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  • Do., 04. Juli 2024, 18:05 Uhr
    RIEDBAHNSANIERUNG: Viele Besucher beim Infomobil der Deutschen Bahn trotz Regenwetter / Kein Fahrkartenverkauf im Bus

    Jeweils zwei Haltestellen für Lampertheim in jede Richtung

    Viele Fragen hatten die Besucher des Infomobils der Deutschen Bahn zum Thema Generalsanierung am Dienstagnachmittag, auch Bürgermeister Gottfried Störmer schaute vorbei. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das Infomobil der Deutschen Bahn am Bahnhofsvorplatz am Dienstagnachmittag war das Ziel zahlreicher Besucher, die von den Bahn-Mitarbeitern vor allem wissen wollten, wie sie in der geplanten fünfmonatigen Sperrzeit der Riedbahn vom 15. Juli bis Mitte Dezember mit dem Bus-Ersatzverkehr ans gewünschte Ziel kommen. Die Gelegenheit nutzten einige Bahnkunden aber auch, um über die digitale Bahncard und den erwarteten Baulärm zu sprechen. Was im Bahnhof selbst passiert, konnte Bahn-Mitarbeiter Moritz Müller erklären – hier werde der Bahnsteig 1 zum besseren Einsteigen erhöht, die Unterführung optisch aufgewertet und ein neues Fahrgastinformationssystem eingeführt. Lärmintensive Arbeiten sollen tagsüber stattfinden, in der Nacht nur wenn notwendig. Das ausladende Vordach des Infomobils bot Schutz vor dem stetigen Regen, die Besucher konnten aber auch einsteigen und sich am großen Bildschirm mit interaktiver Karte über den Ersatzverkehr informieren.

    Vier Haltestellen entlang der B44

    Das große Interesse an Auskünften zeigte sich bereits vor der eigentlichen Öffnungszeit ab 14 Uhr, da suchten schon viele Leute das Gespräch, berichtete Moritz Müller im Gespräch mit dem TiP. Sonst sei er im Bahnhofmanagement Darmstadt tätig, erzählt er, so wie einige seiner vielen Kollegen am Infomobil. Im Internet unter www.riedbahn.de gebe es alle Informationen. Einen Vorteil gegenüber der Probephase im Januar sieht er im Ortungssystem der Ersatzbusse, so dass jeder auf seinem Handy sehen kann, wo der Bus gerade ist. Und wo sind die Haltestellen in Lampertheim? Darüber gibt ein Infoblatt im DIN-A4-Format Auskunft, für jeden Bahnort an der Riedbahnstrecke ein eigenes Blatt, auch in englischer Sprache. Geschrieben steht: Im Ersatzverkehr „Riedbahn“ halten die Busse in Lampertheim an vier Haltestellen, wobei zwischen dem nördlichen Knotenpunkt Richtung Mannheim und in der Gegenrichtung nach Frankfurt, Darmstadt und Bürstadt an der Kreuzung B 44/Hagenstraße/Wormser Straße und dem südlichen Knotenpunkt an der B 44/Römerstraße/Biedensandstraße 1,4 Kilometer Wegstrecke liegen.

    Klapprad oder Gepäckstück können mit an Bord

    Von Bahnmitarbeiter Mark Koch wollten Pendler mit Erfahrungen aus den drei Wochen im Januar wissen, ob auf den Ersatzverkehr Verlass sei. Ja, meint Koch, denn die Bahn habe ein neues Konzept ausgearbeitet. Dass über Ausfälle während der Sperrzeit nicht informiert wurde, hatte Peter Paterna besonders missfallen. Als Pendler erwartet er eine sichere Taktung früh morgens zwischen 5 und 6 Uhr und am Nachmittag. Eine wichtige Frage konnte er sogleich klären: Bahn-Mitarbeiter Rudolf Stegmüller versicherte, dass man ein zusammengeklapptes Klapprad wie ein Gepäckstück mitnehmen dürfe. Ein solches Klapprad hatte sich Paterna extra im Januar geholt. Faltblätter und Broschüren für jeden Bedarf lagen zum Mitnehmen aus, auch praktisch im kleinen Handformat die kompakten Informationen über die Auswirkungen der Generalsanierung auf die „Ludwigsbahn“ von Mainz über Worms und Ludwigshafen nach Mannheim und die „Main-Neckar-Bahn“ von Mannheim über Darmstadt nach Frankfurt. Fahrkarten gibt es online unter www.bahn.de oder an den Fahrkartenautomaten am Bahnhof in Lampertheim und Bürstadt.

    Sitzbänke und Wetterschutz

    Bürgermeister Gottfried Störmer kam auf dem Weg ins Büro zu einer Stippvisite vorbei. Mit den drei Wochen Sperrzeit im Januar sei man in Lampertheim nicht glücklich gewesen, sagte er dem TiP, doch jetzt sehe man: „Sie bemühen sich was zu tun“. Die Stadt habe ihre Kritikpunkte damals vorgetragen. An den räumlich beengten Haltestellen solle es nun Sitzbänke und Wetterschutz geben und die Fahrgäste sollen es mit informierten Busfahrern zu tun bekommen. Wie viele Bahnkunden hofft auch Störmer, dass die Frist von fünf Monaten eingehalten wird.

    Hannelore Nowacki

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