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  • Mo., 01. Oktober 2018, 10:54 Uhr
    Eine rührige Clique, die seit 40 Jahren zusammenhält

    KV Knibbeldick mit Kulturpreis 2018 geehrt

    Den Kulturpreis 2018 der Stadt Bürstadt mit Urkunde und einer Geldzuwendung in Höhe von 250 Euro überreichte Erster Stadtrat Walter Wiedemann (3. von links) dem KV Knibbeldick,  repräsentiert von Axel Lorenz, Karlheinz Kühn, Kerstin Stadtmüller, Kalli Janson und Reiner Faust. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT –  Als Kulturhochburg verstehe sich Bürstadt, wie Erster Stadtrat Walter Wiedemann in Vertretung der erkrankten Bürgermeisterin in seiner Rede zur Verleihung des Kulturpreises 2018 an den KV Knibbeldick feststellte. Mit einem Zitat des früheren Bundespräsidenten Weizsäcker bekräftigte er die Wertschätzung der Kultur: „Kultur ist Lebensweise“. Schon seit 1984 gebe es die Satzung der Stadt Bürstadt, die Menschen und Organisationen ehrt, die besonderes Engagement auf kulturellem Gebiet zeigen. Alle bislang Geehrten hätten auf ihre Weise einen hervorragenden Beitrag zur Kultur geleistet. „Aus kleinen Anfängen vor 20 Jahren ist ein Riesenevent geworden“, sagte der Erste Stadtrat mit Blick auf den 18. Bürstädter Stadtlauf, der vom KV Knibbeldick auch bei dieser Kerwe organisiert wurde. Die Urkunde selbst, die der Erste Stadtrat verlas und mit Bürgermeisterin Barbara Schader unterzeichnet hatte, gibt Auskunft über das Engagement des KV Knibbeldick: „Der Magistrat würdigt mit dieser Verleihung das persönliche Engagement und die beispielhaften Leistungen auf kulturellem Gebiet. Ihr Stadtlauf trägt zur Belebung der Kerwe-Tradition bei. Mit diesem großen ehrenamtlichen Engagement tragen Sie zur Weiterentwicklung in unserer Stadt bei“. Die mit dem Kulturpreis verbundene Geldzuwendung in Höhe von 250 Euro übergab Erster Stadtrat Wiedemann der Gruppe, die er zur Preisverleihung auf die Bühne im Eventzelt gerufen hatte. Im Mai hatte der Magistrat die Verleihung beschlossen. Für „ganz tolle Leistungen“ lobte Wiedemann die 449 Teilnehmer des Stadtlaufs und den KV Knibbeldick. Seinen Dankesworten verlieh Axel Lorenz Nachdruck mit dem Ruf „drei kräftige Knibbeldick“, der mit den Stimmen der Knibbeldicker und des Publikums unter dem Zeltdach am Historischen Rathaus zweimal starken Widerhall auslöste. „Solange uns keine Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, die das Ganze regulatorisch verkomplizieren“ werde man weitermachen, verkündete er. Den Kulturpreis bekommen zu haben, „macht uns besonders stolz – und natürlich das Kerwegeld“. Im Gespräch mit dem TIP machte Karlheinz Kühn deutlich: „Wir sind kein Verein, wir sind seit über 40 Jahren eine Clique von 50 bis 70 Leuten ohne besondere Strukturen, bei Veranstaltungen auch mehrere Hundert“. Das „K“ bei KV stehe als Abkürzung für „Kein Verein“. Party machen bis in den Abend war nach der Kulturpreisverleihung angesagt – dafür hatte der KV Knibbeldick eine Band mit Profimusikern engagiert. Gleich nebenan in der Hofeinfahrt hatten Frauen des KV Knibbeldick ein mehrere Meter langes Kuchenbüffet aufgebaut, mit einer Riesenauswahl an süßen Köstlichkeiten für Genießer vor Ort und zum Mitnehmen.  Hannelore Nowacki

     

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