EVANGELISCHE KIRCHE: Kirchenvorstandswahlen in Hüttenfeld und Neuschloß am 13. Juni
Kirchenvorstand vor großen Aufgaben
Pfarrer Höppner-Kopf appeliert an die Gemeinde, die Briefwahl zur Kirchenvorstandswahl am 13. Juni unbedingt wahrzunehmen. Foto: ehr
HÜTTENFELD/NEUSCHLOSS – Am 13. Juni diesen Jahres sind in den evangelischen Kirchengemeinden Kirchenvorstandswahlen. Sowohl in Neuschloß als auch in Hüttenfeld finden die Wahlen als allgemeine Briefwahl statt. In beiden Gemeinden sind zusätzlich am Wahltag von 14 bis 18 Uhr im Gemeinderaum bzw. im Nebenraum der Kirche Wahllokale eingerichtet. Ab 18 Uhr erfolgt dort die Stimmenauszählung. In Neuschloß stehen sechs Personen zur Wahl, vier davon können in den neuen Kirchenvorstand gewählt werden. Gewählt sind die Personen, die die meisten Stimmen erhalten.In Hüttenfeld stehen sieben Personen zur Wahl. Hier können sieben Personen gewählt werden. Wie das? Die Wahlordnung verlangt, dass eine „echte“ Wahl stattfinden muss. Das bedeutet, die Wähler sollen eine Auswahlmöglichkeit haben. In Neuschloß werden die vier Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt. In Hüttenfeld kann nur gewählt werden, wer eine Stimme mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen erhält. Beide Gemeinden haben die Möglichkeit, nach einem halben Jahr den Kirchenvorstand um ein Viertel zu erweitern und zwei weitere Personen in den Kirchenvorstand nachzuberufen. Die Briefwahlunterlagen mit Erläuterungen werden allen Gemeindegliedern zeitnah per Post zugehen.
Es warten viele Aufgaben auf die neuen Kirchenvorsteher, die ab dem 1. September 2021 im Amt sind und für sechsJahre die Geschicke der Gemeinde lenken sollen. Die baulichen Umbaumaßnahmen des Hüttenfelder Gemeindezentrums sind eine große Herausforderung. Verlorene Räumlichkeiten für die Gemeindegruppen und insbesondere auch für die florierende Jugendarbeit müssen gefunden werden, um die Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Aber auch in Neuschloss sind außergewöhnliche Projekte geplant. Außerdem muss jetzt schon daraufhingearbeitet werden, dass die Pfarrstelle Hüttenfeld/Neuschloss ab 2024 auf eine halbe Stelle reduziert wird. Hier müssen rechtzeitig die Weichen gestellt und die damit verbundene Zusammenarbeit mit anderen Kirchengemeinden intensiviert werden. Das 100-jährige Jubiläum der Gustav-Adolf-Kirche im Jahr 2025 fällt ebenfalls noch in die Legislaturperiode des neuen Kirchenvorstandes.
Trotz der fortschreitenden Kirchenaustritte und der Tatsache, dass einige der alten Kirchenvorsteher für eine weitere Periode nicht mehr gewonnen werden konnten, freut sich der neue Pfarrer Thomas Höppner-Kopf, genügend Kandidaten gefunden zu haben, um ein handlungsfähiges Gremium auf die Beine zu stellen. Höppner-Kopf hat in den wenigen Wochen seines Wirkens unter den schwierigen Umständen der Pandemie schon Einiges bewegt. Er hat mit vielen Menschen und Gruppen der Gemeinde gesprochen und neue Impulse setzen können.
Die Inhalte des Gemeindebriefes sollen beispielsweise nicht nur für die Gemeindeglieder, sondern für alle Bürger in Hüttenfeld sein, gleich welcher Kirche, oder ob sie überhaupt einer Kirche angehören. „Für mich ist Gemeinde nicht nur das, was sich rund um die Kirche abspielt. Gemeinde, das sind alle Menschen, die in Hüttenfeld oder Neuschloß leben“, so Höppner-Kopf.
Es herrscht Aufbruchstimmung in den beiden evangelischen Gemeinden, die sich in der Kirchenvorstandswahl widerspiegeln soll.
Höppner-Kopf fordert daher die evangelischen Christen zur Wahl auf: „Wählen Sie! Seien Sie evangelisch engagiert! Unterstützen Sie damit Ihre Kirchengemeinde und bringen Sie so auch Wertschätzung für die Kandidatinnen und Kandidaten zum Ausdruck!“ so sein Apell an die Gemeindeglieder in Hüttenfeld und Neuschloß. Wählen darf jedes Gemeindemitglied ab dem 14. Lebensjahr.
In Hüttenfeld stellen sich folgende Kandidaten zur Wahl (alphabetische Aufzählung): Heike Ehret, Lieselotta Ehret, Manuela Ehret, Pia Rendl, Dr. Sebastian Schulz, Ulrich Thomas und Birgit van Beek. Für die Johannesgemeinde Neuschloss: Adele Erlenkämper, Gertrud Lauven, Marilyn Menger, Thomas Mietzker, Alexandra Olbrich und Ruth Rupp. ehr