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Mi., 16. August 2017, 12:53 Uhr
Sensationelles Radrenn-Ereignis mit tausenden Zuschauern und jedes Alter
John Degenkolb umjubelter Sieger des Bürstädter Grand Prix
Strahlender Sieger: John Degenkolb. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Eine Stadt im Radrennfieber, so könnte man den Dienstag einordnen. Der Bürstädter GRAND PRIX, ein sensationelles Ereignis im Rahmen der 1250-Jahrfeiern, hat gezeigt, das Fahrrad gehört in Bürstadt zum Leben, sogar im Alter von zwei Jahren, wenn die kleinen Beinchen das Laufrad auf Hochtouren bringen. Spaß am Radrennen in jedem Alter hatte die Teilnehmer und Zuschauer erfasst. Allerdings ohne ihn wäre es gar nicht gegangen: Der frühere Radrennprofi Algis „Olek“ Oleknavicius hat die Veranstaltung als Olek’s Radsport GRAND PRIX mit Erfahrung und intensiven Verbindungen zu den aktiven Sportlern als interessantes Großereignis aufgezogen. Neun Starter der Tour-de-France hatte er für die Teilnahme gewinnen können, unter ihnen John Degenkolb, der als Sieger des Bürstädter Grand Prix am späten Abend auf der großen Grand-Prix-Bühne von der Zuschauermenge gefeiert wurde. Was für ein Tag – zwei Stunden vor Beginn des Bürstädter Grand Prix in der Innenstadt zogen sich dunkle Wolken zu einer Regenfront zusammen, ein Unwetter toste durch die Straßen. Doch dann die wunderbare Wetterwende, rechtzeitig zum Bambini-Laufradrennen um 16 Uhr konnte man die Regenschirme zuklappen. Immer wieder fielen Regentropfen, vor dem Profi-Rennen sorgte der Regen noch einmal kräftiger für nassen Asphalt. Aber die Zuschauer hatten sich mit Regenjacken und Regenschirmen auf die Wetterkapriolen eingestellt und die 35 Renn-Profis am Start zeigten keine Furcht, sich rasant in die Kurven zu legen. Die mit 610 Metern im Vergleich zu anderen Straßenrennen kurze Strecke bot den Sprintern auf den Geraden und in vier Kurven reichlich Gelegenheit dem Publikum atemberaubende Szenen zu zeigen. Tausende Zuschauer säumten am Abend die Strecke zu beiden Seiten, vom Start in der Wilhelminenstraße in Höhe des Back- und Brauhaus Drayß, vom Marktplatz einbiegend in die Marktstraße und die Nibelungenstraße wieder verlassend in die Schulstraße bis zum Ziel. Eingehegt von Metallzäunen mit einigen bewachten Durchlässen, waren die Zuschauer beinahe hautnah an den Fahrern dran, die an ihnen mit durchschnittlich über 37 km/h vorbeirauschten, in diesem fühlbar hohem Tempo fuhren die Führungsfahrzeuge voran. Radfahren macht Spaß, das bewiesen am Dienstagnachmittag und am Abend die kleinsten Teilnehmer, die jungen und die erfahrenen Rennfahrer. Dass auch die Profis ihren Spaß hatten, machte John Degenkolb auf dem Siegerpodest deutlich. Zunächst bekamen die Veranstaltung und der Hauptveranstalter ein großes Lob: „Ein kleines Rennen auf Groß gemacht - und eine tolle Atmosphäre“. Besonders dürfte Algis Oleknavicius freuen, dass Degenkolb nächstes Jahr wiederkommen möchte und mit diesem Wunsch auch für andere Rennradfahrer sprach. Seine Anfrage beim Hauptsponsor Entega gleich auf der Bühne scheint Gefallen gefunden zu haben. Nicht abgeneigt äußerte sich ebenfalls Bürgermeisterin Barbara Schader, die in diesem Fall wieder auf Algis Oleknavicius setzen möchte. Landrat Christian Engelhardt hatte als Schirmherr das Rennen verfolgt und Siegerpokale verteilt. Als Medienpartner hat der TIP in seinen Berichten die Sportler vorgestellt und für dieses einzigartiges Ereignis geworben. Hannelore Nowacki