Bürgermeister Störmer sieht Anzeichen bei der Bahn für ICE-Trasse durch den Wald
„Jetzt ist die Katze aus dem Sack“
Schaubild beim BILA-Lärmaktionstag in Neuschloß vor zwei Jahren, das drei Trassen-Varianten zeigt – in Rot die C-Trasse mit Verlauf quer durch den Lampertheimer Wald und dicht an den Häusern in Neuschloß vorbei. Archivfoto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Was Bürgermeister Gottfried Störmer am Freitag vor einer Woche beim Beteiligungsforum mit etwa 100 Teilnehmern verschiedener Organisationen gehört hat versetzt ihn in Alarmstimmung. Im ersten Magistratspressegespräch dieses Jahres berichtete Störmer, dass der Referatsleiter im Bundesverkehrsministerium über den Deutschland-Takt der Bahn sprach, der auf der Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim mit 29 Minuten angesetzt wird. Was nur die Einschätzung zulasse, dass die Bahn die ICE-Trasse quer durch den Lampertheimer Wald und in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung in Neuschloß plane, die von den Bürgern, der BILA und der Stadt Lampertheim seit Jahren abgelehnt werde. „Jetzt ist die Katze aus dem Sack“, meinte Störmer zu dieser Art der Information, „ich gehe vom Schlimmsten für Lampertheim aus“. Nun müssten Stadt und BILA eine gemeinsame Position formulieren und auf den Planungsprozess Einfluss nehmen mit dem Ziel zu zeigen, dass die Menschen in der Region und Lampertheim mit dieser „C-Variante“ der Bahn nicht einverstanden sind. Teil des Widerstands ist der Lichterzug gegen diese ICE-Trasse am Freitag, 1. März ab 17.30 Uhr in Neuschloß (Treffpunkt am Kinderspielplatz im Alten Lorscher Weg), zu dem die Bürgerkammer Neuschloß aufruft, unterstützt von Bürgermeister Störmer und der BILA (Bürgerinitiative Lebensraum vor ICE-Trasse Lampertheim“ ). Außerdem sei eine Öffentlichkeitskampagne geplant, um die Menschen „sehr breit“ zu erreichen. Alle Lampertheimer Kräfte stehen untereinander in Kontakt, versicherte Störmer. Hannelore Nowacki