Mo., 22. Februar 2016, 10:29 Uhr
Nachwuchspolitiker mit zahlreichen Kandidaten und Ideen auf SPD-Listen im Ried vertreten
Jusos stellen Programm vor
RIED – „Wir wollen nicht unsere Eltern wählen“ heißt ein 2013 erschienenes Buch der Autorin Hannah Beitzer. Dass dies kein Wähler am 6. März, dem Tag der Kommunalwahl tun muss zeigt sich beim Blick in die Kandidatenliste verschiedener Parteien. Auch auf der SPD-Liste kandidieren acht Mitglieder unter 35 Jahren. Noch dazu stellt die SPD mit Marius Schmidt den jüngsten Spitzenkandidaten aller sozialdemokratischen Listen in ganz Hessen.
Alle jungen Sozialdemokraten haben sich für ihre ersten Jahre im Kommunalparlament viel vorgenommen und eigene Ziele formuliert, die sie umsetzen wollen, insofern sie in Verantwortung kommen.
Der jüngste Kandidat im Feld der 13 Kandidaten ist Maximilian Rühl aus Hofheim auf Platz 11. Ihm liegt der öffentliche Personennahverkehr am Herzen: „Gerade abends und am Wochenende ist ein guter Takt in umliegende Städte auch jenseits der Landesgrenze wichtig. Bei größeren Events wie Kerwe oder Spargelfest muss der Nachtshuttle der Stadt unbedingt erhalten bleiben.“
Saskia Kern ist ehrenamtlich vor allem in der Fastnacht beim C C Rot-Weiß aktiv. Sie kandidiert auf Platz 16. „Ohne das Ehrenamt und Vereine wäre unsere Stadt arm dran. Daher muss die Vereinsförderung auf hohem Niveau erhalten werden. Hilfe für Vereine beginnt schon bei Hilfestellung für die Vereinsförderpreise“, meint die 22-Jährige.
Für Lara Strubel ist Lampertheim seit Kindesbeinen Heimat. Sie vermisst vor allem „eine Innenstadt mit Erlebnischarakter“. Darum möchte sie WLAN-Hotspots und mehr Treffpunkte für junge Menschen ausweisen: „Außerdem sind mir die Leerstände ein Dorn im Auge“, meint sie.
Philipp Ofenloch kandidiert auf Platz 8 zusammen mit Andre Büssow, Jonas Friedle und Patrick Horn auf der Bürstädter Liste. Sie haben für das Ried unter anderem die Ausweisung von mehr Jugendtreffplätzen auf der Agenda: „Wir möchten daher den Freizeitkicker in Bürstadt aufwerten“, meinen sie.
Auch Marius Schmidt, Vorsitzender der Jusos Ried, hat die Stadtentwicklung im Blick: „Um unsere Innenstädte gerade in Lampertheim endlich zu beleben brauchen wir zunächst Wohnraum, damit Menschen in der Nähe der Innenstadt wohnen und die dortigen Angebote nutzen. Daher fordern wir Jusos für junge Familien den zügigen Angang des Baugebietes Gleisdreieck in Lampertheim und auch eine Initiative für den studentischen Wohnungsbau, schließlich liegen die Riedgemeinden nur wenige Minuten von Mannheim entfernt. Wenn der S-Bahn-Anschluss endlich Realität wird, dürfte der Weg nach Mannheim noch besser sein. Dies müssen wir mit günstigen Bauplätzen für Investoren nutzen.“ zg