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Mo., 25. Mai 2020, 14:22 Uhr
STADTVERWALTUNG LAMPERTHEIM: Kreativität der Gastronomen und Vereine unter Einhaltung der geratenen Regelungen keine Grenzen gesetzt
Lampertheimer Kerwe und Howwemer Kerb leider abgesagt
In diesem Jahr wird es die Lampertheimer Kerwe und Howwemer Kerb in der gewohnten Form nicht geben. Die Stadtverwaltung ermöglicht den Gastronomen und Vereinen unter Berücksichtigung der geltenden Regelungen jedoch einen Handlungsspielraum. Archivfoto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM/HOFHEIM – Nun ist eingetroffen, was in der aktuellen Situation kaum noch zu vermeiden war: Dieses Jahr wird es die Lampertheimer Kerwe und die Howwemer Kerb, so wie sie in vergangenen Jahren stattgefunden haben, nicht geben. „Nachdem Land auf, Land ab und auch in der näheren Umgebung alle Volksfeste abgesagt wurden, blieb uns keine andere Wahl, als hier gleichzuziehen“ erklärt Bürgermeister Gottfried Störmer. Auch wenn die Entscheidung in Bezug auf die Pandemie-Situation logisch erscheint, so habe man sich laut Störmer dennoch schwergetan. „Beide Veranstaltungen sind wichtige Bestandteile im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt. So etwas sagt man nicht mal so eben ab“, so das Stadtoberhaupt. „Allerdings haben wir auch eine Verantwortung den Schaustellerbetrieben, Gastronomen und Vereinen gegenüber, die eine gewisse Planungssicherheit brauchen.“ Unter den gegebenen Hygiene- und Abstandsregelungen sei es laut Bürgermeister nahezu unmöglich, größere Menschenmengen über die Straßen in der Kernstadt und im Stadtteil Hofheim flanieren zu lassen. Zudem müsste man mit zusätzlichen Besuchern aus dem Umland rechnen, sollte man kreisweit als einzige Kommune solche Veranstaltungen durchführen. Dies wiederum erschwere den Infektionsschutz.
Um kein komplett veranstaltungsloses Jahr in der Spargelstadt zu haben, sei der Kreativität der Gastronomen und Vereine unter Beachtung und Einhaltung der geltenden Regelungen und Verordnungen aber keine Grenze gesetzt. „Wir als Verwaltung können keine Marktfestsetzung machen, keine Straßensperrungen aufbauen und keine Sondernutzung veranlassen“, so Störmer. „Sollte uns aber ein schlüssiges Konzept von Gastronomen oder Vereinen vorgelegt werden, prüfen wir natürlich die Machbarkeit und Umsetzung.“
Störmer: „Pandemie ist noch nicht durchstanden“
Die ersten Wochen der Lockerungen sind vorüber und weitere Geschäfte sowie Einrichtungen öffnen nach und nach wieder. Dennoch möchte Bürgermeister Gottfried Störmer die Bürgerinnen und Bürger Lampertheims dafür sensibilisieren, dass die Pandemie noch nicht durchstanden ist. „Sie alle haben in den letzten Wochen einen phantastischen Job gemacht, um die Ausbreitung des Virus deutlich zu verlangsamen. Dafür möchte ich allen Einwohnerinnen und Einwohnern danken“, so Störmer. „Leider hat man an der ein oder anderen Stelle aber das Gefühl, das Virus sei schon vollständig verschwunden.“ Dass dem nicht so sei, zeige laut Stadtchef die immer noch vorhandenen Neuinfektionen. „Wir haben nicht mehr nur Verantwortung für uns, unser näheres Umfeld oder unsere Stadt, wir haben auch eine Verantwortung gegenüber allen Einwohnern im Kreis“, erklärt Störmer. „Denn sollten wir innerhalb einer Woche mehr als 135 Neuinfektionen im Kreis haben, werden wir uns mit erneuten Einschränkungen auseinandersetzen müssen.“ Diese könnten, abhängig von der Höhe der Neuinfektionen, laut Störmer auch restriktiver ausfallen, als die bisher bekannten Einschränkungen. „Ich kann jede Bürgerin und jeden Bürger verstehen, der sich wieder nach einer Art Normalität sehnt. Mir geht das in vielen Bereichen genauso“, so das Stadtoberhaupt. „Ich bitte Sie deshalb alle darum, sich auch weiterhin an die bestehenden Regeln zu halten. Halten Sie Abstand, tragen Sie Maske wo es gefordert wird und achten Sie auf eine regelmäßige Handhygiene. Je mehr wir darauf weiterhin achten, desto schneller können wir den Zustand der „neuen“ Normalität erreichen.“ zg