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  • Do., 08. September 2016, 22:21 Uhr
    Selbstverteidigungskurs auf Initiative der SPD Wattenheim

    Judokämpfer mit Schwarzgurt zeigt Frauen Kniffe zur Selbstverteidigung



    In lockerer Atmosphäre machten die Kursteilnehmerinnen am ersten Abend ihre Übungen – mit viel Spaß an der Bewegung und den Selbstverteidigungstipps ihres Trainers Wolfgang Reibenspiess. Foto: Hannelore Nowacki

    WATTENHEIM – „Siegen durch Nachgeben“ sagte Trainer Wolfgang Reibenspiess den achtzehn Kursteilnehmerinnen am ersten Abend im Dorfzentrum. Der Kampfsportler, der Träger des 2. Dan im Judo ist und sich mit dem Schwarzgurt schmücken darf, hat sich zur Aufgabe gemacht, den Frauen im Alter von zwanzig bis siebzig an sechs Abenden zu zeigen, wie sie sich wehren können, wenn sie körperlich angegriffen werden. Einige Kniffe und Griffe sind ziemlich wirkungsvoll, um den Angreifer loszuwerden oder selbst der Situation zu entfliehen, wie der Trainer andeutete. Doch zunächst ging es ums Aufwärmen, Übungen für die Rückenmuskulatur folgten. „Die Bauchmuskulatur machen wir mit“, war die weitere Ansage vor den Partnerübungen. Polizeihauptkommissarin Christel Shelton von der polizeilichen Beratungsstelle in Darmstadt blieb in diesen ersten zwei Kursstunden als Ansprechpartnerin vor Ort. Zu Beginn hatte sie in ihrem Vortrag deutlich gemacht, dass Selbstverteidigung von innen anfange, es gehe um Reaktionsfähigkeit und Selbstbewusstsein.  In der Fragerunde erzählten die Frauen, warum sie an diesem Kurs teilnehmen. Die einen kamen einfach aus Interesse, andere hatten schon gefährliche Situationen erlebt oder wollen wissen, wie sie sich im Falle eines Diebstahls wie das Wegreißen einer Halskette oder Handtasche verhalten können. Die Polizeihauptkommissarin findet es wichtig, dass die Frauen ihr erlerntes Wissen jederzeit abrufen können und zu erkennen lernen, wo eine Gefahr entstehen könnte. Beim Helfen komme es darauf an, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, den Polizeinotruf 110 anzurufen und sich als Zeugin Aussehen und Merkmale der Täter zu merken, andere zur Mithilfe aufzufordern.  Sich um das Opfer zu kümmern gehöre dazu. Tipps für Zeugen und Helfer gibt es in einem Faltblatt und unter www.aktion-tu-was.de und www.polizei-beratung.de. Der für die Teilnehmerinnen kostenfreie Kurs kam auf Initiative der SPD Biblis-Nordheim-Wattenheim zustande, die auch für entstehende Kosten aufkommt. Trainer Reibenspiess, der für die SPD in der Gemeindevertretung sitzt, hat den Kurs ehrenamtlich übernommen.  Immer wieder war er gefragt worden, wie man sich als Frau am besten wehrt. Ewald Gleich, ebenfalls in der SPD-Fraktion, hatte die Kursteilnehmerinnen begrüßt. Hannelore Nowacki

     
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