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Sa., 20. Dezember 2014, 22:36 Uhr
Erleichterung und große Freude bei der Tafel Bürstadt
Kaltmiete ist gesichert, die Tafelarbeit geht weiter
Große Freude bei den Ehrenamtlichen sowie den Verantwortlichen der Tafel Bürstadt: die Tafelarbeit geht weiter, die Kaltmiete ist dank der großzügigen Spenden der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, der Firma GS Wärmesysteme sowie der Firma Furniture GmbH gesichert. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Von einem kleinen Weihnachtswunder sprach Tafel-Koordinator Hans Seydel am Freitagmittag im Rahmen eines Pressegespräches, denn der Fortbestand der Tafel Bürstadt war aufgrund der hohen zu stemmenden Kosten bis zum dritten Advent alles andere als gesichert. „Das hat wirklich viele Nerven gekostet, bis vor einer Woche war nicht klar, ob es weitergeht“, berichtete Seydel. „In Deutschland gibt es über 900 Tafeln. Hier in Bürstadt werden 332 Menschen betreut - Tendenz steigend - und ein Drittel davon sind Kinder. Hier ist jede Anstrengung gut investiert“, betonte der Tafel-Koordinator. Ursächlich für das finanzielle Minus sind die erheblichen Kosten, die die Tafel regelmäßig aufbringen muss. Raummiete, Energie, Wasser, Benzin, Versicherungsprämien und Verwaltungskosten bringen einen beachtlichen Betrag zusammen, der aus Spenden finanziert werden muss. Auch die Stadt Bürstadt unterstützt die Tafel mit einem Betrag von 6000 Euro im Jahr. Da die Tafel allerdings dennoch aus Mitteln des Diakonischen Werkes Bergstraße mit jährlich 32.000 Euro gefördert werden musste, sah sich das Diakonische Werk bereits zu Jahresbeginn außerstande, die Tafel weiterzuführen. Hintergrund dafür waren sowohl eine veränderte Kostensituation für Energie, Entsorgung, aber auch hohe Mietkosten sowie nicht ausreichende Spenden für die Tafelarbeit in Bürstadt. Nachdem die Suche nach neuen Räumlichkeiten lange Zeit erfolglos war, liegen nun zwei Angebote vor, die derzeit geprüft werden. Außerdem steht Anfang Januar ein weiteres Gespräch mit dem derzeitigen Vermieter an, bei dem nach Möglichkeiten einer Kostensenkung gesucht werden soll, wie die kommissarische Leiterin des Diakonischen Werkes Bergstraße Ursula Thiels mitteilte. Auch die Suche nach Spendern war Dank des großen persönlichen Engagements von Bürgermeisterin Barbara Schader erfolgreich. Mehrere Unternehmen fanden sich, die durch ihre Spenden den Fortbestand der Tafel sichern. Dank der großzügigen Spenden der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, der Firma GS Wärmesysteme sowie der Firma Furniture GmbH wird das Diakonische Werk selbst nur noch rund 5.000 Euro jährlich in die Tafelarbeit in Bürstadt einbringen müssen. Ein dickes Lob und Dankeschön galt selbstverständlich auch den „Hauptsponsoren“, den Ehrenamtlichen, die viele hunderte Stunden freiwillige Arbeit leisten. Eva Wiegand
Info: Die Tafel Bürstadt ist weiterhin auf Spenden angewiesen und freut sich auch über kleine regelmäßige Spenden!