Schüler des LGL und Technische Betriebsdienste im Rahmen der Biodiversität in Lampertheim aktiv
Lebensraum für Eidechsen geschaffen
Schüler des LGL gestalteten unter Mithilfe der Technischen Betriebsdienste und unter Anleitung von Alfred Laut einen neuen Lebensraum für Eidechsen. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Einen Ort zu schaffen, an dem Eidechsen sicher und geschützt leben, brüten und überwintern können, war das Ziel von 20 Schülerinnen und Schülern des Lessing-Gymnasiums im Rahmen der diesjährigen Projekttage. Und so entstand seit Montag auf einem geschützten Biotop der Stadt Lampertheim, dem so genannten Bürgerfeld in Verlängerung des Küblinger Weges, ein Habitat für die Eidechsen in Form eines Steinhaufens.
Von Anfang an waren die Schüler begeistert dabei, unter Anleitung von Alfred Laut, stellvertretender Sprecher des Arbeitskreis Naturschutz und unter Mithilfe der Technischen Betriebsdienste. Denn aufgrund der Trockenheit der letzten Tage und Wochen war der Boden ausgetrocknet und hart, so dass die Betriebsdienste das Ausheben eines 80 Zentimeter tiefen Loches übernahmen. Dieses wurde anschließend mit Sand und Schotter aufgefüllt. Die Tiefe ist von großer Bedeutung, da die Eidechsen hier nicht nur geschützt ihre Eier ablegen, sondern zudem überwintern können. Zudem stellten die Technischen Betriebsdienste Geräte zur Verfügung – und in Form der Auszubildenden Jana Schüßler eine ganz besondere Unterstützung, die jeden Tag mit vor Ort war.
Hintergrund für die Aktion waren wiederholte Beobachtungen von Eidechsen an dieser Stelle, für die nun eine schöne Unterkunft gestaltet wurde. Der Steinhaufen fügt sich hervorragend in das Themenfeld der Biodiversität in Lampertheim ein – hier sollen städtische Grünflächen mit ihrer Vielfalt an Nutzungsarten unterschiedlichste Lebensräume für Pflanzen, Insekten, Fledermäuse und Eidechsen bilden. 2016 wurde den Wildbienen gewidmet, im vergangenen Jahr konnten Sommerquartiere für Fledermäuse errichtet werden und 2018 steht im Zeichen der Zauneidechse.
„Vielen Dank dass Ihr unsere Natur so toll unterstützt und aktiv etwas tut”, lobte Bürgermeister Gottfried Störmer die Schülerinnen und Schüler. Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste, hatte zur Fertigstellung Eis für die Schüler dabei – wobei ganz fertig ist das Eidechsenhabitat noch nicht. Denn auf dem bereits erstellten Schild, welches auf den Standort hinweist, werden noch wichtige Informationen rund um den Bau und die Bedeutung des Steinhaufens sowie rund um die Eidechsen hinzugefügt. Benjamin Kloos