
HOFHEIM – Am Feldrand im verlängerten Bibliser Weg war am frühen Montagabend die zweite Etappe mit dem ersten Treffpunkt der CDU-Sommertour. Über zwanzig Teilnehmer ließen sich von Ortsvorsteher Alexander Scholl, der auch Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament ist, über die Entwicklungsmöglichkeiten eines Neubaugebietes Im langen Gräbel informieren, eine beachtliche Fläche am verlängerten Bibliser Weg. Stadtverordnete, Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb, Magistratsmitglieder, Mitglieder und Anwohner waren gekommen.
Scholl erinnerte daran, dass man in Lampertheim schon 2006 der Meinung war, hier das nächste Neubaugebiet entwickeln zu wollen. Dass daraus nichts wurde, habe an der Grundstückssituation mit bestimmten Eigentumsverhältnissen gelegen. Viel einfacher schien die Erschließung von Rheinlüssen I bis IV, vor 15 Jahren beschlossen und im vergangenen Jahr mit Rheinlüssen IV fertiggestellt. Der ursprüngliche Wunsch sei sogar eine Bebauung von der Bahnhofstraße bis zum Übergang Wattenheimer Weg gewesen. In Lampertheim gebe es nur noch zwei größere Entwicklungsgebiete für den Wohnraumbau – Im langen Gräbel in Hofheim und im Gleisdreieck an der Ringstraße.
Angedacht gewesen sei auch die Fläche auf der anderen Seite des Bibliser Weges mit Blick Richtung Bahnhofstraße und Norma, auch hier blickt man auf Felder. Mit dem Bau der neuen Höchstspannungstrasse stehen allerdings die Chancen nicht gut, diese Gebiete in der ursprünglich geplanten Größe bebauen zu können, vor allem nach der gerichtlichen Niederlage der Stadt Lampertheim, die gegen bei der Trassenführung für eine Verschwenkung geklagt hatte.
Das Problem ist die gültige Abstandsregel von 400 Metern in Hessen von Höchstspannungsleitungen zu Neubaugebieten, wie Scholl darlegte – nur noch die Hälfte der Fläche könnte mit Ein-Familien-Häusern bebaut werden. Bei 200 Metern wie früher wäre die Lage weitaus günstiger. Scholl meinte, mit dem gesunden Menschenverstand sei nicht nachvollziehbar, dass im Neubaugebiet diese Regel gelte, aber die Bestandsbebauung wie im Rosenstock und Guldenweg nicht betroffen sei. Wie geht man damit um? Denkbar sei, die Flächen teilweise anzugehen oder die Pläne zu verwerfen. „Wir können letzten Endes nichts dagegen tun“, warf Stadtverordnetenvorsteher Korb ein, der auf einen weiteren Nachteil in Hessen hinwies, da hier keine Erdverkabelung gewährt wurde. Einen Lichtblick nannte Scholl hinsichtlich der Bauleitplanung, die bei der Stadt Lampertheim liege, in Verbindung mit einem neuen Regionalplan, der in Vorbereitung sei. Nun hofft Scholl, dass es bis zu einem Ergebnis nicht wieder zwanzig Jahre dauert.

Kunstrasenprojekt des FV Hofheim mit Flutlichtanlage
Der zweite Treffpunkt an diesem schönen Sommerabend war beim FV Hofheim auf dem Sportplatz, der im Sommer 2025 sein Kunstrasenprojekt samt neuer LED-Flutlichtanlage mit Gesamtkosten von rund 280.000 Euro umsetzen will. Wie Vorstandsmitglied Alexander Krämer erläuterte, gibt es Fördergelder von Land, Kreis und der Stadt Lampertheim, außerdem werden Eigenleistungen erbracht. Auch das reicht nicht, daher sind Spenden- und Beteiligungsaktionen geplant. Entschieden werde noch über die Länge der Halme und die Art des umweltfreundlichen Granulats, ob Kork, Maisschrot oder Olivenkerne.
Hannelore Nowacki
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