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  • Fr., 05. März 2021, 09:05 Uhr
    UMWELT UND POLITIK: Lampertheimer Grüne investieren übrig gebliebenes Geld aus der Wahlkampfkasse in Nachhaltigkeit

    Johannisbeersträucher für alle Kindergärten in der Spargelstadt

    Der Startschuss für die Pflanzaktion der Grünen in den Kindergärten von Lampertheim ist in Neuschloß gefallen. Dort pflanzten Iris Henkelmann und Jürgen Meyer die ersten Johannisbeersträucher mit Unterstützung der Technischen Betriebsdienste. Foto: Eva Wiegand


    NEUSCHLOSS– Was tun, wenn man den Wahlkampf, wie man ihn gerne führen würde, nicht führen kann? Kein Schwätzchen am Infostand auf dem Schillerplatz, vor Ort und mit direktem Kontakt, keine lebhafte Diskussion Auge um Auge bei einem Glas Bier - der Wahlkampf unter Pandemiebedingungen lässt auch den Grünen in Lampertheim nicht viel Spielraum, um für ihre Ideen für die Spargelstadt zu werben. „Aber natürlich haben wir das Bedürfnis, Zeichen zu setzen“, meinte Stadtrat Jürgen Meyer, der auf Platz 5 der Kommunalwahl-Liste der Grünen steht. „Und womit gelingt das besser, als Pflanzen zu setzen in allen Lampertheimer Kindergärten und damit einige unserer Themen zu verknüpfen“, führte Meyer weiter aus. Mit dem eingesparten Geld aus dem schlanken Wahlkampf spendieren die Grünen allen Kindergärten der Kernstadt sowie den Stadtteilen insgesamt rund 50 Johannisbeersträucher, die die Technischen Betriebsdienste in den kommenden Wochen einpflanzen werden und investieren damit einen vierstelligen Betrag. An jedem Kindergarten sind drei Johannisbeersträucher geplant. „Die Sträucher haben eine kinderfreundliche Höhe und die Kinder können selbst etwas ernten“, erklärte Meyer. Spitzenkandidatin Mirja Mietzker-Becker findet es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass die Lebensmittel nicht aus dem Supermarkt, sondern aus dem Garten kommen: „Das ist unser kleiner Beitrag, um uns am erzieherischen Prozeß zu beteiligen.“ Die ersten Sträucher wurden schließlich in der Kinderkrippe Zwergenschloß in Neuschloß gepflanzt und sorgten dort bei der stellvertretenden Leiterin Marie-Christin Schmitt für große Freude, schließlich sei im letzten Jahr aufgrund der Trockenheit im Garten einiges kaputt gegangen. „Wir sind darüber sehr glücklich, denn wir pflücken gerne unsere gepflanzten Erdbeeren mit den Kindern“, so Schmitt, die sich sicher ist, dass auch die Johannisbeeren beim Nachwuchs gut ankommen werden. Damit auch alles gut anwächst, fügten die Stadtgärtner beim Einsetzen der Johannisbeersträucher gleich noch organischen Dünger sowie organischen Wasserspeicher hinzu. Das führe dazu, dass die Pflanze 30 bis 35 Prozent weniger Wasser benötige und damit auch bei längerer Trockenheit besser überstehen kann. Eva Wiegand

     
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