SPD LAMPERTHEIM: Ehrungen und Wahlkampfauftakt mit SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter
Kleines politisches Sommerfest im Freien
Der SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter (von links) mit den anwesenden geehrten Parteimitgliedern: Wolfgang Baum, Jens Klingler, Dominik Ofenloch, Fritz Götz, Margret Kasper, Erich Thomas, Marius Schmidt, Uwe Häußler und Walter Mayer. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Für das kleine politische Sommerfest der SPD Lampertheim Mitte waren die Bedingungen am Sonntagnachmittag ideal – im Freien auf der Terrasse beim Odenwaldklub im Sandtorfer Weg saß man gemütlich bei schönstem Sommerwetter mit Blick ins Grüne und konnte Abstand halten. Dazu kam die gute Stimmung in der zwanzigköpfigen Runde, auch wenn die neuesten Umfragezahlen zur Bundestagswahl noch keinen Anlass zum Jubeln geben. Wahlkampf aber auch hier. Jens Klingler, Vorsitzender des Ortsbezirks Lampertheim Mitte, kündigte in seiner kleinen Grußansprache den SPD-Bundestagskandidaten Sven Wingerter aus Wald-Michelbach als besonderen Gast an und stimmte die Genossen auf den Wahlkampfstart an dieser Stelle ein. In geselliger Runde zusammenzusitzen, das war wegen Corona lange nicht möglich, bedauerte Klingler, auch Ehrungen hätten im vergangenen Jahr bis jetzt nicht stattfinden können. Die Ehrungen wurden nun nachgeholt, doch nicht alle Geehrten hatten kommen können. Marius Schmidt, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Bergstraße und Erster Stadtrat, überreichte zunächst Dominik Ofenloch für 10 Jahre Mitgliedschaft die Urkunde, seit April ist er Stadtverordneter. Dann war schon Jens Klingler an der Reihe – seit 25 Jahren ist er Mitgliedschaft. Die Urkunde erhielt er im roten Leineneinband. Der heutige Erste Stadtrat Marius Schmidt würdigte das Wirken seines Vorgängers, er habe es geschafft die Sanierung des Hallenbades durchzusetzen. Dafür spendeten die Genossen umgehend kräftigen Applaus. Marius Schmidt ist seit 10 Jahren SPD-Mitglied, Urkunde und Präsent überreichte ihm Jens Klingler. Auf 50 Jahre Parteiengagement blickt Fritz Götz zurück - 12 Jahre war er Erster Stadtrat und bis 2021 Stadtverordneter. Erich Thomas ist seit 50 Jahren SPD-Mitglied. Als Motor des Ortsvereins will er gerade im Ruhestand weiter voll aufdrehen, gab er zu verstehen. Auch Walter Mayer, schon 40 Jahre Mitglied, aber wegen langer beruflicher Abwesenheit wenig in Erscheinung getreten, kündigte an, sich nun stärker engagieren zu wollen. Erst vor zwei Jahren sei er der Liebe wegen nach Lampertheim gezogen. Uwe Häußler aus Rosengarten, ebenfalls 40 Jahre Mitglied, hat es jetzt offiziell – er sei die Speerspitze in Rosengarten. Seit 40 Jahren ist Margret Kasper Mitglied und als Organisationstalent bei Parteiveranstaltungen geschätzt. Auf 40 Jahre Mitgliedschaft kommt auch Wolfgang Baum. Neben der Ehrenurkunde erhielten die langjährigen Genossen auf Wunsch entweder „Süße Grüße aus Lampertheim“ in Form edler Pralinen oder eine Flasche Sekt. Sven Wingerter, der für den Kreis Bergstraße als SPD-Direktkandidat in den Bundestag gewählt werden möchte, will „eine Politik für die Vielen machen“. „Nicht für alle“, wie er betonte, denn beispielsweise Vorstandsvorsitzende mit einem Gehalt von 13 Millionen Euro brauchten die SPD nicht, sie könnten sich Privatlehrer und Villen in Monaco leisten. Ihm gehe es um die geringer Verdienenden, um die breite Bevölkerung und Familien. Der 41-Jährige ist seit 18 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv und seit 13 Jahren im Kreistag, außerdem wurde er zum DGB-Kreisvorsitzenden gewählt. Für ihn gehöre Gewerkschaft und Sozialdemokratie zusammen, bekräftigte er. Aus dem „Tal der Tränen“ mit Umfragewerten um die 18 Prozent könne die SPD herauskommen, ist sich Wingerter sicher. In seiner Wahlkampfrede nannte Wingerter Wege und Zahlen, wies auf die Konzepte seiner Partei hin, wie das Sozialstaatskonzept, das auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Antworten gebe, hier sieht Wingerter ein Alleinstellungsmerkmal seiner Partei. Auch Digitalisierung und Klimaschutz, die eine Transformation der Wirtschaft und Veränderung der Arbeitswelt zur Folge hätten, gehörten dazu. „Wir sind die Partei der Arbeit“, sagte Wingerter, und „die einzige Partei mit einem funktionierenden Steuerkonzept“. Bestätigt sieht er diesen Kurs durch positive Botschaften in dieser Richtung aus dem Handelsblatt und von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung. Wingerter will beim Klimaschutz über Investitionen reden, nicht über „das falsche Instrument der CO2-Bepreisung“ wie CDU und Grüne es täten. Nötig sei eine Investitionsstrategie. Bei den Grünen sieht Wingerter den konsequenten Klimaschutz nicht gut aufgehoben, denn in Hessen spare der grüne Minister Al-Wazir am Nahverkehr. Auf die Unterstützung der Lampertheimer Genossen im Wahlkampf kann Wingerter zählen, der begeisterte Applaus könnte ein Hinweis sein. Anschließend ließen sich die SPD-Mitglieder Kaffee und Kuchen schmecken. Hannelore Nowacki
Information
Ehrungen für 60 Jahre: Friedrich Christmann und Rita Embach. 50 Jahre: Erich Maier, Erich Thomas, Manfred Foebel und Fritz Götz. 40 Jahre: Gisela Adam, Uwe Häußler, Horst Schmitt, Wolfgang Baum,Margret Kasper, Volker Kasper, Hubert Marquetant und Walter Mayer. 25 Jahre: Jens Klingler und Jürgen Elsishans. 10 Jahre: Marius Schmidt, Arjeta Domniku und Dominik Ofenloch.