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  • Mo., 22. Februar 2016, 11:29 Uhr
    Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ bei der BASF in Lampertheim mit interessanten Projekten und vielfältigen Auszeichnungen

    Jungforscher zeigten hervorragende Ergebnisse

    Florian Geister, Daniel Lux und Michael Ewig vom Lessing-Gymnasium Lampertheim befassten sich mit dem Projekt "Stromerzeugung mittels mobiler Flussturbine" und stellten ihre Ergebnisse vor - hier mit Bürgermeister Gottfried Störmer (r.), Claudia Steiger, Personalleiterin der BASF Lampertheim (2.v.r.) und Betreuungslehrer Marco Knecht (3.v.r.) - die Jugendlichen erreichten den beachtlichen 4. Platz im Fach Technik bei "Jugend forscht". Foto: Sigrid Samson

    Florian Geister, Daniel Lux und Michael Ewig vom Lessing-Gymnasium Lampertheim befassten sich mit dem Projekt "Stromerzeugung mittels mobiler Flussturbine" und stellten ihre Ergebnisse vor - hier mit Bürgermeister Gottfried Störmer (r.), Claudia Steiger, Personalleiterin der BASF Lampertheim (2.v.r.) und Betreuungslehrer Marco Knecht (3.v.r.) - die Jugendlichen erreichten den beachtlichen 4. Platz im Fach Technik bei "Jugend forscht". Foto: Sigrid Samson

    LAMPERTHEIM – Besondere Leistungen und Begabungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden von „Jugend forscht“ gefördert. Ziel hierbei ist es, Jugendliche langfristig für diese Themen zu begeistern, sie über den Wettbewerb hinaus in ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen und den Nachwuchs effektiv zu fördern. Die Organisation, eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, 'stern' Wirtschaft und Schulen, wurde im Jahr 1965 in's Leben gerufen und genießt seither stetig wachsende Beliebtheit. An die Erfolgsgeschichte knüpfte das Unternehmen BASF in Lampertheim an, das bereits seit vielen Jahren diese Organisation unterstützt. Es richtete als Patenunternehmen den 51. Wettbewerb aus – zum zweiten Mal in Lampertheim mit 28 Projekten in sechs verschiedenen Fachgebieten. Die Spanne reichte von Themen aus täglichen Lebensbereichen bis hin zu hochtechnischen Projekten.

    Während am Wettbewerb „Schüler experimentieren“ Jugendliche bis 14 Jahre antraten, starteten die Teilnehmer von 15 bis 21 Jahre in der Sparte „Jugend forscht“. Grundsätzlich suchen sich die Teilnehmer selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten – die Fachgebiete sind Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik / Informatik, Physik und Technik.

    Beim Rundgang in den Räumlichkeiten der BASF trafen die Besucher auf Fragestellungen wie „Lässt sich Bionagellack selbst herstellen?“, „Warum detonieren Alkalimetalle?“ oder „Welchen Einfluss hat die Temperatur auf die Eisennachweisreaktion?“. Auch die Zusammenhänge der verschiedenen Gedächtnisse wurden betrachtet, ein Wärmflaschenwettbewerb wurde durchgeführt, aber auch Ergebnisse zu Untersuchungen zum Reaktionsvermögen des Hundes und zu Wasserlinsen als Düngemittel-Recycler wurden präsentiert. Interessant waren auch Ideen zur Entwicklung einer Software zur Erinnerung an die Lebensmittel im Kühlschrank und die Stromerzeugung aus Abwärme.

    Welchen Einfluss die Temperatur auf die Eisennachweisreaktion hat, erforschten Thanos Drossos und Arne Buhmann vom Schuldorf Bergstraße in der Sparte "Schüler experimentieren" im Fach Chemie und präsentierten ihre Ergebnisse. Foto: Sigrid Samson


    Ruben Wiedemann und Marius Weber, die beiden 15-jährigen Gymnasialschüler der 9. Klasse der Erich-Kästner-Schule (EKS) in Bürstadt, hatten sich zum Fachgebiet Chemie mit einem Projekt zum Thema Kunststoffabfall beschäftigt. Der Abfall aus unserem modernen Alltag stellt unsere Umwelt vor große Probleme. Ob Mehlwürmer oder andere Insektenlarven als bekannte 'Allesfresser' hier vielleicht eine Lösung für das Problem darstellen, untersuchten die beiden Jugendlichen mit großem Eifer und präsentierten stolz ihre Ergebnisse. Auf die Idee, sich mit dem Thema zu beschäftigen, kamen sie durch einen Zeitungsartikel. „Das Ende vom Sägewerk im Bett“ nannten Stella Zeymer und Judith Hinrichs (beide 14) von der EKS ihr Projekt zum Thema Arbeitswelt. Da es in vielen Schlafzimmern nachts zugeht wie in einem Sägewerk, wollten die beiden an dem Problem arbeiten und testeten hierzu verschiedene existierende Schnarchstopper – geplant war allerdings, einen eigenen Schnarchstopper zu entwickeln. Im Fachgebiet Technik ging es um die Stromerzeugung mittels einer mobilen Flussturbine bei dem Projekt von Daniel Dux (17), Florian Geister (17) und Michael Ewig (16) vom Lessing-Gymnasium Lampertheim. Das Projekt soll der Entwicklung einer portablen Turbine zum Laden diverser elektronischer Geräte wie Smartphones oder Tablets dienen – auch weit ab von einer elektrischen Energieversorgung. Dies kann beispielsweise bei einer Grillfeier am Fluss oder Aktivitäten in freier Natur hilfreich sein. „Wir haben mit Unterstützung eines befreundeten Maschinenbauers einen ersten Prototyp entwickelt, der nochmals verbessert wird – der zweite wird in den nächsten Wochen fertiggestellt“ erzählte Florian stolz. Ausführlich erklärte er gemeinsam mit seinen beiden Mitschülern den Interessenten die Bau- und Funktionsweise der entwickelten Turbine. Physik- und Mathematiklehrer Marco Knecht begleitete die Jugendlichen bei der Durchführung der Arbeiten.

    Zur anschließenden Preisverleihung waren zahlreiche Schüler, Lehrer und Gäste im Betriebsrestaurant erschienen. Dr. Helmut Prestel, Standortleiter der BASF Lampertheim, begrüßte auch die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Gottfried Störmer sowie Bürgermeister der benachbarten Städte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen Dr. Michael Meister, Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht, Landrat im Kreis Bergstraße Christian Engelhardt, Europaabgeordneter Michael Gahler sowie Vertreter der ortsansässigen Parteien. Auch die Mitglieder der Experten-Jury aus den Bereichen Wirtschaft und Bildung sowie Veranstaltungs-Organisatoren wohnten der offiziellen Preisverleihung bei. Dr. Prestel zeigte sich beeindruckt vom kreativen Potential und dem Forschergeist der jungen Naturwissenschaftler. Dr. Margit Kanuer vom Zentrum für Chemie in Bensheim, gleichzeitig Wettbewerbsleiterin, moderierte die Preisverleihung – als Patenbeauftragte fungierte Claudia Bunk von der BASF. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band 'A-Five' der Lampertheimer Musikschule. „Jeder Teilnehmer ist hier ein Gewinner – die Preisverleihung ist nur die 'Spitze des Eisbergs'“ erwähnte Dr. Meister und freute sich über die vorhandene Neugier der Jungforscher. Die Regionalsieger Hessen / Bergstraße qualifizieren sich gleichzeitig für die Teilnahme am Landeswettbewerb. Zudem erhielten sie Sach- und Geldpreise sowie die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren. Aus der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ wurde ein Projekt aus dem Bereich Mathematik / Informatik ausgewählt, das neben den Regionalsiegern ebenfalls am Landeswettbewerb teilnehmen wird: „SmartSaufhausHome“ von David Saufhaus vom Gymnasium Michelstadt. Die Erich-Käster-Schule Bürstadt war mit zahlreichen Projekten vertreten und wurde mit dem 'Schulpreis 2016' ausgezeichnet. Für den „Stadtplan zur schnelleren und leichten Orientierung für neue Bürger“, speziell für Flüchtlinge entwickelt, erhielt Adrian Schnellbächer (13) von der EKS in der Sparte „Schüler experimentieren“ den ersten Platz. In der gleichen Sparte wurden Anton Schwarz und Fritz Tiemann (beide 14) vom Schuldorf Bergstraße mit den Sonderpreis im Fach Chemie von der BASF ausgezeichnet.

    Ruben Wiedemann und Marius Weber von der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt erzielten den 3. Platz im Fach Chemie bei "Jugend forscht" mit ihrem Projekt "Problemabfall Kunststoff: Sind Mehlwürmer und Co. die Lösung des Problems". Foto: Sigrid Samson


    Erstplatzierte „Jugend forscht“ waren: 

    Fach Biologie: „Wasserlinsen als Düngemittel-Recycler“ - Johann Liebeton und Leon Werner von der Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim

    Fach Chemie: „Warum detonieren Alkalimetalle?“ - Elias Chalwatzis, TU Darmstadt, Christian Brudy, Daniel Crusius, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,

    Fach Physik: „... und es dreht sich doch! Das Radiometer und dessen Beeinflussung“ - Alina Zubrod, Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim,

    Fach Technik: „Stromerzeugung aus Abwärme“ - Theresa Huntemann, Vicky Schneider, Liebfrauenschule Bensheim.

    Der Landeswettbewerb findet am 12. und 13. April 2016 bei Merck KGaA in Darmstadt statt. Dort können sich die Nachwuchsforscher für das 51. Bundesfinale von „Jugend forscht“ qualifizieren.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter www.jugend-forscht.de. Sigrid Samson

     

     

     

     

     

     

     
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