„Rund um Oberflockenbach“ hieß es in diesem Jahr bei der Wandertour des MGV 1840
„Lampertheimer Lied“ erklang im Odenwald
18 Wanderer des MGV 1840 diesen in Oberflockenbach das „Lampertheimer Lied” erklingen. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Pünktlich um 9.30 Uhr starteten 18 Wanderer und zwei Hunde am Vereinslokal Darmstädter Hof. Man hatte den bisher heißesten Tag des Jahres erwischt. Davon ließen sich die Teilnehmer aber nicht abschrecken und in Fahrgemeinschaften ging es zum Ausgangspunkt, der Gaststätte „Zur Rose“, in Oberflockenbach. Hier startete die rund zwölf Kilometer lange Wandertour.
Nach einer kurze Eingewöhnungsphase über den Bildstockweg ging es steil hinauf zur Keltenschanze, vermutlich eine ehemalige Fluchtburg oder ein keltischer Kultplatz. Über die Ursenbacher Höhe wanderte man hinunter nach Altenbach. Hier gab es eine kurze Verschnaufpause und mancher nutze die Gelegenheit zu einem erfrischenden Fußbad, um das nächste Teilstück der Tour in Angriff zu nehmen. Man verließ Altenbach in östlicher Richtung und wanderte entlang des Bestbaches in Richtung Hirtenstein. Hier sollen sich der Sage nach zwei Hirten unterschiedlichsten Glaubens gegenseitig erschlagen haben, weil jeder darauf pochte, den besseren Glauben zu haben. Auf dem Weg dorthin fand man, direkt am Bestbach gelegen, einen schattigen Platz und legte dort die Vesperpause ein. Über den Wildleutestein führte die Tour zum Eichelberg. Über einen letzten steilen Anstieg erreichte die Gruppe den Eichelbergturm. Der Turm wurde 1911 durch den Odenwaldklub errichtet und erhielt den Namen „Mannheimer Hütte“. Der Turm ist an den Wochenenden bewirtschaftet und so freuten sich alle auf das ein oder andere kühle Getränk. Wer Lust hatte, erklomm noch die Aussichtsplattform des Turms. Von oben hat man einen wunderbaren Blick in die Rheinebene und zum Melibocus.
Von nun an gings bergab. Nach rund zwölf Kilometern und 440 Metern Auf- und Abstieg erreichte man den Ausgangspunkt in Oberflockenbach. Kühle Getränke und typische Odenwälder Speisen in der Gaststätte „Zur Rose“ entschädigten anschließend für die Anstrengungen. Peter Medert hatte seine Gitarre mitgebracht. Gemeinsam stimmten alle das „Lampertheimer Lied“ an. Seither weiß man auch in Oberflockenbach, warum es in Lampertheim so schön ist. zg