
SÜDHESSEN – „Trotz der üblichen saisonalen Schwankungen im Winter fällt der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar nur gering aus. Allerdings ist die Jobsuche schwieriger geworden. Selbst für qualifizierte Fachkräfte und Akademiker hat sich die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt in Südhessen verschärft. Die Ursachen liegen nicht allein in der konjunkturellen Flaute, sondern ebenso im strukturellen Wandel sowie in zu geringen Investitionen in Neugründung und fehlenden Expansionen regionaler Unternehmen“, so Alexander Baumann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Agentur für Arbeit Darmstadt. Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt ( Darmstadt, Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis) im Februar 2026 gestiegen. 25.063 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 36 Personen mehr (0,1 Prozent) als im Januar und 1.053 Personen bzw. 4,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,4 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,2 Prozent.
Eckwerte des Arbeitsmarktes im Geschäftsstellenbezirk Lampertheim
Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar um 20 auf 2.787 Personen gestiegen. Das waren 322 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 5,1%; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,5%. Dabei meldeten sich 586 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 31 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 556 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–19). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1.251 Arbeitslosmeldungen, die Veränderung zum Vorjahreszeitraum ist nur gering (–5); dem gegenüber stehen 1.055 Abmeldungen von Arbeitslosen (+54). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 20 Stellen auf 598 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 102 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Februar 123 neue Arbeitsstellen, 21 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 179 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 33.
Rechtskreis SGB III
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Januar auf Februar um 7 auf 1.149 Personen gestiegen. Das waren 100 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 2,1%; vor einem Jahr belief sie sich auf 1,9%. Dabei meldeten sich 307 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 24 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 287 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–56). Seit Beginn des Jahres gab es 710 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 7 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 598 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+16).
Rechtskreis SGB II
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Januar auf Februar um 13 auf 1.638 Personen gestiegen. Das waren 222 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 3,0%; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,6%. Dabei meldeten sich 279 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 7 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 269 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 37 mehr als vor einem Jahr. Seit Beginn des Jahres gab es 541 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 12 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 457 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+38). red
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