Fr., 13.02.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 23. Januar 2015, 10:48 Uhr
    Empfang der Wirtschaft mit über 300 Gästen im Stadthaus

    Kurzer Draht der Kommunikation und Information

    Bürgermeister Gottfried Störmer lud die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ein, die Gelegenheit zu nutzen, alte Bekanntschaften zu festigen und neue zu schließen. Die Kreishandwerkerschaft war durch Heinz Krauß, die Wirtschaftsförderung Bergstraße durch Dr. Matthias Zürker vertreten. Fritz Strößinger vertrat „Neue Wege Kreis Bergstraße“. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Zum Jahresbeginn gehört der Empfang für die Wirtschaft, das ist eine gute Tradition in der Spargelstadt. Am Donnerstagabend waren über 300 Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verwaltung der Einladung der Stadt Lampertheim gefolgt, weit mehr als in den Vorjahren. Den Kreis der Gesprächspartner aus der Wirtschaft hatte die Stadt Lampertheim ganz bewusst erweitert, auch waren Vertreter der Schulen eingeladen. Im Mittelpunkt stand an diesem Abend die Wirtschaft in Lampertheim, der Bürgermeister Gottfried Störmer die Ressourcen der Stadt ans Herz legte. Sein Wunsch: „Die Verbundenheit zu Lampertheim könnte gefestigt werden“. In seiner Rede machte der Bürgermeister deutlich: „Mir ist der Kontakt zu den Vertretern der Wirtschaft wichtig“. Dabei sieht Störmer  insgesamt vier Säulen, die im Gemeinwesen der Kommune von Bedeutung sind – die Bürgerschaft, die Politik, die Verwaltung und die Wirtschaft. Mit dem Ausspruch „Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile“ charakterisierte Störmer das Zusammenwirken. Die Bürgerkommune sei in erster Linie eine „Haltung“, die Bürger in die Geschicke der Stadt einzubeziehen. In Richtung Bürgerkommune habe die Politik bereits vor sechzehn Jahren die Weichen gestellt.

    Alle Gäste wurden von Bürgermeister Gottfried Störmer mit Ehefrau Sabine und dem Ersten Stadtrat Jens Klingler mit Ehefrau Tanja mit guten Wünschen für das neue Jahr und Händeschütteln begrüßt. Foto: Hannelore Nowacki


    Die Lampertheimer Verwaltung werde sich in Richtung Serviceleister entwickeln. Als Teil der Stadt benötige die Wirtschaft bestimmte Rahmenbedingungen – „die Sie bei uns vorfinden, sonst wären Sie nicht in Lampertheim“, bekräftigte Störmer. Vieles spreche für „einen kurzen Draht“ zwischen den Verantwortlichen und Unternehmensvertretern, um „Signale“ über die formellen Wege hinaus einspeisen zu können. Bürgermeister Störmer stellte seine Überlegung in den Raum, ob eine Zusammenarbeit der beiden Vereine, die in Lampertheim die Unternehmerschaft repräsentieren, „nicht nur Ressourcen schonen, sondern eine Kräftebündelung auch zielführender sein könnte“. Eine Reihe von Unternehmen hat Bürgermeister Störmer im vergangenen Jahr besucht, um sich über Entwicklungen, Einschätzungen der Zukunft und Erwartungen an die Stadt Lampertheim zu informieren. Im konkreten Einzelfall könne er Verbindungen herstellen, die für die Unternehmen und die Stadt von Vorteil seien, auch das sei ein Vorteil seiner Besuche. Auf weitere Einladungen zu Betriebsbesuchen freue er sich. Wünsche und Informationen sind keine Einbahnstraße. Störmer nutzt seine Unternehmerkontakte auch dazu, über die Möglichkeiten zur Unterstützung des Gemeinwesens zu informieren, wie er seinen Appell an die Wirtschaft dezent formulierte. Dabei geht es ihm um Spenden, Sponsoring und Mitwirkung bei Aktivitäten, so wie es beispielsweise beim Freiwilligentag 2014 gelungen war, der von 41 Lampertheimer Unternehmen unterstützt wurde. Störmer nannte das „Unternehmerfrühstück“ als vielversprechendes Beispiel zur Informationsvermittlung, an dem 50 Firmenvertreter teilgenommen hatten (das nächste findet am 3. März statt). Im Sinne eines Netzwerks wirke auch der „Bergsträßer Business-Tag“, der sich als Messe an das Unternehmerpublikum richte. Im vergangenen Jahr fand diese zweite Messe für Unternehmer in Lampertheim statt, am 14. April wird sie in der Lorscher Nibelungenhalle durchgeführt. Auf einen weiteren Höhepunkt im Lampertheimer Wirtschaftsleben freut sich Störmer und hofft auf die Realisierung: Die nächste Gewerbeschau soll vom 4. bis 6. September stattfinden, geplant von Organisatoren aus den Reihen des Wirtschafts- und Verkehrsvereins.

    Das Publikum hatte reichlich Gelegenheit zum Applaus – angefangen von der Rede von Bürgermeister Gottfried Störmer bis zum Ensemble der Musikschule. Foto: Hannelore Nowacki


    In seinem Vortrag erklärte der Referent des Abends, Rechtsanwalt Wolfgang Drechsler vom Unternehmerverband Südhessen, wie man „mit Kompetenz und Engagement die Interessen der Wirtschaft stärken kann“. Drechsler stellte die Aufgaben des Unternehmerverbandes vor, der vor allem für die kleinen und mittleren Unternehmen ein wichtiger Partner in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Weiterbildung sei. Den 330 Mitgliedsfirmen werde als Kernkompetenz  die Vertretung rund um Personalfragen geboten. Ehrenamtliche Richter  aus den Reihen des Unternehmerverbandes seien an Arbeits- und Sozialgerichten tätig. Abgeordneten des Bundestages und des Landtages werde ein Betriebspraktikum in einer Mitgliedsfirma geboten. Der Arbeitskreis Schule und Wirtschaft richte die Infotage für Ausbildung und Studium aus, die zuletzt von 20.000 Schülern und Eltern besucht wurden. Als Zielrichtung nannte Drechsler „Arbeitsplätze sichern, die Wettbewerbsfähigkeit sichern und stärken“. Die aktuelle Frage, wie die Flüchtlinge aus den Krisengebieten in den Arbeitsmarkt integriert werden können, meinte Drechsler: „Wir werden das schaffen“. Bevor der kommunikative Teil des Abends mit lebhaften Gesprächen an allen Stehtischen und kulinarischen Genüssen vom kalten Büffet begann, sprach Spargelkönigin Melanie I. ihre Grußworte und informierte die Zuhörer über die Ertragskraft des Lampertheimer Spargels, mit dem 5 Millionen Euro Umsatz erzielt werden. Berührende Klänge waren vom Ensemble der Musikschule unter der Leitung von Joachim Sum zu hören. Maike Bongartz und Madzid Hambiralovic, beide Gesang, und Jonathan King am beeindruckten mit „Totale Finsternis“ aus „Tanz der Vampire“ und „Unter die Haut“ von Tim Bendzko. „Who is Who?“ ist beim Empfang für die Lampertheimer Wirtschaft  keine Frage - dank der selbstklebenden  Namensschilder, die alle Gäste bei Stabsstellenleiterin Wirtschaft, Investorenservice und Stadtmarketing Gudrun Ganter und vom Leiter des Bürgermeisterbüros Werner Hahl am Eingang erhielten. Hannelore Nowacki

     

     

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1Anzeige 3 Anzeige - 2