Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Landespolizeiorchester begeisterte mit großem Musikprogramm
Do., 24. September 2015, 22:13 Uhr
400 Besucher bei Benefizkonzert der Bürgerstiftung
Landespolizeiorchester begeisterte mit großem Musikprogramm
Schirmherrin des Benefizkonzertes war Gurkenkönigin Sina I. Begleitet von Gurkenprinzessin Stefanie begrüßte sie die Konzertbesucher. Alfred Kappel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung war als Projektleiter für die Organisation zuständig. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Strahlender Sonnenschein zu Beginn des Konzerts, tiefschwarze Nacht am Ende. Dazwischen erlebten die etwa 400 Konzertbesucher ein großartiges Musikprogramm des hessischen Landespolizeiorchesters mit unterhaltsamen Wortbeiträgen des Dirigenten Alfred Herr. Vor Konzertbeginn und in der halbstündigen Pause hatten die Besucher Gelegenheit sich am Stand des Jugendcafés „Na sowas“ zu stärken. Schon beim Einzug des Polizeiorchesters begrüßte das Publikum die Musiker mit Applaus. Vielen dürfte noch der erste Auftritt dieses Orchesters in der Riedhalle in Erinnerung geblieben sein. Schirmherrin Gurkenkönigin Sina I. in Begleitung von Gurkenprinzessin Stefanie und Alfred Kappel, früherer Bibliser Bürgermeister und Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung begrüßten die Besucher zu diesem Benefizkonzert. Da die Bürgerstiftung den Erlös für einen noch nicht näher bestimmten gemeinnützigen Zweck vorgesehen hat, spielte das Blasorchester ohne Gage. Die Berufsmusiker sind keine Polizisten, auch verbeamtet sind sie nicht, klärte Dirigent Herr das Publikum auf. Viele bekannte Bibliser Bürger waren in die Riedhalle gekommen, unter ihnen auch Bürgermeister Felix Kusicka mit seiner Frau Monika. Dirigent Herr bereitete die Konzertbesucher auf ein abwechslungsreiches Programm für fast jeden Musikgeschmack vor, das jedoch gänzlich ohne vorgegebenen Ablauf auskam. Um nur einige Stücke und Arrangements zu nennen: Mit der „Leichten Kavallerie“ aus der Ouvertüre einer Sinfonie von Franz von Suppé zündete bereits der Funke der Begeisterung bei den Zuhörern. Während das Publikum von der Musik und der sonnigen Atmosphäre verzaubert schien, spielten die Klarinettisten gegen die Sonne und auswendig, da ihre Noten vom Sonnenlicht überstrahlt wurden. Wie jedoch hörbar war, kamen die Musiker auch ohne Noten sehr gut zurecht. Die Anregung des Dirigenten, die Jalousien herunterzulassen, konnte nicht umgesetzt werden, es fehlte an der nötigen Funktionalität. Der folgende Marsch galoppierte mit „Jubelklängen“ in den Saal. Die außergewöhnliche „Jazz Suite“ folgte, um dann von typischer Blasmusik abgelöst zu werden. Wobei Dirigent Herr das Thema „Dicke Backen-Musik“ ansprach, die zur Wiesn und Kerb mit Festbier ihre Hochzeit hat. Ganz anders liegen die Töne beim Polizeiorchester – hier ging es beispielsweise beim Walzer „Rendezvous im Herbst“ um ein „filigranes Stück“, teilte Dirigent Herr dem Publikum mit, imposant auch die Katharinen-Polka, mit der das Orchester die Stimmung antrieb. Großen Applaus heimste das Orchester auch nach dem Potpourri aus dem Musical „My Fair Lady“ ein. Dem verstorbenen James Last und Udo Jürgens widmete das Orchester Arrangement mit schwungvollen Medleys. „Jetzt bitte anschnallen“ empfahl der Dirigent dem Publikum. Einen Ausschnitt aus „Tanz der Vampire“ hatte sich das Orchester ganz bewusst für die Dunkelheit aufbewahrt. Der deutsche Schlager kam zu seinem Recht wie auch die gute alte „Rosamunde“. Da wollte kaum eine Hand mehr ruhen – das Mitklatschen wirkte geradezu ansteckend. Am Schluss dankte Gerd Reis, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, den Musikern für das zündende Konzert und Projektleiter Alfred Kappel, der für die gesamte Organisation zuständig war. Musiker und Dirigent erhielten Gurken im Glas, das standesgemäße Präsent der majestätischen Schirmherrin neben Bergsträßer Wein. Hannelore Nowacki