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  • Mo., 25. Februar 2019, 16:06 Uhr
    Frisch ausgebildete Geopark-vor-Ort-Begleiter bieten 2019 erste geführte Touren für Groß und Klein über den Biedensand und mehr an

    Lampertheim neu entdecken

    Die frisch ausgebildeten Geopark-vor-Ort-Begleiter Andreas Größler, Andrea Hartkorn und Andrea Lutz-Krämer (v.r.) bieten attraktive Wanderungen in und um Lampertheim an – sehr zur Freude von Bürgermeister Gottfried Störmer (l.) und Carmen Daramus (2.v.l.). Foto: Franziska Hartmann


    LAMPERTHEIM – Endlich steht es: Das Programm für das erste Halbjahr 2019 der Geopark-vor-Ort-Begleiter. Zusammen mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald hat das Stadtmarketing Lampertheim elf engagierte Bürgerinnen und Bürger gefunden und zu Geopark-vor-Ort-Begleitern ausgebildet. Die zwölftägige, sehr intensive Ausbildung im Sommer 2018 stattete die elf Anwärter mit viel Wissen zu Geologie, Natur, Kulturgeschichte, als auch zu Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit aus. Anschließend ging es ans Planen, wie die verschiedenen Themen am besten umgesetzt und interessierten Teilnehmern in Führungen nahe gebracht werden können. „Unsere Vor-Ort-Begleiter sind alles Lampertheimer, die viel über Lampertheim gelernt haben und nun passend zu den eigenen Interessen Führungen anbieten“, erklärt Carmen Daramus vom Stadtmarketing. 

    Auch für Touristen und neu Zugezogene sei dies eine gute Möglichkeit, Lampertheim – insbesondere das Naturschutzgebiet „Lampertheimer Altrhein“ aber auch die Heide, sowie die Gemarkung Lampertheim generell – etwas besser kennen zu lernen.  „Wir freuen uns, dass wir so viele interessierte Vor-Ort-Begleiter gefunden haben“, freut sich auch Bürgermeister Gottfried Störmer, „wir sind dabei, Lampertheim über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen. Durch die Führungen der Geopark-vor-Ort-Begleiter, möchten wir sicherstellen, dass Besucher auf die jeweiligen Highlights aufmerksam gemacht werden“, so Störmer., „So kann man Lampertheim und den Biedensand neu entdecken, auch wenn man vielleicht seine Kindheit hier verbracht hat“. 

    Allerdings handele es sich um einen „sanften Tourismus“, den man hier einführen wolle, betonte das Stadtoberhaupt bei der Vorstellung des Programms für das 1. Halbjahr 2019. Man wolle die Menschen, die an den Führungen teilnehmen, damit auch für die Natur sensibilisieren - eben aufzeigen, wie wichtig es ist, auf den Wegen zu bleiben und sich an „die gebotenen Regeln“ zu halten. „Es ist wichtig, dass wir der Natur damit auch helfen und sie schützen“, erklärt Störmer. Hierzu stehe man in regem Austausch mit dem Regierungspräsidium Darmstadt, welches als Oberste Naturschutzbehörde, aufzeigen kann und soll, was machbar ist und was nicht. 

    Der Schutz der Natur ist auch das Anliegen der elf Vor-Ort-Begleiter. Sehr genau haben sie dementsprechend ihre Touren und Führungen geplant. Andrea Hartkorn bringt hierzu schon sehr viel Erfahrung durch ihre langjährige Tätigkeit beim NABU mit. Seit 15 Jahren bietet sie schon Führungen für Kinder und Erwachsene an und freut sich, dies nun auch als Geopark-vor-Ort-Begleiterin tun zu können. „Es macht Spaß, den Kindern die Natur zu zeigen“, sagt Andrea Hartkorn. Sie möchte den Kindern die Natur näher bringen, damit sie auch später einen Nutzen daraus ziehen können und eine Sensibilität dafür entwickeln, dass die Natur schützenswert ist. 

    Ihre nächste Führung am Samstag, 9. März – eine Biedensand-Abendwanderung für Kinder  trägt den Titel „Auf den Spuren des Biedensandgeistes und der Waldtrolle“. Hier erfahren die Kinder mehr über die Geschichte des Biedensandgeistes und erzählen sich selbstausgedachte Gruselgeschichten. Wer möchte, kann auch gerne als Gespenst verkleidet kommen. 

    Auch eine „Auenwanderung zum Frühlingsanfang“ am Mittwoch, 20. März, mit Einblicken in die Historie, Lebensräume und Artenvielfalt des Natuschutzgebietes, sowie ein „Poetischer Streifzug durchs frühlingshafte Naturschutzgebiet“ am Sonntag, 31. März, als auch eine Exkursion für kleine Naturforscher unter dem Titel „Was krabbelt denn da“ am Samstag, 6. April, bei welcher fünf bis zwölf Jährige Kinder mit der Becherlupe auf Streifzug durch das Naturschutzgebiet gehen, hat Andrea Hartkorn für das Geopark Programm ausgearbeitet.

    Wer es sportlich mag, kann sich im zweiten Halbjahr 2019 auf die „flachste Mountainbike Strecke im Geo-Naturpark“ freuen. Auf humoristische Art, arbeitet Andreas Größler derzeit noch an seiner Tour mit dem Mountainbike durch die Heide und hofft, damit einige Mountainbike-Fans ins schöne Lampertheim zu locken. „Zurecht steht der Biedensand im Zentrum der Planung aber es gibt ja noch viele andere schöne Plätze“, erklärt Andreas Größler im Hinblick auf die Heide. 

    Ebenso begeistert bei der Sache ist Andrea Lutz-Krämer. Sie möchte als Geopark-vor-Ort-Begleiterin den Menschen das Thema Sand etwas näher bringen. „Geologie light“ wie sie es nennt, wird bei ihrer Tour Thema  sein. So werden die Teilnehmer dieser Tour einiges über den Oberrheingraben lernen, der, wie Andrea Lutz-Krämer stolz erklärt, in einem Atemzug mit anderen Graben-Systemen der Welt genannt wird. Und da Sand speziell für Lampertheim, im Hinblick auf unseren geliebten Spargel, enorm wichtig ist, wird Andrea Lutz-Krämer bei Ihrer Führung auch den Bogen hin zum Spargelanbau spannen und an Sandra Steinmetz übergeben, die den Teilnehmern noch einiges Wissenswertes zur Kultivierung des Königsgemüses von früher bis heute und die Rolle des Sandes hierbei erklären wird.

    Außerdem im ersten Halbjahr bereits dabei ist Marius Gunkel, mit der Veranstaltung „Als Lampertheim fast verloren schien – Einblicke in die Flussgeschichte am Biedensand“ am Samstag, den 27. April, sowie Ute Striebinger, die unter anderem eine „Tour ins Nachbarländle zum Infopfad Kirchgartshausen. Eine sportliche Führung durch das Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein“ am Mittwoch,8. Mai, anbietet.

    Weitere Veranstaltungen sind im zweiten Halbjahr auch von Kurt Althoff, Monique Heinke, Yvonne Ohl, Charlotte Laible-Bär & André Schmuck geplant.  Das gesamte Programm für das erste Halbjahr ist auf der Internetseite der Stadt Lampertheim einzusehen. Bestimmt ist für den ein oder anderen, das richtige dabei. Ein schöner Ausflug auf den Biedensand ist das das reinklicken doch allemal wert. Franziska Hartmann

     

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