
LAMPERTHEIM – Die Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung am Freitag voriger Woche war notwendig geworden, um die Vergabe eines Generalübernehmerauftrages zum Bau des neuen Bauhofs in der Wormser Landstraße zu beschließen. Ursprünglich in nicht öffentlicher Sitzung geplant, fand die Abstimmung nun doch in Anwesenheit von Zuschauern und Presse statt, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss das Thema beraten und sich einstimmig für die Vergabe ausgesprochen hatte. Auch diese Abstimmung war einstimmig. Nach genau 22 Minuten konnte Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb die Sitzung für beendet erklären. Mitgeteilt hatte er zuvor, dass Stadtverordneter Edwin Stöwesand (CDU) in den Magistrat gewechselt hat und Frank Nowak als Fraktionsmitglied nachgerückt ist. Bürgermeister Gottfried Störmer nahm aus aktuellem Anlass zu zwei Themen Stellung.
Keine Flüchtlingsunterkunft in Hofheim
Bürgermeister Störmer trat Gerüchten entgegen, dass in Hofheim in der Kunigunden- bzw. Balthasar-Neumann-Straße eine Flüchtlingsunterkunft geplant sei. Dieses Gerücht wurde durch anonyme Handzettel verbreitet, auch eine Anfrage im Hofheimer Ortsbeirat steht auf der Tagesordnung. In dem Handzettel werde zum Protest aufgerufen, daher sehe sich die Stadtverwaltung gezwungen, bereits vor der Ortsbeiratssitzung hierzu Stellung zu nehmen. Störmer stellte klar, dass die Verwaltung auf dem erwähnten Grundstück keine Unterkunft für geflüchtete Personen plane, es handele sich vielmehr um ein Privatgrundstück, das der Eigentümer für gewerbliche Zwecke nutzen und Wohnraum für die Mitarbeiter oder für den Wohnungsmarkt schaffen wolle. Weder gebe es ein Mietverhältnis mit der Stadt noch mit dem Kreis. Störmer appelliert an die Bürger, solche anonymen Handzettel nicht für bare Münze zu nehmen. „Vielmehr sollte man sich die Frage stellen, wer solche Behauptungen verbreiten und welche Absicht dahinterstehen könnte. Die Verwaltung ist mit dem Thema Geflüchtete bisher sehr transparent und offen umgegangen“, heißt es auch in der Pressemitteilung, das werde auch in Zukunft so bleiben. Dass ihn solche anonymen Falschinformationen ärgern, machte Störmer in persönlichen Worten deutlich: „Ich bin froh, dass mir die Fähigkeit gegeben ist, ruhig zu bleiben, sonst würde ich platzen“.
Foto: Hannelore Nowacki
Vereine weiterhin von Mietgebühren befreit
Eine Pressemitteilung hatte die Stadt Lampertheim bereits herausgegeben, Bürgermeister Störmer stellte aber auch in der Stadtverordnetenversammlung klar, dass die ortsansässigen Vereine wie in der Vergangenheit städtische Räume und Einrichtungen weiterhin kostenlos nutzen. Geregelt sei dies in der Ausführungsbestimmung der Vereinsförderrichtlinien, die auf der Internetseite der Stadt Lampertheim zu finden seien. Damit trat der Bürgermeister dem Gerücht entgegen, dass die Vereine nach der neuen Entgeltordnung ab Januar 2025 zur Kasse gebeten würden. Lediglich Privatpersonen und gewerbliche Veranstalter müssen die Gebühren für die Nutzung städtischer Räumlichkeiten auch weiterhin entrichten.
Hannelore Nowacki
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