
LAMPERTHEIM – Um 10 am Samstagvormittag begrüßte die Vorsitzende Ulrike Bert vom Kanu-Club Lampertheim (KCL) nicht nur die eingetroffenen Personen, sondern auch fünf neue Boote, die zur Taufe bereit standen. Die Namen der Boote wurden unter den Vorschlägen aus den Reihen der aktiven Sportler und Trainer ausgewählt. Traditionell wurde mit einem Schluck Sekt auf den Bug getauft.
Bürgermeister Scholl taufte den Schülervierer, ein Mannschaftsboot für die jüngeren Paddler im Alter von etwa sechs bis elf Jahren auf den Namen „Traumschiff“. Das Ganze verbunden mit dem Wunsch immer genügend Wasser unter dem Kiel zu haben. Er schloss sich den Worten der Vorsitzenden an und betonte die Wichtigkeit in die Kinder und Jugendlichen zu investieren, eine Investition in die Zukunft. Neben Technik und Durchhaltevermögen werden im Mannschaftstraining auch Teamgeist, Kooperation und die Abstimmung untereinander gefördert. Der Vierer ist zugelassen für Wettkämpfe, so dass das Training durch die Teilnahme an Regatten bereits bei den Schülern komplettiert wird.
Die beiden Rennboote erhielten die Namen „Piccolino“ und „Blizzard“. Deren Taufe vollzogen die noch amtierende Spargelkönigin Nadine III. und der Fachbereichsleiter Dirk Eichenauer. Beide Boote werden den Leistungsathleten im Verein zu Gute kommen. Die beiden Einer nach neustem Stand bieten den Athleten bessere Kraftübertragung, Steuerung und auch Reaktionsfähigkeit im Wettkampf. Mit dem neuen Material wird die Bootsflotte qualitativ aufgewertet und damit auch die Trainingsqualität erhöht. Der Ansporn der Athleten Leistung zu erbringen erhöht in Kombination mit dem Material auch die Chance auf podiumsreiche Erfolge bei den Regatten.
Zwei Parakanus wurden getauft auf die Namen „Ingo“ und „Heiner Handkäs“. Die Namen wurden von aktiven Sportlern im Bereich des Inklusionssports ausgewählt. Beide Paraboote sind ebenfalls für nationale Wettkämpfe bis hin zu den Deutschen Meisterschaften zugelassen. Erste Erfolge haben die Parakanuten des Vereins bereits im letzten Jahr eingefahren. Sie sind mittlerweile fester Bestandteil der Mannschaft und benötigen daher auch entsprechendes Bootsmaterial. Getauft wurde „Ingo“ von Martin Hilsheimer gemeinsam mit seinem Vater Marcus. „Heiner Handkäs“ wurde von Kai Freiburg gemeinsam mit seinem Vater Lorenz getauft. Insgesamt betont die Vorsitzende, dass der Rennsport als Leistungssport nach wie vor im Zentrum des Kanu-Clubs steht, dieser jedoch ergänzt werden konnte durch Inklusion im Leistungssport. Beide Paraboote stehen daher für Gleichberechtigung, Chancengleichheit, Vielfalt und vor allem Gemeinschaft. Für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft sind nun die Voraussetzungen geschaffen.
Das herzliche offene Miteinander im Verein war bei der Veranstaltung einmal mehr zu spüren. Sport verbindet über Grenzen hinweg. zg
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