KRIPPE IN DER PFAFFENAU: Platz für 12 Kinder im Alter unter drei Jahren
Kinder ab einem Jahr in naturnaher Umgebung
Bei den „Glückskäferwichteln“ in der Pfaffenau werden bis zu 12 Krippenkinder von 1 bis 3 Jahren aufgenommen. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Die Kinderzahl wächst in Biblis, insbesondere für die ganz kleinen Kinder im Wickel- und Krabbelalter ist die Nachfrage groß. Mit der Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze hat die Gemeinde Biblis reagiert, zunächst mit einem naturnahen Standort in der Pfaffenau am Grillplatz in Modulbauweise. „Glückskäferwichtel“ heißt diese Außenstelle der Gemeindekindertagesstätte „Glückskäfer“ in Wattenheim, die Bürgermeister Volker Scheib und Kita-Leiterin Britta Spatz am Freitagabend im Rahmen einer Besichtigung Mitgliedern der Gemeindevertretung mit dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Konstantin Großmann und dem Kindergarten-Ausschuss vorstellten. Umrahmt von viel Grün mit schönen großen Bäumen und Vogelgezwitscher, steht den Kleinen eine Fläche von 180 Quadratmetern zur Verfügung und draußen lädt ein saftig grüner Rasen als Spielwiese zur Bewegung ein. Kein Rollrasen, betonte Bürgermeister Scheib, sondern von Bauhofmitarbeitern eingesät und gepflegt. Alles ist doppelt so groß wie vorgeschrieben, erklärte Scheib, damit sich die Kinder wohlfühlen und die Erzieherinnen zufrieden sind. Auch an der Qualität der Container, Ausstattung und Einrichtung sei nicht gespart worden, daher könnten die Module über zwei Jahre hinaus bis zu fünf Jahren genutzt werden, danach könnte die Gemeinde Biblis die Module erwerben. Bis ein neuer Krippenbau in etwa zwei Jahren fertig ist, wird die Außenstelle in der Pfaffenau die Krippenbetreuung nach einem ausgearbeiteten pädagogischen Konzept anbieten, das Kita-Leiterin Britta Spatz den Besuchern vorstellte. Ohne ihre Power und auch Ellbogen und den Bauhof wäre es nicht möglich gewesen, diese Einrichtung in so kurzer Zeit zu errichten, lobte Bürgermeister Scheib Britta Spatz und die weiteren Beteiligten. Großräumige Bewegungsmöglichkeit wird den Krippenkindern geboten, sie können experimentieren, spielen, bauen, Musik machen und Bilderbücher anschauen. Der Schlaf- und Ruheraum mit kuscheligen Bettchen, Kuschelecke und Gruppenraum sind nicht zu üppig eingerichtet, Spielzeug wartet auf spielbegeisterte Kinder – mit viel Raum für Bewegung. Für den täglichen Morgenkreis liegt ein hellgrüner kreisrunder Teppich im Gruppenraum. Auf den Stühlchen an den passenden niedrigen Tischchen können die Kleinen Platz nehmen und ihre Mahlzeit einnehmen. Das Essen wird über das Haupthaus bestellt und von einem Caterer geliefert, der bereits die anderen Einrichtungen beliefert. Stauraum für jedes Kind ist im Flur- und Garderobenbereich vorhanden. Im Sanitärbereich ist ein winziges WC mit rotem Polster installiert, dieWindelkinder haben einen geräumigen Bereich mit Wickeltisch, Kinderleiter, Duschwanne und Stauraum für jedes Kind zur Verfügung. Kleine Bildchen kennzeichnen Fächer, Schubladen und Haken. Für das gute Klima sorgen in jedem Raum Klimageräte und der Schallschutz an den Decken verhindert übermäßigen Lärm. Für die Betreuung der ganz Kleinen gebe es sehr viele Vorschriften, erklärte Britta Spatz den Besuchern, die sich von der neuen Krippe begeistert zeigten. Bei Ausflügen in die Umgebung mit dem sechssitzigen Kinderwagen werden die Kinder viel Nautur erleben und Pferde bestaunen können. Die Nachfrage sei groß und die Krippenplätze schon bis November belegt, teilte Kita-Leiterin Spatz mit. Die ersten beiden Kinder kommen am Montag zur Eingewöhnung nach dem Berliner Modell, weitere werden folgen. Bindung und Geborgenheit sei in diesem jungen Alter besonders wichtig. Zwei Erzieherinnen und eine Kinderpflegerin werden sich in der Zeit von 7 bis 17 Uhr um die Kinder kümmern, eine Anerkennungspraktikantin wird noch gesucht. Die Besucher durften die Krippenräume ohne Überschuhe betreten, weil die große Grundreinigung am Samstag noch bevorstand. Da die Kinder krabbeln und die Spielzeit häufig auf dem Boden verbringen, müsse dieser sauber sein, deshalb die Überzieher. Hannelore Nowacki
Gute Luft und viel Grün hat die Krippe „Glückskäferwichtel“ in ihrer Nachbarschaft. Foto: Hannelore Nowacki