INFORMATION: Politiker und Bürger diskutierten die geplanten Klimaschutzmaßnahmen / Kampagne für Energieberatung startet am 18. Oktober um 19 Uhr
Klimaschutzkonzept vor Fertigstellung
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LAMPERTHEIM – Im Juli 2021 hat die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss gefasst, dass die Verwaltung ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Lampertheim erstellen soll. Drei Komponenten prägen den Inhalt eines solchen Konzeptes: Die Treibhausgasbilanz stellt die Gesamt-Emissionen Lampertheims dar und schlüsselt diese nach Sektoren (z.B. Verkehr) auf. Eine Potenzialanalyse zeigt u. a. auf, wie stark die erneuerbaren Energien vor Ort ausgebaut werden müssen, um die Klimaziele zu erreichen. Der Maßnahmenkatalog ist das Kernstück des Konzeptes. Darin werden erste Maßnahmen festgeschrieben, die den Weg zur Treibhausgasneutralität 2045 ebnen sollen.
Treibhausgasbilanz und die Potenzialanalyse vorgestellt
Im Oktober 2022 wurde schließlich mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes begonnen. Während des Prozesses sollte die Bürgerschaft involviert werden. Dazu hat bereits im Mai dieses Jahres die Stadtverwaltung zu einer Veranstaltung in Präsenz eingeladen. Damals wurden die Treibhausgasbilanz und die Potenzialanalyse vorgestellt. Anschließend wurde in vier Kleingruppen, die jeweils ein Handlungsfeld vertraten, diskutiert. Bürgerinnen und Bürger konnten Ihre Ideen und Anreize einbringen. Diese wurden in den darauffolgenden Monaten von der Stadtverwaltung in Maßnahmen überführt.
Diese erarbeiteten Maßnahmen wurden nun in einer weiteren Präsenzveranstaltung am vergangenen Dienstag, 10. Oktober, der Öffentlichkeit präsentiert. Sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Vertreter aller politischen Fraktionen waren präsent. Der Erste Stadtrat, Marius Schmidt (SPD), begrüßte die Teilnehmer und verdeutlichte die Bedeutung von Klimaschutz. Der Klimaschutzmanager, Yannic Töpper, stellte den Ablauf des Abends dar und eröffnete die Diskussion.
„Energie & Sanieren“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Mobilität“ und „Klimaanpassung“
Zu vier verschiedenen Handlungsfeldern wurden Maßnahmen präsentiert: „Energie & Sanieren“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Mobilität“ und „Klimaanpassung“. Jeder Thementisch wurde moderiert durch jeweils den Klimaschutzmanager und drei Vertreter der EnergyEffizienz GmbH, die die Stadt bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes unterstützen. Über zwanzig Maßnahmen wurden auf diesem Wege besprochen. Von der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung, über den Ausbau der Ladeinfrastruktur, bis hin zur Installation von Umweltsensorik. Mittels Kärtchen wurden Kritik und Verbesserungsvorschläge auf den Planwänden ergänzt. Maßnahmen, deren Umsetzung als besonders wichtig erachtet wurde, konnten mit Klebepunkten versehen werden, um eine Priorisierung kenntlich zu machen.
Aufsuchende Energieberatung
Die gewonnen Erkenntnisse werden nun in den weiteren, verwaltungsinternen Prozess aufgenommen und zur Verbesserung der Maßnahmen herangezogen. Die überarbeiteten Maßnahmen werden dem Umwelt-, Mobilitäts- und Energie-Ausschuss am 22. November vorgelegt. Das Klimaschutzkonzept wird im nächsten Jahr fertiggestellt und - wie Yannic Töpper es in seinen abschließenden Worten verlauten ließ - „hoffentlich etwas sein, auf das wir alle stolz sein können.“ Am Ende verwies Töpper noch auf eine Kampagne, die demnächst in Lampertheim startet: Die Aufsuchende Energieberatung. Hierbei haben Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern in Lampertheim die Möglichkeit, sich für eine kostenlose, individuelle Energieberatung einzutragen, die vor Ort in den eigenen vier Wänden durchgeführt wird. Die Kampagne startet am 18. Oktober um 19 Uhr mit einer Veranstaltung im Sitzungssaal des Stadthauses (Römerstraße 102). Dort können sich Interessierte zum ersten Mal für eine kostenlose Energieberatung anmelden. zg