
LAMPERTHEIM – Kurz, interaktiv und alltagsnah: Unter dem Motto „KI and me“ hat das Lessing-Gymnasium Lampertheim (LGL) Mitte April eine Aktion zum Jugendmedienschutz für die 9. und 10. Jahrgangsstufe umgesetzt. Jede Klasse war jeweils eine Schulstunde vor Ort und arbeitete an mehreren kompakten Stationen – angeleitet von den Digitalen Helden der AG, engagierten Schülerinnen und Schülern der Klasse 10b sowie der Schülervertretung (SV). Verschiedene Stationen zum Thema „KI and me“ luden zum Entdecken ein. KI als Ratgeber oder Freund: Die Jugendlichen testeten, wie hilfreich Chatbots bei Schul- und Alltagsthemen sind, prüften Antworten und diskutierten, ob und wann menschlicher Rat Vorrang hat. KI als Liebespartner: Sensibel moderiert ging es um parasoziale Beziehungen, die in asiatischen Ländern bereits weit verbreitet sind. KI – wie viel steckt in unserem Alltag: Sprachmodelle verstehen, Deepfakes entlarven, Mensch vs. KI – wer trifft die richtige Entscheidung.
„Wenn Peers erklären und moderieren, ist die Aufmerksamkeit riesig“, sind sich die beiden verantwortlichen Lehrkräfte der Digitalen Helden, Frau Görlich und Frau Ulber, einig. „Die Digitalen Helden der AG und die Klasse 10b haben die Themen mit viel Fingerspitzengefühl vermittelt.“
SV im Dialog: KI im Schulalltag
Parallel informierte die Schülervertretung die Klassen 9 und 10 über die Bedeutung des richtigen Promptings sowie über mögliche Auswirkungen auf kognitive Prozesse. In einem offenen Austausch berichteten die Schülerinnen und Schüler von ihren bisherigen Erfahrungen mit KI. Anhand eines konkreten Beispiels reflektierten sie ihre eigenen Eingaben an KI-Systeme und optimierten diese gezielt. Mithilfe des RAKF-Modells (Rolle, Aufgabe, Konkretisierung, Format) erarbeiteten sie anschließend grundlegende Regeln für erfolgreiches Prompting.
In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass KI vor allem als unterstützendes Werkzeug sinnvoll ist. Einigkeit bestand darin, dass sie nicht lediglich als „Hausaufgaben-Macher“ dienen sollte, sondern vielmehr als Hilfe zum besseren Verständnis und eigenständigen Lernen.
Das Fazit: Die Kombination aus kurzer interaktiver Workshopdauer, praktischen Übungen und Peer‑Moderation wirkte. Eine starke Peer‑Education für mehr Medienkompetenz. zg
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