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  • Mo., 03. März 2014, 13:05 Uhr
    Fastnachtssitzung der „Meute e.V. Neuschloß 1970“ am Freitagabend im „Meutekeller“ mit ausgelassener Stimmung

    „Kummt roi Ihr liewe Leit, die Meute feiert Hüttengaudi heit“

    Gesang-Vortrag der "Meute"-Frauen über die Männer als "Machos" ließ die Stimmung im Meutekeller steigen. Foto: Sigrid Samson


    NEUSCHLOSS - Ausgelassene Stimmung herrschte am Freitag bei der Faschingssitzung der „Meute e.V. Neuschloß“ im „Meutekeller“ unter dem Motto „Hüttengaudi“.

    Der Keller war bereits längere Zeit vor Beginn der Veranstaltung prall gefüllt mit Narren, die sich einen Sitzplatz ergattern und mitfeiern wollten. Mit „Ski fahr’n“ heizten die Akteure in Dirndl- und Lederhosen-Outfits die Stimmung ein, während sich die beiden Schneemänner noch schlafend auf ihren Schlitten im Hintergrund hielten. Der Keller verwandelte sich in eine Après-Ski-Hütte und so wurde die Veranstaltung zu einer zünftigen Hüttenparty.

    Zahlreiche Mitglieder vom 1. CC Rot-Weiß Lampertheim sowie Ortsbeiratsvorsitzende Carola Biehal wohnten dem Geschehen bei und hatten sichtlich ihre Freude.

    „Es macht immer noch Riesenspaß, uns seit 17 Jahren dieser Herausforderung zu stellen“ verkündete Rolf Wegerle, Vorsitzender der Aktionsgruppe, die bekanntlich kein traditioneller Faschingsverein ist, aber dennoch unter den zahlreichen närrischen Veranstaltungen gut mithalten kann.

    Bei dem passend umgedichteten Lied „Schneemann, lass‘ das Träumen“ weckte der ausgeschlafene Schneemann „Frosti“ seinen Mitstreiter „bofrost“, dargestellt von Petra und Heinz-Werner Thier, die anschließend gemeinsam humorvoll durch das Programm führten.

    Eine Rock’n Roll-Vorführung der Purzelgarde vom Lampertheimer Karneval Verein folgte, und die Zugabe der fünf jungen Mädels mit ihrem Twist-Beitrag sorgte für die erste Rakete am Abend.

    Helga Irrgang und Moni Gresser führten als „die 2 vum Lindeweg“ ein Zwiegespräch. Ihr märchenhafter Abenteuerurlaub mit der Bahn und der teure Ausflug zum See Genezareth im Heiligen Land brachten die Zuschauer ebenfalls kräftig zum Lachen.

    „Ohne Worte“ war der anschließende Beitrag von Horst Irrgang und Rolf Wegerle. Der wortlose Vortrag der beiden mit Improvisationsplakaten sorgte für regelrechte Lachkrämpfe beim närrischen Publikum im Meutekeller. Auf das Plakat „diese bedrohliche Stille“ folgten nach Fehlen der Druckerschwärze  Antworten wie „versuche durchzuhalten“ oder „ob du noch alle Buchstaben hast?“. Die wortlose Unterhaltung erntete bei den Zuschauern tobender Applaus – eine außergewöhnliche und besonders humorvolle Darbietung der beiden.

    Über die Kommunikationsprobleme in der Ehe berichteten Petra und Heinz-Werner Thier in ihrer Büttenrede. Surfen im Internet, Apps runterladen, auf Tablets elektronisch Briefe versenden – das schien der Ehefrau doch ein wenig zu viel. „Ich soll surfe off eener Erbs – dabei kann ich net mol schwimme“ hielt die Ehefrau ihrem Mann entgegen. Die Aussage ihres Ehemannes, dass das Internet alles weiß und man alles googlen kann, wurde vehement erwidert: „die Müller aus der Sandkaut weiß alles; mehr als das Internet!“.

    Das Männerballett der "Meute" sorgte mit ihrem wortlosen Beitrag "in der Männertoilette" für regelrechte Lachkrämpfe beim närrischen Publikum. Foto: Sigrid Samson


    „Wenn das Internet wie eine Zeitung funktioniert, dann kann man auch den Biomüll damit einwickeln“ stellte die Ehefrau fest. Eine weitere Rakete war dem Ehepaar gewiss.

    Luisa Guthier tat kund, welche Erlebnisse sie beim ersten Mal „sturmfreie Bude“ machte. Bei Erdbeerbowle und kaltem Buffet stieg die Party, nachdem der Grill im Wohnzimmer aufgebaut war. „Die Party war in vollem Gange – das Wohnzimmer schon Feier g’fange – unn ich üwwer de Kloschissel gehange“ erzählte die Jugendliche, deren Party leider vorzeitig durch das verfrühte Heimkehren der Eltern beendet wurde. „Die Oma erzählte dann unverdrossen, den Bock hat der Vater auch schon geschossen“ – diese Aussage der Großmutter beruhigte den Teenager. Auch Luisas Büttenrede wurde mit viel Applaus belohnt.

    Ein Gesangvortrag der Meute-Frauen folgte unter dem Motto „die Männer sind alle Machos“. Nach ihrem Liedbeitrag stellten die Frauen dennoch fest, dass es ohne Männer auch nicht geht. „Chili con carne, 6 Schoten rein, denn scharf muss es sein“ wurde auf die Melodie von „ein Bett im Kornfeld“ umgedichtet, und die Narren schunkelten und sangen lautstark mit.

    Höhepunkt des Abends war die Darbietung des Männerballetts der „Meute“ mit Toilettenfrau „Horst“, der verschiedene Männer in seiner Toilette erwartete – ob Bayer, Koch, Mönch oder Bauarbeiter – der ebenfalls wortlose Vortrag brachte herzhafte Lacher hervor  - eine großartige und ausgefallene Idee der Mitglieder Horst Irrgang, Heinrich Kronauer, Rainer Strubel, Michael Misterek und Rolf Wegerle.

    Das humorvolle Zwiegespräch der "2 vum Lindeweg" brachte die Stimmung im Meutekeller zum Kochen. Foto: Sigrid Samson


    Ein Zwiegespräch mit seiner Ehefrau führte der „Frauentester“, der sich für unwiderstehlich hielt entgegen den Ausführungen seiner „besseren Hälfte“. „Als Liebhaber wollt‘ ihr noch küssen – als Ehemann davon nichts wissen“ entgegnete sie ihrem Gegenüber und konterte mit „was wär‘ ein Mann wohl ohne Weib – er hätte keinen Zeitvertreib“. Hans Peter Deubel und Karlheinz Münch begeisterten das Publikum.

    „Anton aus Tirol“ und „einen Stern, der deinen Namen trägt“ – als DJ Ötzi sang Heinrich Kronauer im Anschluss bekannte Stimmungslieder mit dem närrischen Volk. Ein fetziger Tanz der Sackschdoahogger Bürstadt beendete das Programm.

    Rolf Wegerle und Simone Guthier bedankten sich vor dem großen Finale bei allen Helfern sowie den Ehrengästen und den Teilnehmern der Gastauftritte. Christopher Irrgang, verantwortlich für die Technik, erntete selbstverständlich auch eine Rakete für seine Mithilfe.

    Die Mitglieder der „Meute e.V. Neuschloß“ freuen sich jetzt schon auf die Faschingsveranstaltung im kommenden Jahr und wünschten den Anwesenden viel Freude bei der anschließenden After-Show-Hüttenparty, die bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Sigrid Samson

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     
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