9. CDU-Frauenfrühstück – Gemütlichkeit im Zeichen der Kommunalwahl
Kandidatinnen stellten ihre Schwerpunkte vor
Beim CDU-Frauenfrühstück stellten einige CDU-Kandidatinnen für die Stadtverordnetenversammlung ihre politischen Schwerpunkte vor: Christine Eberle (von links), Kirstin Garb, Janina Winkler, Ursula Cornelius, Ines Knecht und Magdalena Bohrer. Als Kandidatin für den Kreistag warb Bürgermeisterin Barbara Schader (3. von links) dafür, das Stimmrecht wahrzunehmen. Im Bild: Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Ausverkauftes Haus – das freute die CDU-Frauen. Im Festsaal des Historischen Rathauses fand am Samstagvormittag das 9. CDU-Frauenfrühstück statt, eine heitere Veranstaltung mit politischen Themen. Die Sonne zeigte sich nicht, aber das fiel in dieser freundlichen Umgebung gar nicht auf. Diesmal waren die Frauen unter sich, die Herren blieben vor der Tür, ganz freiwillig und bestens gelaunt. Alexander Bauer, Vorsitzender der Christdemokraten in Bürstadt, begrüßte die Gäste und nahm ihnen charmant die Garderobe ab, Jürgen Eberle führte die Gästeliste. Beide sind Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung wie die sechs Kandidatinnen, die sich den 60 Zuhörerinnen nach dem üppigen Frühstücksbüffet mit ihren politischen Schwerpunkten vorstellten. Nur wer angemeldet war und sieben Euro Kostenbeitrag bezahlt hatte, fand Einlass, denn mehr als 60 Stühle fanden nicht Platz. Gehaltvolle Information war geboten, die anschließend in Tischgesprächen vertieft werden konnte. Die persönliche Begegnung, das politische Gespräch in zwangloser Atmosphäre gehört zum CDU-Frauenfrühstück traditionell dazu. „Wer nicht genießt, wird ungenießbar“ meinte Christine Eberle, stellvertretende Parteivorsitzende, mit Blick auf die Fastenzeit und begrüßte die Gäste im Namen des CDU-Stadtverbandes. Am 6. März bei der Kommunalwahl entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die zukünftige Zusammensetzung der Parlamente und des Kreistages, weshalb das CDU-Frauenfrühstück thematisch im Zeichen des Kommunalwahlkampfs stand. Bürgermeisterin Barbara Schader stellte ihre Ziele als Kandidatin für den Kreistag vor, der unter anderem über die Schulsanierungen und den Öffentlichen Personennahverkehr entscheidet. Die CDU wolle in Bürstadt wieder stärkste Kraft werden und im Parlament eine stabile Mehrheit für ihre Zukunftsideen bekommen, kündigte die stellvertretende Parteivorsitzende an. „Nur so“ könne die CDU auch die Arbeit der Bürgermeisterin unterstützen. Christine Eberle nannte eine familienfreundliche Stadt mit Zukunft als Ziel, Jung und Alt sollen hier gerne wohnen. Sie möchte berufstätigen Eltern weiterhin eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung für alle Altersklassen bieten. Wichtig sind ihr ein barrierefreier Bahnhof, gute Freizeiteinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten. „Was wäre Bürstadt ohne seine Vereine“ – in der kommenden Wahlperiode will Eberle die Stärkung des Ehrenamtes fortführen und die freizeitsportliche Infrastruktur stärken. Ines Knecht hat sich Ziele für Wirtschaft, Bahnhof, Verkehr und Infrastruktur gesetzt.
Nach dem Frühstücksgenuss kamen zahlreiche politische Themen auf den Tisch, die mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen wurden. Foto: Hannelore Nowacki
Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen und attraktive Standortbedingungen für ansiedlungswillige Unternehmen will sie unterstützen. Das Radwegenetz solle ausgebaut und der Stadtbus weitergeführt werden, weiterhin sollen die Parkplätze kostenlos sein. Magdalena Bohrer, 18-jährige Studentin und Mitglied der Jungen Union, will sich für die Jugend stark machen und spricht sich für den W-Lan-Ausbau aus, den Erhalt des Freizeitkickergeländes und die Sicherheit am Bahnhof, für die jedoch alle Altersklassen dankbar wären. Den Jugendrat und die Vereinsbindung will sie stärken. Ursula Cornelius und Janina Winkler wollen die Zukunft von Bobstadt mitgestalten, wobei ihnen Orte der Begegnung wie das Alte Rathaus wichtig sind. Die Lebensqualität soll durch den Breitbandausbau und Wohnraum für Familien und Senioren verbessert werden. Kirstin Garb, seit drei Jahren Ortsvorsteherin in Riedrode, will dafür sorgen, dass bei einem Ausbau der B 47 an Schallschutz gedacht wird, das in die Jahre gekommene Bürgerhaus brauche Auffrischung. Beantragt sei bereits die Prüfung für ein neues Baugebiet. Bürgermeisterin Schader machte deutlich, wie wichtig es sei, im Kreistag die Stimme für Bürstadt zu erheben. Auch beim Ausbau und Foyer der kreiseigenen Sporthalle in Bobstadt komme es auf das Zusammenspiel der Stadt mit dem Kreis an. Bei der Wahl gehe es um „Demokratie par excellence“. Im Anschluss waren die Kandidatinnen gefragte Gesprächspartnerinnen an den Tischen. Hannelore Nowacki