
LAMPERTHEIM – Düster war die Wetterprognose für den Dienstag. Aber in diesen Jahr scheinen die Lampertheimer Narren, allen voran die Organisatoren vom Carneval-Club Rot-Weiß, mit Gott Jokus im Bunde. Pünktlich ließ sich zur Mittagszeit die Sonnen blicken. Teils blauer Himmel trug bei Temperaturen um die 5 Grad dazu bei, dass weit über tausend Menschen die Zugstrecke von der Eugen-Schreiber-Straße bis Amtsgericht säumten. Laut Ordnungsamt und Polizei waren zwischen 5.000 und 6.000 Zuschauer gekommen, um mitzufeiern, wie Zugmarschall Thomas Blanck informierte. Ebenso habe die Umzugsparty auf dem Schillerplatz sehr viele Menschen angelockt, die gemeinsam ausgelassen und friedlich gefeiert haben, wie Blanck ergänzte.
Und der Lohn für die harte Arbeit des Orga-Teams und das Festhalten an der alten Umzugstradition: Der Hilferuf, sich am närrischen Lindwurm zu beteiligen, fand Gehör. Immerhin 33 Zugnummern zählte der Tross der Fußgruppen und Motivwagen. Ingesamt waren rund 400 Aktive dabei. Klar, dass bei allen Beteiligten gute Laune vorherrschte. Margit Selb, der gute Geist der Fastnacht, im schmucken Gewand einer Zugbegleiterin, war in ihrem Element und motivierte die Zuschauer mit einem herzlichen „Klatscht emoool!“. Und der Beifall war verdient, denn der Umzug war vielleicht klein an Zugnummern, aber fein und unter dem Aspekt, dass der Erhalt von Traditionen kein Selbstläufer ist, sogar ein echtes Erlebnis. Insbesondere für die vielen Kinder, die sich die Taschen mit allerhand Naschereien füllen konnten und ebenso wie Jung und Alt unter den Teilnehmern eine Menge Spaß hatten. Für Bürgermeister Alexander Scholl war es eine gelungene Premiere als Co-Kommentator. Der Fastnachtsprofi aus Hofheim, zugleich HCV-Sitzungspräsident, war in seinem Element und hatte am bunten Treiben sichtlich Vergnügen.
„Von Burg zu Burg ziehts bunte Heer – Fastnacht lebt – wir wollen mehr!“ Das Motto der Rot-Weißen traf am Dienstag beim Umzug voll ins Schwarze. Und so wurde im Anschluss auf dem Schillerplatz weiter gefeiert, während fleißige Helfer damit beschäftigt waren, Straßen und Bürgersteige wieder auf Hochglanz zu polieren. Dieses Jahr voll im Trend: Taschentücher! Die Allzweckwaffe aus Zellstoff wurde in Massen unter den Zuschauern verteilt und erfüllte gleich mehrere Zwecke. Einmal für Schniefnasen, den Mund von Schokoresten säubern und natürlich zum Tränen-Trocknen der Jecken. Denn an Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei. Hierzu zählt auch die 5. Jahreszeit!
Steffen Heumann





























































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