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  • Mi., 15. Juli 2015, 23:11 Uhr
    Kinderfeuerwehr übergibt zwei Gründungsmitglieder an die Jugendfeuerwehr

    Jugendfeuerwehr bekommt engagierte Verstärkung

    Aufmerksam hören Selina Neumann und Robin Vogel zu, was ihnen Philipp Holzenthal, Leiter der Kinderfeuerwehr, zur Verabschiedung in die Jugendfeuerwehr mit auf den Weg gab. Foto: Hannelore Nowacki


    WATTENHEIM – Das musste gefeiert werden – Selina Neumann und Robin Vogel, beide zehn Jahre alt, wechseln von der Kinderfeuerwehr zur Jugendfeuerwehr. Das Besondere: Beide Jungfeuerwehrleute gehören zu den Gründungsmitgliedern der Kinderfeuerwehr in Wattenheim. Im Frühjahr 2012 wurde die Kinderfeuerwehr gegründet und zählt derzeit etwa 15 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Die Jugendfeuerwehr mit Jugendwart Marco Henn und dem stellvertretenden Jugendwart Roman Babist freut sich, denn durch den Zuwachs haben sie jetzt acht Mitglieder. Keine Frage, Philipp Holzenthal, Leiter der Kinderfeuerwehr und Stellvertreterin Fee Neumann sind stolz, dass die Kinderfeuerwehr so interessierte und engagierte Kinder an die Jugendfeuerwehr übergeben kann. Bei der Kinderfeuerwehr haben sie viel gelernt und unternommen – und ganz wichtig: Sie haben dabei viel Spaß gehabt. In einem Rückblick nannte Holzenthal neben feuerwehrtechnischer Wissensvermittlung zahlreiche Aktivitäten wie Wasserschlachten und Eis essen im Sommer oder Kürbisaushöhlen im Herbst. Die beiden neuen Jugendfeuerwehrleute lobte er: „Ihr seid richtige Experten geworden, was die Feuerwehr betrifft“. Jugendfeuerwehrwart Henn begrüßte die beiden Neuen in seinem Team mit der feierlichen Übergabe von Helm und Kleidung. Bevor Wehrführer Christian Neumann die gemütliche Feier vor dem Feuerwehrhaus mit der Aufforderung „greift zu“ eröffnete, zogen sich Selina und Robin schnell um. Die Uniformhosen passen wie maßgeschneidert, dazu gehört ein nagelneuer breiter Gürtel. Auch Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe müssen sein. Trotz sommerlicher Wärme zogen die beiden auch noch die Handschuhe an. Als Kennzeichen trägt die Jugendfeuerwehr rote Helme. Wie die Einsatzabteilung, hat die Jugendfeuerwehr rote Spinde für ihre Kleidung. Wehrführer Christian Neumann erinnerte in seiner Ansprache an die Überlegungen und Diskussionen vor Gründung der Kinderfeuerwehr vor drei Jahren. Zum Beispiel war damals die Frage, ob sechs Jahre für den Eintritt in die Kinderfeuerwehr nicht zu früh sei. Sein positives Fazit heute: „Die ersten Früchte haben wir geerntet – wir sind auf dem richtigen Weg und hoffen, dass wir die Kinder halten können“. Kinderfeuerwehrwart Holzenthal erklärte im Gespräch das Erfolgsrezept, das eine gelungene Mischung sei, im Begriff „Edutainment“ zusammengefasst als Erziehung, Lernen und Unterhaltung. Dabei geschehe das Lernen spielerisch, fast nebenbei. Feuerwehrtechnisches Wissen und Fahrzeugkunde seien wichtig, auch nehmen die Kinder an den sportlichen Kinderfeuerwehr-Olympiaden und Zeltlagern teil. Gelernt werde auch beim Basteln - CO2-Modellfeuerlöscher werden mit Brausetabletten oder Backpulver mit Essig befüllt, „Schaumlöscher“ entstehen durch Spüli-Füllung. „Gemacht wird, was den Kindern gefällt, erklärte Holzenthal. Dazu gehört auch mal das Anschauen einer Folge von „Fireman Sam“. Bei allem stehe die Teamfähigkeit im Vordergrund. Jeden 1. und 3. Samstag im Monat trifft sich die Kinderfeuerwehr von 15.30 bis 17 Uhr im Feuerwehrgerätehaus. Hannelore Nowacki

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