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  • Mi., 12. Juni 2019, 15:33 Uhr
    Kulturkommission spricht sich mit deutlicher Mehrheit für Leiter der Musikschule aus

    Lampertheimer „Oscar für die Kultur” geht an Joachim Sum

    Joachim Sum (Mitte) ist der Preisträgerin des diesjährigen Lampertheimer Kulturpreises. Über die Auswahl der Kulturkommission freuen sich Bürgermeister Gottfried Störmer (l.) und Gottlieb Ohl (r.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM –  In diesem Jahr wird zum zweiten Mal der Kulturpreis in Lampertheim verliehen – wer den „Lampertheimer Oscar” für die Kultur” 2019 erhält, gaben Bürgermeister Gottfried Störmer, der Stadtrat mit besonderen Aufgaben und Leiter der Kulturkommission, Gottlieb Ohl, sowie Kulturbereichsleiter Rolf Hecher am Montag bekannt: Es ist Joachim Sum, Leiter der Musikschule und musikalischer Tausendsassa. 

    „Ich bin sehr aufgeregt und freue mich sehr, gleichzeitig fühle ich mich sehr geehrt, dass mein Verständnis von Kultur so gewürdigt wird”, betonte Joachim Sum. „Kultur ist, was Menschen verbindet und gute Stimmung schafft. Jeder kann Kultur schaffen, Laien oftmals sogar besser als Profis. Wichtig ist, dass alle Menschen eingebunden werden, Erwachsene, die oft noch mehr Zweifel haben als junge Schüler, Senioren, Menschen mit Behinderungen, Kinder mit Migrationshintergrund und viele mehr. Jeder Schüler ist gleich wichtig, wenn jemand Musik macht ist er mein Kollege und nicht mein Schüler. Kultur sollte verbinden und nicht ausgrenzen, das ist mir am wichtigsten. Es ist schön, dass die Kultur in Lampertheim so wertgeschätzt wird.”

    Gottlieb Ohl, Dezernent mit besonderen Aufgaben, verriet die erste Reaktion von Joachim Sum: „Hoffentlich habe ich keinem den Preis weggenommen”, seien dessen erste Worte gewesen. „Dies charakterisiert ihn sehr deutlich”, so Gottlieb Ohl. „Joachim Sum präsentiert Kultur auf höchster Ebene. Nicht nur als Lehrer, sondern auch als professioneller Musiker. Er ist ein Mensch mit einem unbeschreiblich breitem Potential an musikalischen Fähigkeiten.”

    Auch we es zur Entscheidung kam, schilderte Gottlieb Ohl: „Der Kulturpreis soll ein Zeichen sein, dass Lampertheim Kulturstadt ist. Mit Heike Ittmann als erste Preisträgerin hatten wir die Messlatte sehr hoch gelegt. Insgesamt hatten zwölf Bürger acht Vorschläge eingereicht, aus den unterschiedlichsten Bereichen, von Musik über Film bis Literatur. In diesem Jahr hatten wir ein neues Prozedere, jedes Mitglied der Kulturkommission hatte bis zu drei Stimmen, die vergeben werden konnte. Am Ende legte sich die Kulturkommission eindeutig auf Joachim Sum als Preisträger fest, wobei noch eine weitere Person in die engere Auswahl kam und die Kriterien gut erfüllte. Mit Joachim Sum zeichnen wir einen Menschen aus, der es nicht nur verdient hat, sondern der die Kultur in Lampertheim repräsentiert und nach außen vertritt.”

    Auch Bürgermeister Gottfried Störmer zeigte sich von der Wahl begeistert. „Joachim Sum ist stadtbekannt, überall aktiv und vertritt intensiv die Musikschule. Dabei nimmt er viel Einfluss, was die Kultur belebt, etwa mit Tach, Herr Bach, wo viele Menschen zusammenwirken”. Darüber hinaus ist Joachim Sum auch bei zahlreichen weiteren Veranstaltungen und Gruppierungen aktiv: Sei es beim Lichterfest im Park, bei CrossOver in der Domkirche, beim Parkfest der Behindertenhilfe, bei der Schlagertour durch die Seniorenwohnheime, bei der musiktherapeutischen Gruppe der Biedensandschule, Schüler-Bands bei der Kerwe, dem Unterricht von Flüchtlingen, Gitarrengruppen mit Erwachsenen, festen Bands wie Second Chance, Projekten an Schulen und vielem mehr.

    Der Kulturpreis selbst ist mit 2.000 Euro dotiert, dazu gibt es eine durch Bernhard Hossner kreierte Skulptur. Vorschlagsberechtigt für die Preisträger sind alle Bürgerinnen und Bürger Lampertheims. Der Preisträger muss mit seinem Leben in Lampertheim verbunden sein und er muss einen Namen als Kulturträger haben, sein Werk muss in Verbindung mit Lampertheim stehen und durch die Werke sollte die Wahrnehmung Lampertheims steigen. All diese Kriterien erfüllt Joachim Sum in herausragender Art und Weise. 

    Der Termin für die diesjährige Preisverleihung stand bei Bekanntgabe der Preisträgerin noch nicht fest, ebenso wie der Ort – beides wird mit dem Preisträger abgesprochen und rechtzeitig bekannt gegeben. Benjamin Kloos

     

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