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Fr., 21. Dezember 2018, 10:43 Uhr
Marius Schmidt lobt Fraktion und Koalition – kostenlose Wohnberatung für Senioren
Lampertheimer SPD blickt gut gestimmt auf das Jahr zurück
Die Lampertheimer SPD blickt in bester Stimmung auf das zurückliegende Jahr. Im Bild (von links): Karl-Heinz Horstfeld, Fritz Götz, Robert Lenhardt, Marius Schmidt, Karl Heinz Berg, Nico Tamburello und Jens Klingler. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Bei der diesjährigen Jahresabschlusskonferenz gab die Lampertheimer SPD einen Überblick über das zu Ende gehende Jahr in den Bereichen ihres Wirkens in der Stadt Lampertheim und im Kreis Bergstraße, in bester Stimmung, denn ihre Bilanz gefiel den anwesenden Lokalpolitikern. Auch der engagierte Parteinachwuchs war mit dem neuenVorsitzenden der Jusos Ried Nico Tamburello vertreten. Großes Lob sprach der SPD-Fraktionsvorsitzende Marius Schmidt seiner Fraktion für die ehrenamtliche politische Arbeit aus, allein für die Fraktionssitzungen habe man sich 40 Mal immer montags getroffen. „Wir konnten viel bewegen“, freute sich Schmidt. Kreisausschussmitglied Fritz Götz, der auch Stadtverordneter ist, berichtete aus der „Kreissicht“, was das Jahr den Bürgern gebracht hat. Im Kreis arbeite die SPD mit der CDU in einer großen Koalition zusammen, das bedeute immer Kompromisse gab Götz zu bedenken. Jens Klingler, Erster Stadtrat und Vorsitzender der SPD Lampertheim, moderierte das Treffen und berichtete selbst aus der Verwaltung, die zum 1. Januar 2019 nach zwei Jahren Vorarbeit auf ein digitales Rechnungswesen mit einer neuen Finanzsoftware speziell für die kommunale Verwaltung umstellt. „Ein spannendes Projekt“, meinte Klingler. Rechnungen werden einmalig erfasst anstatt drei- bis viermal kopiert zu werden und stehen den Mitarbeitern aller beteiligten Einheiten auf ihrem Arbeitsplatz-PC zur Verfügung, außerdem erkenne das System viele Arbeitsschritte selbständig. Klingler berichtete von einer Neuerung auf Initiative der SPD für die Senioren in Lampertheim - die kostenlose Beratung durch drei ehrenamtliche Wohnberater, die sich für diese Aufgabe gemeldet hatten und eine Ausbildung absolviert haben. Erich Thomas, Heinz-Dieter Schäfer und Herbert Friedrich Tiefel werden ihr Aufgabengebiet im neuen Jahr im Rahmen eines Fachvortrages in der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ der Öffentlichkeit vorstellen. Neben der „aufsuchenden Sozialarbeit“ für Senioren von der Stadt Lampertheim sei dies ein weiterer Baustein, um Senioren zu unterstützen. Götz berichtete von Entlastungen der Stadt Lampertheim durch die um 0,8 Punkte gesenkte Kreisumlage, diesbedeute für die Stadt 350.000 Euro weniger Ausgaben, im nächsten Jahr seien es 250.000 Euro weniger durch die weitere Absenkung um 1,5 Punkte – für die „eng gestrickten Haushalte“ der Gemeinden „ist das schon ein Wort“, urteilte Götz.Im Bereich Wohnungsbau soll eine Agentur zur Beratung der Gemeinden eingerichtet werden, für die Bezieher sozialer Leistungen sollen die Wohnkosten neu berechnet werden. Das neue Konzept soll von der Kaltmiete auf eine Gesamtmiete umgestellt werden, da bislang energetische Sanierungen mit weniger Nebenkosten nicht berücksichtigt werden. Für die Frühförderstelle, Schuldnerberatung und das Frauenhaus seien höhere Zuschüsse vorgesehen. Schmidt beschrieb die Themen sozialer Wohnungsbau, Öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur, Straßenbeiträge und wirtschaftliche Entwicklung mit Förderung von Neuansiedlungen kleiner Unternehmen durch preiswerten, gemeinsam genutzten Büroraum im Sinne von „Co-Working“. Auch eine Plattform „Online City“ für den Verkauf regionaler Produkte ist geplant, eine Verbindung von Online- mit stationärem Handel, die auch Leerstände in der Innenstadt vermindere. Am 14. Januar werde Martin Proba von der IHK Darmstadt hierzu einen Fachvortrag halten. Bei den Straßenbeiträgen seien verschiedene Wege möglich, die weniger belastend wirken, das soll noch ausgelotet werden. Die frühkindliche Bildung soll gefördert und die Kitas zu Familienzentren umgestaltet werden, um das Miteinander der Generationen zu stärken. Die SPD sei auf vielen Kanälen erreichbar, um den „modernen Bürgerdialog“ zu fördern, berichtete der Juso-Vorsitzende Tamburello, der das Angebot um WhatsApp erweitert hat und die Telefonnummer bekannt gab (mobil 0159 08612195). Der erste Vereinsfrühschoppen sei ein erfolgreicher Austausch gewesen, berichtete Karl-Heinz Horstfeld. Als Mitglied im Projektbeirat Entschlammung des Altrheins lobte er die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“ mitStephan Frech vom Fachdienst Umweltder Stadt Lampertheim. Schmidt sprach insgesamt von einer „ blitzsauberen Bilanz“ im Kreis, in Lampertheim sei die SPD bestimmende Kraft, manchmal mit Rückenwind und einem Quäntchen Glück. Die eigene Arbeit sei nach den Lehren des Wahljahrs justiert worden. Die SPD habe viele Kanäle aufgemacht, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, „Anregungen gehen wir nach“. Die Mitgliederzahl sei stabil, teilte Klingler auf Nachfrage mit. Robert Lenhardt lobte den Nachwuchs: „Die jungen Leute sind bei uns rührig“ und Karl Heinz Berg, Ortsvorsteher in Hüttenfeld, zeigte sich überzeugt: „Die Bürgernähe zahlt sich aus“. Hannelore Nowacki