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Do., 18. Februar 2021, 13:59 Uhr
COVID-19: Mehr Impfstoff als erwartet / Impftermine werden teilweise vorgezogen / Schulen und Kitas starten am 22. Februar
„Kommen beim Impfen schneller voran als gedacht”
Das Impfen schreitet schneller voran als gedacht — alle, die nach dem 22. März einen Termin haben, können diesen nun vorziehen. Foto: www.pixabay.com
KREIS BERGSTRASSE – Auch in dieser Woche informierten Landrat Christian Engelhardt und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz über die für die Region relevanten Neuigkeiten rund um die Coronavirus-Pandemie. Dabei hatte Landrat Engelhardt zwei positive Nachrichten zum Thema Impfen mit dabei: „Wir glauben, dass es jetzt alles flotter geht als viele erwartet haben. Wir haben bisher 7.252 Personen geimpft und werden bis in etwa zwei Wochen mit den Zweitimpfungen bei den Pflegeeinrichtungen fertig sein. Heute gab es die letzte Erstimpfung im der letzten Pflegeeinrichtung. Darüber hinaus steht zusätzlicher Impfstoff für die Terminvergabe für Über-80-Jährige zur Verfügung: All jene Bürgerinnen und Bürger, die einen Termin für nach dem 22. März vereinbart werden, erhalten eine Benachrichtigung, dass der Impftermin vorgezogen werden kann! Die zweite positive Nachricht ist: Durch die anwachsende Verfügbarkeit des Impfstoffs auch von Astra-Zeneca für Unter-65-Jährige kommen wir auch relativ flott mit der Impfung des medizinischen Personals und der Pflegedienste voran.”
Anfang März wird darüber hinaus begonnen, dezentral zu impfen, zunächst einmal beginnend mit den Kommunen, die weiter als 20 Kilometer vom Impfzentrum entfernt sind, darunter auch Biblis und Groß-Rohrheim. „Dezentral impfen lassen sollen sich nur diejenigen Personen, die keine Möglichkeit haben, mit dem Auto nach Bensheim zu kommen und die auch niemandem im Angehörigen- und Freundeskreis haben, der sie zum Impfzentrum fahren kann. Daher mein Appell: Bitte nutzen Sie dieses Angebot nur dann, wenn es keinen andere Möglichkeit für Sie gibt, nach Bensheim zu kommen!”
Ein weiterer Aspekt des Pressegespräch war die Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten ab dem 22. Februar. „Als Schulträger begleiten wir den Start in besonderem Maße und haben hier Förderbescheide und entsprechende Materialien zum Schutz übergeben. Zudem stellen wird den Schulen Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung, damit die Schüler Grundausstattung an medizinischen Masken haben. Denn es ist uns wichtig, dass es in den Schulen gut losgeht. Es ist notwendig, im ÖPNV eine medizinische Mund-Nasen-Maske getragen wird, in der Schule reicht eine Mund-Nasen-Maske aus, die aber die ganze Zeit getragen werden muss. Allerdings wird empfohlen, eine medizinische Maske zu tragen”, erläuterte Landrat Enhgelhardt.
Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz betonte, dass der Inzidenzwert am Donnerstagbei 55,69 liegt, nachdem vor zwei Wochen noch die Zahl von 120,98 im Raum stand. „Aber wir merken, dass der Wert seit dem Wochenende stagniert, das müssen wir im Blick behalten. Erfreulich ist, dass wir den niedrigsten Stand der aktuell Infizierten Fälle seit langer Zeit haben: Wir sind hier erstmals wieder unter 500, das waren wir zuletzt Ende Oktober, das freut mich sehr”, so die Gesundheitsdezernentin.
Ebenso erfreulich sei, dass die Zahlen im stationären Bereich der Behandlung stark zurückgehen. Das Alter der aktuelle Infizierten sinkt weiter, derzeit sind 35 Prozent in der Altersgruppe der 16- bis 40-Jährigen, während der Anteil der Hochgejagten signifikant sinkt.
„Bei den Pflegeheimen sind derzeit noch drei Einrichtungen betroffen, dies ist ein deutliches Sinken. Auch das Infektionsgeschehen in diesen Einrichtungen ist sehr gering und liegt zwischen einer und vier Personen”, so Diana Stolz. Derzeit sind keine Gemeinschaftsunterkünfte betroffen, dafür acht Schulen, jedoch ebenfalls jeweils nur mit einer bis vier betroffenen Personen. Bei den Kndertagesstätten sind fünf Kitas betroffen, „weniger als zuletzt, allerdings gibt es hier die drei Cluster in Lampertheim Rimbach und Gorxheimertal, die uns sehr beschäftigen und die im Zusammenhang mit der britischen Mutation stehen. Wir haben von Bekanntwerden des ersten Falles das RKI mit eingebunden,diesesist seit Sonntag im Landkreis um vertiefende Erkenntnisse über die Bewertung und die Übertragungsratte zu erkennen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Wir waren dazu sehr gerne bereit, denn es ist wichtig, dass jemand seine Daten zur Verfügung stellt und wir finden diesen Austausch auch für uns sehr interessant. Dabei haben wir durchweg positive Rückmeldungen seitens des RKI für Arbeit des Gesundheitsamtes erhalten, das RKI hätte bei uns einen Datenschatz vorgefunden.” Benjamin Kloos