Sa., 15.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 14. März 2022, 12:36 Uhr
    NABU: Frösche, Kröten und Molche starten ihre Wanderung / Fahrzeugführer um Rücksichtnahme gebeten

    „Krötentaxi“ gesucht 

    Frösche, Kröten und Molche starten ihre Wanderung – der NABU sucht „Krötenretter” und bittet Autofahrer um Rücksichtnahme. Foto: Andrea Herschel


     

    KREIS BERGSTRASSE – Bedingt durch mildere Temperaturen und einsetzenden Regen werden jetzt viele Amphibien aktiv und begeben sich zu ihrem Laichgewässer. Kraftfahrzeugführer*innen werden gebeten, in der Dämmerung vorsichtig zu fahren und Rücksicht auf die wandernden Frösche, Molche, Kröten und in hohem Maße auch auf die Naturschützerinnen und Natürschützer, zu nehmen, die mit Warnwesten am Fahrbahnrand unterwegs sein können. Hinweisschilder an den Straßen weisen darauf hin, in denen besonders viele Amphibien wandern. Es wird gebeten, auf Tempo 30 zu reduzieren.

    Die wechselwarmen Tiere starten ihre Wanderung aus dem Winterquartier ab circa 6 bis 8 Grad und frostfreien Nächten – ihr Ziel ist ihr Laichgewässer, in dem sie selbst geboren wurden, um sich dort fortzupflanzen. Sie kommen immer erst abends - ab Dämmerung - heraus und wandern bei Dunkelheit. Oft wird uns die Frage gestellt, weshalb man sie denn kaum sieht und die Wanderungen kaum bemerkt – der Grund ist, dass sie in der Dunkelheit unterwegs sind. Sehr zahlreich sind sie dann bei Regen und regennassen Straßen und passenden Temperaturen unterwegs. Im Februar waren schon einige unterwegs bis zum erneuten Kälteeinbruch mit Nachtfrost, was einen Stillstand im Wandergeschehen bedeutete.

    Es ist davon auszugehen, dass sie in den nächsten Wochen zahlreich wandern werden. Da sie wechselwarm sind, bleiben sie oft auf der warmen Teerstraße oder auf Wegen sitzen, was ihnen oft zum Verhängnis wird.

    Häufig kommen die Tiere aber auch zu Tode durch sich veränderte Druckverhältnisse neben oder unter einem Fahrzeug bei Geschwindigkeiten über 30 km/h. Viele Autofahrer wissen dies nicht. Die inneren Organe werden verletzt, die Tiere sterben sehr langsam und elend. Die Tiere können zwischen 2 bis 5 Kilometer wandern, ihr Lebensraum sind Gärten, Hecken, Wälder. 

    „Wir bitten die Fahrweise anzupassen, die Warnschilder und Tempolimits zu beachten. Die Naturschützerinnen und -schützer sind jeden Tag unterwegs an den Schutzzäunen und kontrollieren die Sammeleimer, kontrollieren aber auch teils an Straßenabschnitten ohne Zäune”, so der NABU Bergstraße.

    Im Kreis Bergstraße werden zahlreiche Einsatzorte wie zum Beispiel Bürstadt, Einhausen, Viernheim oder Heppenheim-Mittershausen betreut. 

    Es werden jedes Jahr Mitwirkende gesucht, die ein „Krötentaxi“ anbieten möchten und die Interesse an der Naturschutzarbeit haben. Die Einsätze sind über einige Wochen erforderlich, daher sind viele Mitwirkende erforderlich, da nur so das Projekt gestemmt werden kann. Das Amphibienschutz-Team freut sich auf ihre Kontaktaufnahme unter E-Mail amphibienschutz@gmail.com oder WhatsApp/Telefon 0160 9082 4629. Sie finden zudem Informationen unter www.krötenretter.de zg

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Kreis Bergstraße
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1