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  • Fr., 08. November 2019, 08:46 Uhr
    Lichterzug dreier Einrichtungen will Zeichen gegen Zerstörung setzen

    Kinder möchten den Wald erhalten

    Die Zerschneidungsvarinate der ICE Neubautrasse würde große Waldflächen zerstören. Mit ihrem Lichterzug wollten die Kinder ein Zeichen gegen die Zerstörung des Waldes setzen. Foto: Eva Wiegand


    NEUSCHLOSS - „Ich geh mit meiner Laterne“ - und mit dem Wunsch, der Lampertheimer Wald möge vor der Zerstörung bewahrt werden – mit dieser Intension bewegte sich der Lichterzug am Mittwochabend am Waldrand in Neuschloss entlang. Drei Lampertheimer Einrichtungen, die Kindertagesstätte Neuschloß, der Waldkindergarten Fuchsbau und die Kinderkrippe Zwergenschloß wollten mir dem Lichterzug ein sichtbares Zeichen setzen. Denn die Sorgen und Ängste bezüglich der geplanten ICE Neubautrasse, die den Lampertheimer Wald in Neuschloss in der Zerschneidungsvariante mit einer 80 Meter breiten Schneise durchtrennen würde, sind längst auch im Kindergarten angekommen. „Die Kinder haben das Außenrum um die ICE Trasse mitbekommen dazu viele Fragen mit in den Kindergarten gebracht“, berichtete die Leiterin der städtischen Kindertagesstätte Neuschloss, Heike Heiß. Was passiert mit dem Wald? Wo wohnen dann die Tiere und was passiert mit den Waldtagen, die die Kinder so gerne durchführen? Diese Sorgen plagen den Nachwuchs, der viel Zeit im Wald verbringt. So sei die Idee entstanden, mit den Kindern der drei Einrichtungen einen Lichterzug zu organisieren und ein Zeichen für die Erhaltung des Waldes zu setzen. Bewusst habe man auf die Einbindung der BILA und der breiten Öffentlichkeit verzichtet, denn es sollte keine politische Veranstaltung werden. „Uns wurde auch schon vorgeworfen, dass wir die Kinder instrumentalisieren. Aber wir leben hier, gehen hier in den Wald. Für die Kinder ist das ein großes Thema“, so Heiß. Eines, das man nicht einfach unter den Teppich kehren kann. So sieht es auch Carola Bihal, sonst als Vorsitzende der Bürgerkammer unterwegs, an diesem Abend aber ausschließlich als Großmutter mit dem Enkelkind dabei. „Ich finde das eine gute Aktion“, meinte sie. Passend zum Thema hatten die Kinder vor dem Lichterzug auch drei Waldlieder vorbereitet und sangen von buntem Laub und Gräsern, Eichhörnchen und Vögeln. Schließlich machte sich die große Gruppe auf den Weg entlang des Waldrandes und endete in den jeweiligen Einrichtungen. Dort wartete ein kleiner Imbiss und Getränke auf die Teilnehmer. Der Erlös wird an den Waldkindergarten gespendet, der damit ein Echsenhabibat finanzieren will, vom dem alle Kita- und Krippenkinder profitieren. Eva Wiegand

     
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