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  • Do., 05. März 2015, 11:23 Uhr
    Die Grünen schauen auf die Kommunalwahl 2016 und wollen Bürstadt gestalten

    Kandidaten und Mitglieder dringend gesucht

    Die Grünen in Bürstadt brauchen dringend Verstärkung – gesucht werden Kandidaten und Mitglieder, die kein Mandat anstreben, aber sich in grüne Themen ihrer Wahl einarbeiten. Bei ihrem Bilanz-Pressegespräch im „Kuhstall“ des „Ratskellers“ machten die Fraktionsmitglieder Senay Sarica, Mutlu Dogan, Marcus Uhrig, Uwe Metzner (Fraktionsvorsitzender) und Erhard Renz deutlich, dass die Kommunalwahl 2016 den Grünen wieder einen Erfolg im guten zweistelligen Bereich bringen soll. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Wie geht es weiter, wenn ja, wie? Mit diesen Worten leitete Uwe Metzner das Pressegespräch ein, zu dem der Ortsverband der Grünen am Mittwochabend in den „Ratskeller“ eingeladen hatte. Noch ein Jahr, dann sind in Hessen Kommunalwahlen. Vor vier Jahren hatten die Grünen in Bürstadt mit 19 Prozent der Stimmen einen fulminanten Wahlerfolg feiern können. Neben dem Fraktionsvorsitzenden Uwe Metzner waren die Fraktionsmitglieder Mutlu Dogan, Erhard Renz, Senay Sarica und Marcus Uhrig anwesend. Rainer Uhrig und Magistratsmitglied Holger Halkenhäuser waren verhindert. Die Bilanz der Grünen-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung stellte Metzner als erfolgreich vor, wenngleich er den Mehrheitsparteien vorwarf, Anträge und Anliegen der Grünen aus sachfremdem Gründen zu blockieren oder auch nicht ernst zu nehmen. Diese Bilanz zeige, „wie wichtig Grüne Politik von Grünen und nicht Grün angehauchte Politik von Schwarz notwendig ist“. Die Grünen bemängeln, dass der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Gehwegparken seit 2011 nur zögerlich umgesetzt werde – pro Jahr nur in einer Straße. Der Beschluss von 2011 für einen Dachunterstand  auf dem Freizeitkickergelände sei nicht umgesetzt. Obwohl der Haupt- und Finanzausschuss vor fast vier Jahren einstimmig der Entwicklung eines Beschwerdemanagements zugestimmt habe, sei die Verwaltung nicht tätig geworden, sondern habe nur einmal anstatt jährlich eine Statistik erstellt. Die Bebauung eines Spielplatzes hätten die Grünen verhindert, nun werde daraus sogar ein „Leuchtturmspielplatz“. Der Grünen-Antrag vom Februar 2013, bei Neubauten die Dachausrichtung für die effiziente Fotovoltaiknutzung vorzuschreiben, sei abgelehnt worden. So werde die Energiewende von CDU und FDP blockiert. Ebenfalls als Neinsager-Parteien hätten sie sich 2014 auch in der Stadtverordnetenversammlung gegen die Resolution zum Bundesbergbaugesetz gewandt, die im Ausschuss mehrheitlich beschlossen worden war. Das heiße, CDU und FDP seien für die Erdölförderung in Bürstadt. Der aktuelle Kräfteschwund ergab sich vor allem durch Umzug nach dem Studium und aus beruflichen Gründen. Derzeit sind die Grünen noch sieben, wenn Sarica kürzer tritt und Marcus Uhrig wegzieht, bleiben nur fünf Grüne übrig. Zu wenig, um überhaupt in den Wahlkampf  gehen zu können, wie Metzner feststellte. Vor vier Jahren hätten die Grünen bei Null angefangen.

    Mit gestärkter Mannschaft wollen die Grünen in den Wahlkampf gehen. „Wir brauchen 11 Leute auf der Liste und auch Leute für Zuarbeiten sind wichtig“, erklärte Renz, „jeder, der neu einsteigt, kann sein grünes Thema aussuchen und sich einarbeiten“.  In der Demokratie sei Mitbestimmung und Engagement gefordert. Wer Interesse hat, bei der Kommunalwahl zu kandidieren (nur mit Wohnsitz in Bürstadt) oder sich als Mitglied mit grünen Themen einzubringen, kann sich bei Uwe Metzner (telefonisch: 06245/5122 oder E-Mail: uwemetzner@arcor.de) und Erhard Renz (telefonisch: 06206/8800) melden. Jung und Alt, besonders auch Frauen sind den Grünen willkommen. Ein erstes Treffen findet am 18. März um 19 Uhr in der Gaststätte „Ratskeller“ im Nebenraum „Kuhstall“ statt. Die Arbeit in der Opposition ist nicht einfach, wie im Pressegespräch deutlich wurde. Aber Metzner hat für die Grünen ein Ziel im Blick: „Wir wollen Bürstadt gestalten“. Renz stellt sich vor, dass nach der Wahl mit wechselnden Mehrheiten gearbeitet werden könnte, dass es zu einem Wettbewerb der besten Ideen im Stadtparlament kommt. Der schwarz-gelben Mehrheit soll mit einem guten zweistelligen Ergebnis der Grünen begegnet werden. Das haben sich die Grünen vorgenommen und sehen in Bürstadt eine gute Basis dafür. Hannelore Nowacki

     

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