FREIWILLIGENTAG 2024: Am 21. September heißt es wieder „Wir schaffen was!“
Jetzt Projekte zum Mitmachen anmelden und Wunschvorhaben umsetzen
Wir schaffen was – so heißt es auf dem Banner. Am 21. September wird angepackt. Dirk Eichenauer (links) und Silke Reis (rechts) vom Fachdienst Ehrenamt und Vereine stellten mit den Projektleitern Andrea Krüger, Klaus Feldhinkel, Marcel Ruschau und Melissa Bürküp den Freiwilligentag vor. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Das Ehrenamt kennt viele Möglichkeiten – eine davon ist die Teilnahme am Freiwilligentag in der Metropolregion Rhein-Neckar am 21. September. Alle zwei Jahre packen Freiwillige an, um ihr jeweiliges Wunschprojekt gemeinsam mit anderen Helfern umzusetzen. Erstmals geht es in der Metropolregion um mehrere Freiwilligentage vom 21. bis zum 30. September, doch in Lampertheim steht der Samstag, 21. September, für alle Aktionen auf dem Plan. Anmelden können sich die Projektleiter mit ihrem Vorhaben auf der Plattform www.wir-schaffen-was.de, die auch über die Homepage der Stadt Lampertheim aufgerufen werden kann. Die Projekte sind dort beschrieben, häufig werden weitere Helfer gesucht.
Zum 9. Mal wird der Freiwilligentag in der Metropolregion ausgerufen, zum 8. Mal beteiligt sich die Stadt Lampertheim als Kommune an dem Aktionstag. Dirk Eichenauer und Silke Reis vom Fachdienst Ehrenamt und Vereine machen Werbung für den Freiwilligentag, unterstützen die Teams auf Wunsch mit Plakaten im A4- und A3-Format, Flyern und Rat. Erreichbar sind sie per E-Mail ehrenamt@lampertheim.de. Am Dienstagmorgen hatten sie einige Organisatoren zur Vorstellung ihrer Projekte ins Alte Rathaus eingeladen, am Mittwochabend war ein weiterer Termin. Den Freiwilligentag sieht Silke Reis als einfache Möglichkeit ins Ehrenamt der Vereine reinzuschnuppern. Spaß soll es machen und jeder mache was er kann.
Bis Dienstag waren 17 Projekte angemeldet, insgesamt in der Metropolregion 231 Projekte. Von weit mehr Projekten gehen die beiden städtischen Koordinatoren aus, viele werden sich noch anmelden, sind sie überzeugt. Vor zwei Jahren gingen in Lampertheim 30 Projekte mit etwa 380 Freiwilligen an den Start. Eine Rekordzahl mit 47 Projekten erreichten die Freiwilligen im Jahr 2016. In der Metropolregion wurden vor zwei Jahren 300 Projekte mit 5.500 Freiwilligen gezählt. Die leuchtend blauen T-Shirts mit Aufdruck „Wir schaffen was“ werden nur noch in diesem Jahr ausgegeben. Die benötigte Anzahl wird noch abgefragt. Wie Eichenauer mitteilte, hat die Metropolregion dies aus Gründen der Nachhaltigkeit entschieden. Zum Ausgabetermin mit Bürgermeister Gottfried Störmer werden alle Projektleiter wahrscheinlich in der zweiten Septemberwoche eingeladen.
Als Überraschung ist wieder ein Dankeschön der Stadt Lampertheim geplant. Zur Stärkung am Freiwilligentag spendet die Metzgerei Blüm jeder Projektgruppe 3 Kilogramm Fleischkäse, das Backhaus Schmitt steuert die Brötchen bei, alles am Morgen bei Blüm abzuholen. Für Getränke sorgt jede Gruppe selbst. Wichtig zu wissen: Die Freiwilligen sind versichert. Handwerkliche Projekte, die bis 30. Juni angemeldet waren, nahmen an der Verlosung für Hornbach-Gutscheine im Wert von je 200 Euro teil, die schon angekommen sind.
Was man tun kann – Beispiele geplanter Projekte
Andrea Krüger, Vorstandsmitglied des Kanu-Clubs, stellte das umfangreiche Projekt „Bootshaus Clean up!“ vor, bei dem im Sinne der Inklusion für jedes Alter passende Arbeiten angeboten werden. Es geht um die Reinigung der Kampfsportmatten, Aussortieren, Reparieren des Medaillenstegs, die Bootsstege in Ordnung bringen und Gartenarbeiten, der Katamaran muss winterfest gemacht werden.
Klaus Feldhinkel, 1. Vorsitzender der NABU Ortsgruppe kündigt diverse Arbeiten in der ehemaligen Storchenstation an, die mit Schilf, Brennnesseln und Verbuschung zu kämpfen hat. Das Projekt hat den passenden Titel bekommen: „Wir machen die Natur zu einem schönen Zuhause!“. Das Schnittgut wird aufgeschichtet als Heimat für Kleintiere und Insekten, der kleine Teich soll wieder zugänglich gemacht werden, damit die Kinder käschern können. Der beschädigte Zaun verlangt nach Erneuerung.
Fünf Projekte stehen beim Litauischen Gymnasium an, die Schülerin Melissa Bürküp und Marcel Ruschau vorstellten. Der Lehrer für Mathematik, Sport, Politik und Wirtschaft berichtet, dass Lehrer, Schüler und Eltern teilnehmen werden, was die Kommunikation fördere und die Schule lebendig mache. Auf dem Plan stehen Herbstputz im Park, Klassenzimmer streichen, den Internatssaal renovieren, Gartenschach in den Boden einlassen, im Schulgarten Beete anlegen und für den Bio-Unterricht im Freien Sitzgelegenheiten schaffen.