FEIERN: Die „Loambada Kerwe“ zieht mit Tradition und Kerwedorf, Künstlermarkt und verkaufsoffenem Sonntag in den Bann
Kerwe-Tradition wieder aufgenommen
Als die Kerweborscht mit Kranz und Musik vor dem Alten Rathaus eintrafen, tummelten sich die erwartungsvollen Kerwegäste schon auf dem Europaplatz. Foto: Nadine Schütz
LAMPERTHEIM – Außergewöhnlich pünktlich – Schlags 17 Uhr – trafen am Kerwesamstag die Kerweborscht mit dem rot-weiß geschmückten Kerwekranz am Alten Rathaus ein. Schon kurz darauf betraten Spargelkönigin Stella Svenja I., Oberkerweborscht Heinz „Clever“ Eichenauer und Bürgermeister Gottfried Störmer den Balkon. „Ehr liewe Leit un Kerwegäscht…“, schallte es höchst traditionell über die gespannt wartende Publikumsschaar auf dem Europaplatz. Doch diesmal wurden nicht nur die Besucherinnen und Besucher „vum Groddeloch zum Gaaßenescht“ begrüßt, denn Lampertheim ist schon lange über diese historischen Stadtgrenzen hinausgewachsen. Die Spargel-Hoheit forderte bei ihrer Ansprache auf: „Lasst’s richtig krachen!“ Beim Lauschen der Rede des Oberkerweborscht konnte man den Eindruck gewinnen, „Clever“ gehe in diesem Jahr besonders hart mit dem Rathauschef um, doch dieser konterte in seiner Ansprache gekonnt auf „Clevers“ Spitzen. Im Anschluss warteten traditionsgemäß Rosen und Freibier – und natürlich das Kerwedorf – auf die Menge.
Der Kerwesonntag bot mit dem bereits 33. Künstlermarkt auf dem Schillerplatz mit 20 Ausstellern und einem verkaufsoffenen Nachmittag in der Innenstadt eine entspannte Atmosphäre zum Bummeln. Der Künstlermarkt am Vormittag wurde durch Bürgermeister und Spargelkönigin eröffnet, die dem Publikum viel Spaß beim Rundgang und den Kunsthandwerkern gutes Gelingen wünschten. Über viele Besucher am Nachmittag im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags freute sich zum Beispiel Hans-Peter Horlé zusammen mit seiner Gattin und dem gesamten Team. Denn an Tagen wie solchen, so Horlé, ziehe es nicht nur Stammkunden in den Laden, sondern auch viele andere Einheimische und Interessierte aus der Umgebung. Man merke, dass es in die nächste Jahreszeit gehe, denn die Kunden interessierten sich für die Mode-Neuheiten mit den in mehrerlei Hinsicht anziehenden herbstlichen Jacken. „Wir freuen uns, wenn wir den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden können“, resümierte Horlé.
Das Kerwedorf zog das Publikum bei schönstem Sonnenschein auch am Montag noch einmal in seinen Bann; an jenem Tag jedoch in der bedauerlichen Voraussicht, dass dieses Fest am nächsten Tag schon wieder vorbei sein wird. Nadine Schütz