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  • Fr., 04. August 2017, 10:10 Uhr
    Bürgermeisterin Barbara Schader nimmt Stellung zur Versetzung von Frank Herbert

    Keine Details in Personalangelegenheit

    BÜRSTADT – Die Versetzung von Frank Herbert hat Wellen geschlagen - viele Leserbriefe wurden geschrieben, es gab Presseanfragen an die Bürgermeisterin und nun veröffentlichte die SPD-Fraktion ihre Stellungnahme zum „Fall Frank Herbert“. Kurzfristig hatte Bürgermeisterin Barbara Schader am Donnerstagabend zu einem Pressegespräch ins Rathaus eingeladen, um gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Walter Wiedemann zur Personalie Frank Herbert Stellung zu nehmen. Aus bislang öffentlich nicht bekannten Gründen wurde er ins Bauverwaltungsamt versetzt und ist somit nicht mehr im Kulturbereich tätig. Der TIP hatte bereits bei Bürgermeisterin Schader nachgefragt und über ihre telefonische Stellungnahme berichtet. Nun sind auch beim Pressegespräch keine wesentlichen Informationen für die Öffentlichkeit hinzugekommen. Den Ersten Stadtrat Wiedemann habe sie hinzugezogen, weil er die Stadtverwaltung schon viel länger kenne als sie selbst, erklärte Schader. „Personalverantwortung ist mit Vertraulichkeit verbunden, Datenschutz und Fürsorgepflicht gegenüber Mitarbeitern“ nannte Bürgermeisterin Schader als Gründe, „zum Schutz der Person keine Auskunft geben zu können“. Fest steht: „Es wird keine Auskunft kommen – mein Schutz gilt allen Mitarbeitern“. Allerdings gab Bürgermeisterin Schader Einblick, wie sie ihre Führungskultur im Rathaus versteht. Den Vorwurf der SPD-Fraktion, einen autoritären Führungsstil zu haben, wies sie zurück. Seit vier Jahren sei sie in der Verwaltung der Stadt Bürstadt mit aktuell mehr als 170 Mitarbeitern tätig. „Es ist ein System des Miteinanders, das sich permanent weiterentwickelt“, erklärte Schader und nannte in diesem Zusammenhang den Geschäftsverteilungsplan, die Neuregelungen bei Aufgaben und Strukturen. Diese Prozesse seien abgestimmt mit der Abteilungsleiterebene, seit vier Jahren eine permanente Fortentwicklung, keineswegs autoritäre Alleingänge. Jährliche Workshops zur Führungskultur und Teamarbeit mit professionellen Coaches begleiten diese systemischen Entwicklungen, erläuterte Schader. Wichtig sei ihr die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter, die Angebote mit Übungen zur Stressbewältigung erhalten. Die gelungene Teamarbeit mit Außenwirkung bei den Veranstaltungen zum 1250-jährigen Stadtjubiläum habe die SPD im Haupt- und Finanzausschuss ausdrücklich gelobt. Auch der Bevölkerung sei dies deutlich geworden. „Das war für mich eine Bestärkung, ich kann meinen Mitarbeitern nur dankbar sein“. Schaders Appell: „Alles ist nur möglich mit engagierten Mitarbeitern – dieser Ruf soll nicht geschädigt werden, das ist der Schatz“. Wenn jetzt ein schwerwiegender Vorwurf wie Mobbing in den Raum gestellt werde, schädige dies die Stadtverwaltung nach außen. Nichts werde verborgen, nichts unter die Decke gekehrt, es gehe darum, die Intimsphäre zu bewahren. „Die Kulturarbeit geht weiter“, betonte Schader, diese sei beim Kulturbeirat und wie bisher bei den Mitarbeitern im Ordnungsamt angesiedelt. „Die Vorwürfe halte ich aus, mehr ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu sagen“. Auf Nachfrage erklärte Schader, sie könne nicht bestätigen, dass es beim Arbeitsgericht „Großverfahren“ gebe. Erster Stadtrat Walter Wiedemann schickte seiner Stellungnahme voraus, dass der Kulturbeirat sei über 20 Jahren arbeite. „Mich ärgert etwas: Dass die Kulturarbeit in der Stadt Bürstadt auf eine Person bezogen wird – es waren sicherlich viele am Erfolg beteiligt“. In der nächsten Sitzung werde es um die konkreten Planungen 2019 gehen. Bereits die Veranstaltung mit Lars Reichow habe das Team gut über die Bühne gebracht, der Künstler wolle gerne wiederkommen. Als Vertreter der Bürgermeisterin habe er sehr viel mit Mitarbeiterin zu tun. „Sicher wäre mir das aufgefallen“, meinte Wiedemann zum Vorwurf des Mobbings. Dieser Vorwurf sei in den Raum geworfen worden. Bürgermeisterin Schader sagte abschließend: „Wir sind stolz, was die Mitarbeiter geleistet haben“. Hannelore Nowacki

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