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  • Mo., 27. August 2018, 14:17 Uhr
    Rock am See 2018 mit den MIL Rock Allstars und Special Guest heizte ein

    Kalt die Nacht - heiß die Musik 

    „Rock am See“ mit den MIL Rock Allstars fand am Samstagabend zum siebten Mal in den Biedensandbädern statt – ein Open-Air-Konzert mit großer Anziehungskraft mitten in der Natur. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Was für ein Glück – bei „Rock am See 2018“ stimmte alles – Musik, die keinen kalt ließ, kein Regen, aber ein strahlender Vollmond und Sterne über den Biedensandbädern. Bei unter zwanzig Grad Lufttemperatur war am Samstagabend viel Platz nach oben für die Wirkung heißer Rock-Rhythmen aus mehreren Jahrzehnten. Den Temperatursturz nahmen die geschätzt 450 Konzertbesucher gelassen mit dicken Jacken und Pullovern. Die MIL Rock Allstars von der Musiker-Initiative Lampertheim hatten sich unter dem Motto „Back to The Roots“ auf die gitarrenriff- heftigen, schlagzeugstarken und gesangsgewaltigen Wurzeln der Rockmusik und des Hard-Rock besonnen wie sie von Deep Purple, Led Zeppelin, AC/DC oder Queen in Erinnerung sind. Barbara Boll (Gesang) und Matthias Klöpsch (Gitarre und Gesang) hatten als Projektverantwortliche das Open-Air-Konzert eigenständig organisiert, unterstützt von „cultur communal“ der Stadt Lampertheim. Mit Patrick Embach (Keyboard und Gesang), Patrick Schneller am Schlagzeug, Dietrich Bechtel am Bass und der Mannheimer Gastsängerin Melanie Haag war die Besetzung diesmal reduzierter als gewohnt, doch Barbara Boll hatte eine Botschaft für das Publikum: „Das wird großes Kino“.  Bei drei Sets hatte das Publikum auf der großen Wiese am Badesee bis Mitternacht Zeit, sich zu heiß zu hüpfen und zu tanzen oder sich von den 24 Coversongs entspannt sitzend mitreißen zu lassen. Immer wieder war das Publikum zu Sonderaktionen aufgefordert, die es mit Begeisterung absolvierte. „Olé, Olé!“ – der Ruf der MIL Rock Allstars fand seinen gereimten Widerhall auf der Wiese mit „Rock am See“. Auch die Anregung von Barbara Boll, mit den Händen Richtung Himmel zu  tanzen nahm das Publikum gerne an. Auf die Nähe zu ihren Fans kommt es der Band an, am liebsten ganz dicht vor der Bühne, einen Wunsch, dem die vorderen Reihen umgehend entsprachen. Auch beim Applaus für die Rockstars bewies das bestens gestimmte Publikum seine Nähe zur Band. Zum Aufwärmen hätten die Konzertbesucher im 26 Grad warmen Wasser im Nichtschwimmerbecken plantschen können, viel lieber relaxte man dicht gedrängt, im Sitzen und Stehen, vor der Bühne. Mit „Relax“ der britischen Band Frankie Goes to Hollywood aus dem Jahr 1983 schuf Solosängerin Barbara Boll einen stimmungsvoll entspannten Einstieg in das Konzert, das die Coversongs mit der eigenen authentischen Note und viel Temperament verband. Bunte Lichtkaskaden und magische Lichteffekte gaben der Musik den schönen optischen Rahmen.

    Beim Konzert unter dem Motto „Back to The Roots“ heizten die MIL Rock Allstars  dem Publikum mit klassischem Rock ein (von links: Barbara Boll, Dietrich Bechtel und Melanie Haag). Foto: Hannelore Nowacki


    Matthias Klöpsch ergriff eine seiner vier mitgebrachten Gitarren und bewies Stimmstärke bei „Basket Case“ von der amerikanischen Punk-Rock-Band Green Day. Melanie Haag, die schon öfter bei „Rock am See“ auftrat, begeisterte mit dem Song „Rock’n Roll Gipsy“, ein Hit der amerikanischen Sängerin Helen Schneider aus dem Jahr 1981. Vor neun Jahren brachte Robbie Williams den Song „Hot Fudge“ heraus, den Patrick Embach (Keyboard und Gesang) eindrucksvoll interpretierte. „Waterloo“, das  Erfolgsstück von ABBA, auf der Setliste der MIL Rock Allstars? Aber ja doch, rockig gespielt und gesungen, dass es eine Freude war – vom Original in der Klangausbeute um Welten vollmundiger. Keine Sorge also vor Kritik aus dem Netz. Abwechslungsreich ging es weiter und weiter auf der Bühne, mit den Songs „Maniac“ und „Wild Boys“ bis hin zu „Child in Time“ und „Timewarp“ im dritten Set, der mit „Comfortably Numb“ von Pink Floyd abschloss.  Hannelore Nowacki

     

     

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