Fr., 23. August 2019, 13:50 Uhr
118.700 für Caritasverband und Diakonisches Werk an der Bergstraße
Landeswohlfahrtsverband sichert gemeindepsychiatrisches Angebot
KREIS BERGSTRASSE –
Mit mehr als 2,8 Millionen Euro setzt der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr die Förderung der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen in Hessen fort. So hat es der Verwaltungsausschuss des LWV heute beschlossen. Die sogenannten PSKB sind ein gemeindenahes Angebot für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige. Sie sind Begegnungszentren, Beratungsstellen und sie helfen Betroffenen, ihren Tag zu strukturieren. „Der LWV fördert die PSKB, weil sie als Anlaufstellen jedem Menschen in psychischen Lebenskrisen kostenfrei und ohne große Bürokratie offen stehen“, betont Landesdirektorin Susanne Selbert. Aber auch außerhalb einer Krisensituation könnten die vielen vorhandenen Hilfsangebote in Anspruch genommen werden, sowohl von den Betroffenen als auch ihren Angehörigen, so Selbert.
In Hessen gibt es 72 solcher Einrichtungen, in denen Männer und Frauen, die dauerhaft psychisch erkrankt sind, vorübergehend oder auch langfristig Unterstützung finden – oft im Anschluss an einen Psychiatrie-Aufenthalt.
Im Landkreis Bergstraße fördert der LWV diese Arbeit mit 118.700 Euro: 64.086 Euro entfallen auf die PSKB in Lampertheim und Viernheim, getragen vom Caritasverband Darmstadt. 51.148 Euro erhält das Diakonische Werk Bergstraße für die Anlaufstelle in Rimbach. Das Diakonische Werk im Rhein-Neckar-Kreis, das eine PSKB in Eberbach unterhält, wird mit 3.466 Euro gefördert.
Die PSKB gehören häufig zu Psychosozialen Zentren, einem Verbundsystem, zu dem auch Tagesstätten und Betreutes Wohnen zählen. 45 verschiedene Träger halten diese Angebote in Hessen bereit.
Es gibt dort Gelegenheit, untereinander oder mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern das Gespräch zu suchen. Diese vermitteln beispielsweise an andere Beratungsstellen oder helfen den Menschen, ihren Tag gemeinsam zu planen und zu gestalten. Es gibt keine verbindliche Teilnahme: Das Angebot ist offen. Die Förderung des LWV deckt rund 30 Prozent der Kosten und richtet sich nach der Einwohnerzahl im Versorgungsgebiet. zg