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Fr., 22. Juli 2022, 08:33 Uhr
STADTVERORDNTENVERSAMMLUNG LAMPERTHEIM: Bürgermeister Störmer informierte zur Anhörung Ultranet-Trasse, Straßenschäden und mehr
Lampertheim ist BUGA-Partnerstadt mit Kartenverkauf
Die Anhörung zur Ultranet-Trasse war Thema der jüngsten Stadtverordnetenversammlung in Lampertheim. Archivfoto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Aus der Arbeit des Magistrats berichtete Bürgermeister Gottfried Störmer bei der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause. Von der kurzfristig anberaumten Anhörung zur Ultranet-Trasse in Worms am 12. und 13. Juli berichtete Störmer, dass die Planung dort vorgestellt und diskutiert wurde, jedoch die Belange der Kommune und Bevölkerung in wesentlichen Aspekten nicht berücksichtigt worden seien, obwohl die Prüfung durch Amprion umfassend sein soll. Andreas Ott, früherer Stadtverordneter und Stadtverordneter Helmut Hummel (FDP) hätten ihre Einwendungen persönlich vorgetragen.
Die finale Bewertung werde durch die Bundesnetzagentur vorgenommen, dann folge das Planfeststellungsverfahren mit weiterer Offenlage und der Möglichkeit für Einwendungen. Die Verwaltungsvorlage werde für die Parlamentssitzung am 21. Oktober erarbeitet, allerdings geht Störmer davon aus, dass von Amprion dann noch nichts vorliegen werde. Ein Förderantrag zum Klimaschutz muss in geänderter Form eingereicht werden, weil der Schwerpunkt zu stark auf Biodiversität gelegen habe. Lampertheim gehört jetzt zum Kreis der BUGA-Kooperationspartner wie auch Viernheim im Kreis Bergstraße. Für die Bundesgartenschau, die im kommenden Jahr vom 14. April bis 8. Oktober in Mannheim stattfindet, verpflichtet sich die Stadt Lampertheim die Eintrittskarten bei Stadtmarketing in der Domgasse 9 und im Haus am Römer, Domgasse 2, im Bürgerservice zu verkaufen. Näheres ist noch nicht bekannt. Die für Lampertheim so wichtigen Themen wie Nachhaltigkeit und Biodiversität werden in der BUGA-Werbung besonders angesprochen, betonte Störmer. Ein Faltblatt mit einer Übersicht über das Gelände lag an den Plätzen aus.
Über zunehmende Straßenschäden, die nicht repariert werden, klagte Nunzius Galvagno (CDU). Von erbärmlichen Zuständen sprach er, Schilder und Absperrungen würden aufgestellt, aber nichts weiter passiere. Bürgermeister Störmer erklärte: „Wir sehen nicht zu, wir schauen hin und sperren dann ab“. Mangels eigener Straßenbauabteilung müssten die Arbeiten über Ausschreibungen mit Leistungsverzeichnissen an Firmen vergeben werden, jedoch sei die zuständige Ausschreibungsstelle in Darmstadt-Dieburg überlastet, was bedauerlich sei, aber nicht zu ändern. Björn Hedderich (CDU) wollte wissen, welche Energiesparmaßnahmen die Stadtverwaltung getroffen hat und ob ein Krisenstab eingerichtet werde. Ein Krisenstab sei nicht erforderlich, für diese Aufgaben sei der Fachbereich 65 Immobilienmanagement zuständig. Auf Grundlage von Fakten werde gearbeitet, nicht aufgrund von Spekulationen. Bürgermeister und Erster Stadtrat seien einbezogen und gehen zielgerichtet vor. Bei Änderung der Lage werde unverzüglich mit geeigneten Maßnahmen reagiert. Als bereits durchgeführte Maßnahmen nannte Störmer die Haus-am-Römer-Sanierung mit Isolierung von Wänden und Einbau neuer Fenster sowie den Leuchtmittelaustausch durch LED. Melanie Krämer-Gerlich (FDP) bemängelte, dass sie bei der Fahrradfahrt mit Anhänger durch das Pfeiffertälchen zur Kita die Schranken umständlich umfahren müsse. Dies will Bürgermeister prüfen lassen. Helmut Rinkel (Grüne) erkundigte sich zum Stand von PV-Anlagen auf Dachflächen. Das werde geprüft, antwortete Störmer, doch reiche zum Beispiel die Statik der Hans-Pfeiffer-Halle nicht aus, zudem sei die Beschaffung von PV-Anlagen ein Problem. In einer weiteren Anfrage ging es um die Öffnungszeiten des Parkhauses Domgasse, das um 20 Uhr schließt, dafür hätte Helmut Hummel (FDP) gerne eine Lösung. Hannelore Nowacki