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  • Do., 02. Dezember 2021, 10:04 Uhr
    BÜRGERMEISTER STÖRMER: Appell sich solidarisch zu zeigen und zu helfen, die vierte Welle zu brechen

    „Lampertheim hat eine besondere Verantwortung in dieser Pandemie“

    LAMPERTHEIM – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland sind so hoch wie nie, die Belegung der Intensivbetten in Hessen hat den Wert von 300 überschritten und der Kreis Bergstraße liegt mit einer Inzidenz von 371,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Stand: 01.12.2021) hessenweit auf dem zweiten Rang. „Die Lage ist nicht mehr besorgniserregend, sie ist dramatisch!“, sagt Bürgermeister Gottfried Störmer. Dem Verwaltungschef bereitet vor allem die Inzidenz in der Spargelstadt große Sorge. Diese liegt bei 522,9 (Stand: 26.11.2021). „Zwar sind in Hessen die Hospitalisierungsrate sowie die Zahl der belegten Intensivbetten ausschlaggebend für Maßnahmen, dennoch lässt sich auch von der lokalen Inzidenz einiges ableiten“, erklärt Störmer. Das Stadtoberhaupt appelliert daher an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger: „Jeder, der die Möglichkeit dazu hat, sollte sich impfen lassen. Auch die Booster-Impfungen sind ein wichtiger Bestandteil der Pandemiebekämpfung. Unsere Hausärzte in Lampertheim bieten ihren Patientinnen und Patienten einen besonderen Impfservice. Außerdem sollte sich jeder regelmäßig selbst testen oder testen lassen, auch geimpfte Personen. Nur so kann man wirklich sicher gehen, kein Überträger für das Virus zu sein.“

    Aus Sicht der Verwaltung habe man laut Störmer alle nötigen Maßnahmen ergriffen, um dem Trend der steigenden Infektionszahlen entgegenzuwirken. „Natürlich tun diese Entscheidungen weh aber die Weihnachtsmarkt- und Veranstaltungsabsagen waren angesichts der Zahlen unabdingbar“, so der Bürgermeister.

    Weiterer wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona sind die Kontrollen der Stadtpolizei. „Ganz egal ob 2G, 2G Plus, Maskenpflicht oder Abstände, unsere Ordnungskräfte kontrollieren in Gastronomie, Einzelhandel, im Dienstleistungsgewerbe und bei Veranstaltungen die Einhaltung der aktuell gültigen Regeln“, so das Stadtoberhaupt. Zusätzlich erhalte man von der Kreisbehörde Kontrollaufträge, denen nachgegangen wird. Auch die Überbringung von Quarantäneanordnungen und deren Einhaltung werden laut Störmer von den uniformierten Verwaltungsmitarbeitern durchgeführt. „Seit Beginn der Pandemie haben wir rund 600 Verstöße an den Kreis gemeldet“, so der Verwaltungschef. 

    „Wir tragen hier in der Spargelstadt in gewisser Weise eine größere Verantwortung in der Pandemie als andere Kommunen im Kreis Bergstraße“, erklärt Störmer. Die Spargelstadt sei laut Stadtoberhaupt von Beginn an bei den Zahlen immer sehr weit vorne gewesen. „Wir hatten immer mit die höchsten Infektionszahlen im Kreis, wir hatten den ersten Todesfall im Kreisgebiet, wir haben seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.340 bestätigte Fälle. Das macht rund 15 Prozent aller Fälle im Kreis Bergstraße aus. Wir sollten uns das bewusst machen und dieser Verantwortung auch gerecht werden“, appelliert der Rathaus-Chef erneut an die Bürgerinnen und Bürger. „Es liegt jetzt an jedem Einzelnen sich solidarisch zu zeigen und dabei zu helfen, die vierte Welle zu brechen.“ zg

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