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  • Do., 15. September 2016, 10:04 Uhr
    Delegierte aus dem Ried bei Protestaktion in Mainz

    KAB–Diözesantag gegen Freihandelsabkommen

    Die KAB-Protestaktion gegen TTIP und CETA in Mainz: Alle Delegierten der KAB aus Bürstadt, Biblis, Gernsheim und Heppenheim schlossen sich an. Hinter dem angeblichen Freihandelsabkommen wird eher ein Knebelungsvertrag zur Sicherung zweifelhafter Wirtschaftsinteressen und zur Zerstörung sozialer Strukturen vermutet. Foto: oh


    BIBLIS - Zum Mainzer KAB–Diözesantages 2016 im Mainzer „Haus am Dom“ waren am Wochenende auch die Vertreter des Bezirks Bergstraße angereist. Die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) ist nach den Gewerkschaften die größte Arbeitnehmervereinigung in Deutschland. „Fair teilen, statt sozial zu spalten“ stand im Mittelpunkt das Grundsatzreferates des Diözesantages von Dr. Michael Schäfers vom KAB Bundesvorstand. „Neue soziale Marktwirtschaft“ sei erforderlich um Wachstum zur Sicherung eines nachhaltigen Wohlstands zu erreichen. „Menschenwürdige Arbeit muss am Ende der Wachstumswirtschaft stehen“, lautete dann auch die Forderung des Leitantrags zum 13. Diözesantag. Darauf aufbauend, wurden drei weitere Anträge, „Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung“, „Förderung im Bildungswesen und am Arbeitsmarkt“ und “Stoppt CETA / TTIP“ von den Delegierten einmütig angenommen. Entsprechend der Forderungen aus Sicht Katholischer Soziallehre und den Sozialenzykliken lehnten die Delegierten nicht nur die Freihandelsabkommen CETA und TTIP ab, sondern zeigten nachmittags bei der Demonstration gegen CETA und TTIP in Mainz Flagge. Diese Art der Wirtschaft tötet“, unterstrich hierbei Hans Peter Greiner, der wiedergewählte Vorsitzende des Diözesanverbandes, bei der gemeinsamen Protestaktion gegen die sogenannten „Freihandelsabkommen“ im Schatten des Mainzer Domes. Diese Aktion war von DGB, Bund, KAB und mehr als 20 weiteren Verbänden organisiert. Gleichzeitig wurde zur großen Protestdemo am Samstag, 17. September bei der Alten Frankfurter Oper aufgerufen. Mit TTIP drohe Sozialabbau, Abbau von Umwelt- und Sicherheitsbedingungen. Eine „Scheinjustiz“ abseits aller demokratischen Überwachungen werde dafür aufgebaut und zur Sicherung zweifelhafter materieller Interessen und Strukturen am Finanzmarkt missbräuchlich aufgebaut. Ziel müsse gemeinsame Betrachtung und Bewertung von Ökonomie, Ökologie und Sozialverträglichkeit sein. Nachhaltig leben, arbeiten und gut wirtschaften, könne langfristig zu mehr Gerechtigkeit für alle führen als zweifelhafte Freihandelsverträge. zg

     

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