am Hollerngraben entlang zu den Biedensandbädern über den Altrheindamm in den Biedensand, dem drittgrößten Naturschutzgebiet in Hessen. Der Rundweg führt durch Biedensandstraße, Römerstraße und Domgasse zurück zum Bahnhof. Hier und da knirscht Kies unter den Füßen wie teilweise im Stadtpark oder der Weg ist geschottert wie auf einigen naturnahen Wegen, was für Rollstuhlfahrer weniger angenehm sei, meinte Petra Brandt im Gespräch mit dem TIP. Die Vorsitzende des Lampertheimer Behindertenbeirates bedauert, dass somit nicht die ganze Strecke „barrierefrei“ gewählt sei, der Rest der Strecke jedoch findet ihre ungeteilte Begeisterung. Hannelore Nowacki

    Information

    Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten und der Plan des Wanderwegs „LA 1 mittendrin“ zum Ausdrucken sind auf der Internetseite des Stadtmarketings zu finden https://www.stadtmarketing-lampertheim oder schnell über den Kurzlink http://bit.ly/LA1-mittendrin. 

     

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