Posaunenchor der Johannesgemeinde Neuschloss pflegt Brauch
Kurrende im strömenden Regen
Foto: ehr
HÜTTENFELD – Die Kurrende ist ein alter Brauch, dessen Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Seinerzeit zogen Schüler und Studenten durch die Straßen und sangen für einen geringen Oblulus, mit dem sie sich in den Zeiten ohne BaföG finanzieren mussten. Auch Reformator Martin Luther gehörte in seinen jungen Jahren solchen Chören an.
Der Posaunenchor der Johannesgemeinde Neuschloss pflegt diesen Brauch, wenn auch in recht uneigennütziger Art, weiter. In Hüttenfeld hätte man am 4. Advent die weihnachtlichen Melodien des von Hans Peter Stoll geleiteten Ensembles bei geöffnetem Fenster überall hören können, wenn die Bläserinnen und Bläser vom Turm des Schlosses Rennhof ihre adventlichen Melodien hätten wie all die Jahre spielen können.
Doch der strömende Regen ließ das nicht zu. So spielten sie vor dem Eingang des Schlosses Rennhof, am evangelischen Gemeindezentrum und am Bürgerhaus ihre Weisen „Herbei oh ihr Gläubigen“ oder „Kommet ihr Hirten“
Etwa 20 Zuhörer fanden sich vor Ort ein und begleiteten das Ensemble bei seiner Tournee durch Hüttenfeld. ehr